Sieben Starthilfekabel im Vergleich

Sieben Starthilfekabel im Test

— 27.02.2002

In die Zange genommen

Eine müde, eine volle Batterie. Dazwischen zwei dicke Kabel - und fertig ist die Starthilfe. Nicht einfach, wenn die Dinger nichts taugen.

Dicke, Länge und Klemme - alles ist wichtig

Vorbei. Dem Dreh am Zündschlüssel folgt nur noch gequältes Ächzen aus dem Motorraum, die Kontrolllampen im Cockpit glimmen matt. Die Batterie ist leer. Jetzt hilft nur noch eine neue oder Starthilfe vom freundlichen Nachbarn. Drei Dinge braucht ein hilfsbereiter Stromspender: einen vollen Akku, sonst geht die vermeintlich gesunde Batterie gleich mit in die Knie; Starthilfe-Kabel, die den Strom transportieren; und das Wissen, wie diese benutzt werden, damit es nicht gleich qualmt oder gar die ganze Bordelektronik zum Teufel ist.

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Der häufigste Fehler bei der Starthilfe ist das Verwechseln von Plus- und Minuspol, weil die Kabel untereinander vertauscht wurden. Vor allem die Elektroden der Lichtmaschine können dadurch kaputtgehen. Doch keine Angst: Wer vor der Stromspende die Betriebsanleitung studiert oder unseren Artikel genau durchliest, kann nichts mehr falsch machen.

Doch nicht nur die richtige Handhabung und der Zustand der Spenderbatterie entscheiden über das Anspringen oder Nichtanspringen, auch das Starthilfekabel trägt zum Erfolg bei. Ist es zu schwach dimensioniert, sind die Klemmen unbrauchbar oder das Material minderwertig, wird die meiste Energie in Wärme verpuffen, anstatt den Motor zum Leben zu erwecken. Doch von außen sehen fast alle Kabel gleich aus. Und mit den Angaben auf der Packung können viele wenig anfangen.

Welches Kabel ist das Beste?

Wir testeten sieben handelsübliche Starthilfekabel unterschiedlicher Längen und Querschnitte. Dabei achteten wir grundsätzlich auf die Vorschriften, wie sie in der Norm für diese Pannenhelfer festgeschrieben sind. Erstaunlich: Einige Anbieter beziehen sich auf die Norm, nur ihre Kabel zeigen deutliche Mängel. Auch werden irreführende Querschnittsangaben gemacht oder fehlerhafte Gebrauchsanleitungen abgedruckt. Hier ein paar Tipps, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Das Kabel sollte nach DIN 72553 geprüft sein. Die Verpackung ist am besten robust, wieder verschließbar und aus Kunststoff. Labile Pappkartons sind ungeeignet, da das Kabel im Kofferraum leicht beschädigt wird. Die Zangen an den Kabelenden müssen komplett isoliert und mit einer kräftigen Feder ausgestattet sein. Darüber hinaus darf die Isolierung nicht zu dick sein, sonst gibt es "Platzprobleme" beim Aufstecken. Beide Zangenschenkel sollten Strom führen, damit eine sichere Verbindung gewährleistet ist. Man sieht dies bei geöffneter Zange. Verzahnte Innenseiten der Zange verhindern ein Abrutschen des Kabels schon beim ersten Startversuch. Mindestlänge der Kabel ist zwei Meter, sonst wird der Bewegungsspielraum zwischen den Fahrzeugen zu eng.

Achtung: Bei längeren Kabeln muss der Querschnitt größer werden, weil der elektrische Widerstand mit der Länge wächst. Mit dem Leitungsquerschnitt ist natürlich nur der des Kupferkerns gemeint, nicht des kompletten Kabels. Faustformel: Für Benziner bis zu zwei Liter Hubraum sind 16 Quadratmillimeter ausreichend. Für größere Benziner und Diesel empfielt sich dann das nächst stärkere Kabel (25 mm2). Bei Profi-Teilen mit 35 mm2 oder gar noch größerem Querschnitt werden die Spannungsverluste minimal. Allerdings sind diese Leitungen unhandlich.

Starthilfe: So geht es richtig

Plus zuerst: Die roten Klemmen müssen vor den schwarzen angeschlossen worden sein. Sonst gibt es einen Kurzschluss. Was Sie bei der Starthilfe beachten müssen, zeigt autobild.de hier:

1. Eine rote Klemme (Plus) auf den Pluspol der entladenen Batterie aufsetzten. Wichtig: Die Klemme muss sicher sitzen, die Metallkralle im Inneren den Baterieanschluss satt berühren. 2. Die zweite rote Klemme kommt an den Pluspol der Sendebatterie, auch hier sauber aufstecken. 3. Jetzt Massekabel (schwarze und blaue Klemme) an Minuspol der Spenderbatterie anschließen. 4. Die letzte Klemme an ein stabieles und blankes Metallteil am Motorblock/Zylinderkopf anklemmen. Grund: Kommt sie an den Minuspol der leeren Batterie, können sich Knallgase entzünden. 5. Spendermotor laufen lassen. 6. Liegen gebliebenes Auto starten. 7. Abnehmen der Kabel in umgekehrter Reihenfolge.

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