Silvestertipps für Autofahrer

Silvestertipps für Autofahrer

— 31.12.2007

Von Flaschen und Raketen

Zum Jahreswechsel sind nicht nur Führerscheine in Gefahr, sondern auch geparkte Autos. Der AvD gibt Tipps, damit Silvester keine bleibenden Schäden hinterlässt.

Für einige Autofahrer könnte das neue Jahr mit einem Schock beginnen, wenn die Silvestermunition ihr Ziel verfehlt und das heilige Blech getroffen hat. "Wenn der Täter nachts unerkannt entkommen ist, hilft nur die eigene Teilkaskoversicherung, um den Brand- oder Explosionsschaden bezahlt zu bekommen", sagt Sven Janssen, Pressesprecher des Automobilclubs von Deutschland (AvD). "Einen negativen Einfluss auf den Schadensfreiheitsrabatt hat dieses Unglück auf keinen Fall. Ist der Täter bekannt oder hat er sich reumütig gemeldet, so muss er für die Schäden aufkommen." Ist der Täter unbekannt, dann sollte der Schaden in jedem Fall vor dem Gang zur Versicherung bei der Polizei angezeigt werden. Der Halter sollte nicht dort parken, wo erwartungsgemäß viel mit Böllern hantiert wird. Wer nicht kaskoversichert ist, sollte sein Auto zwischen Mitternacht und 1 Uhr im Auge behalten.

Cabriofahrer, aufgepasst!

Cabriofahrer müssen zu Silvester noch mehr aufpassen. Bei ihnen zahlt die Teilkaskoversicherung zwar auch die Schäden, die durch eine Explosion hervorgerufen werden, eine Beschädigung des Cabriodachs durch glimmende Raketenreste deckt sie hingegen nicht ab. Der sicherste Platz für den fahrbaren Untersatz ist natürlich eine Garage. "Laternenparker sollten versuchen, ihr Fahrzeug möglichst in ruhigen Seitenstraßen abzustellen und belebte Kreuzungen und bekannte Feierplätze in der Nachbarschaft meiden", so Janssen. So sei der Wagen weitestmöglich auch gegen alkoholisierte Vandalen geschützt. Entkommen diese unerkannt, werden die Schäden nur von der eigenen Vollkaskoversicherung bezahlt. Eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts ist bei Inanspruchnahme obligatorisch.

Fahren an Silvester nur für nüchterne Nervenstarke

Zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr sollten nur unvermeidbare Fahrten vorgenommen werden. Dabei langsam fahren, Fenster geschlossen halten, Feuerwerkern ausweichen und notfalls lieber anhalten und wenden. Kanonenschläge können schwere Schäden an Fahrzeugen hervorrufen, das gleiche gilt für Lichteffekte und Raketen mit hoher Brenntemperatur. Deshalb kein Feuerwerk unter Autos werfen oder an Fahrzeugen zünden. Und: Knallkörper-Missbrauch ist kein Kavaliersdelikt – auch wer zu Fuß als Führerscheininhaber Feuerwerk auf Verkehrsmittel wirft, riskiert den Führerscheinentzug wegen Verkehrsgefährdung.

Zusätzliche Polizeikontrollen

Die Polizei wird auch in diesem Jahr wieder im gesamten Bundesgebiet verstärkt Alkohol-Kontrollen vornehmen. Mit Alkohol im Blut ist man nicht mehr verkehrstauglich und gefährdet sich und andere. Deshalb gilt: Wer Auto fährt, darf nicht trinken – auch wenn noch 0,5 Promille erlaubt sind. Wer in einen Unfall verwickelt wird und Alkohol getrunken hat, muss sich bereits heute auch unterhalb von 0,5 Promille – wie auch bei Drogeneinfluss – zumindest eine Mitschuld anrechnen lassen. Der AvD empfiehlt, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, ein Taxi zu nehmen oder mit Freunden zu verabreden, wer alle nach Hause fährt. Übrigens: Führerscheininhaber dürfen alkoholisiert nicht nur keinerlei Fahrzeuge bewegen sondern auch zu Fuß keine Verkehrsdelikte begehen – auch das kann Punkte und im Zweifel den Führerschein kosten.

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