Siegelkunde

Siegelkunde: Communauté européenne Siegelkunde: Communauté européenne

Siegel und Plaketten

— 18.07.2006

Welchem Zeichen können Sie vertrauen?

So ein Siegel gibt dem Käufer ein gutes Gefühl. Doch nicht jedes Zeichen hat einen großen Wert. AUTO BILD sagt Ihnen, welchen Sie vertrauen können.

Täglich sehen wir sie, wenn wir genauer hinschauen: Siegel auf Packungen, Produkten und Papieren. Doch wofür stehen sie genau? Hier die wichtigsten Erklärungen, das jeweils passende Foto finden Sie in der Bildergalerie.

• "Communauté européenne" (Europäische Gemeinschaft, siehe Bild): Die CE-Kennzeichnung dokumentiert, dass laut Hersteller bestimmte EG-Richtlinien eingehalten wurden. Das Siegel allein verbürgt keinen besonderen Produktvorteil, sagt auch nichts aus über die Qualität des Produkts.

• "Deutsche Industrie-Norm": Die bekannteste DIN-Norm ist die zum Papierformat (DIN A3, A4), doch es gibt rund 30.000 gültige DIN-Normen. DIN 13 164 etwa schreibt den Inhalt von Kfz-Verbandkästen vor. Die Norm regelt die Beschaffenheit eines Produkts. Sie sagt aber nicht aus, wie gut es im Produktvergleich abschneidet.

• Das neue Siegel "Brand-Protection" (Markenschutz) des TÜV Rheinland richtet sich gegen Produktpiraterie, die auch Autoteile betrifft. Damit lässt sich die Echtheit eines Produkts im Internet prüfen (www.tuv.com), indem der zehnstellige Code des Siegels eingegeben wird. Ein gefälschter Phantasiecode ist wirkungslos und der Code nicht zu knacken, so der TÜV.

• Die runde Plakette fürs Auto gibt es vom TÜV nur aufs Nummernschild. Das achteckige, blaue Prüfsiegel des TÜV dagegen erhalten Produkte oder Serviceleistungen, die der Anbieter gegen Bezahlung nach den gültigen Normen testen ließ. So können etwa die Arbeitsabläufe in einer Werkstatt oder das Managementsystem eines Teilelieferanten überprüft werden.

• E1 steht für eine EG-Typgenehmigung, wobei die behördlich geforderte Prüfung bei einer unabhängigen Prüfstelle in Deutschland erfolgte. Die Ziffer gibt das Land an, in dem geprüft wurde. Die 1 etwa steht für Deutschland, die 2 für Frankreich, die 7 für Ungarn.

• "Verband der Elektrotechnik": Das VDE-Zeichen steht für die Sicherheit eines elektrischen Produkts, ist weltweit anerkannt. Eine Aussage über die Gesamtqualität eines Produkts im Vergleich mit anderen macht es nicht.

• "Geprüfte Sicherheit": Grundlage für das Zeichen GS ist das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG). Mit dem Zeichen können technische Produkte und Werkzeuge versehen werden, bei einem Hammer angefangen. Bedingung: Eine zugelassene und unabhängige Prüfstelle prüft ein Baumuster. Das muss dabei die Anforderungen des Gesetzes in Sachen Sicherheit erfüllen. Die Prüfstelle kontrolliert ebenfalls, ob das Serienprodukt auch wirklich mit dem geprüften Baumuster übereinstimmt. Ein empfehlenswertes Siegel. Trotzdem macht es die Befolgung der Gebrauchsanweisung natürlich nicht überflüssig.

Autor: Roland Bunke

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