Silvestertips

Silvestertips

— 30.12.2004

Fahren Sie gut ins neue Jahr

Kräftig Silvester feiern und anschließend mit dem Auto nach Hause fahren? Lieber nicht – im eigenen und Interesse aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Die eiserne Regel, wenn man mit dem Auto zur Silvesterparty fährt: Der Fahrer für die nächtliche Rücktour wird vorher bestimmt. Und bleibt trocken – bis auf das Glas Sekt zum Anstoßen. Denn gegen Schwips und Schläfrigkeit hilft kein Kaffee, keine Cola.

Auch bewährte Hausrezepte wie Gulaschsuppe, Rollmops oder angebotene "Promilleblocker" senken den Blutalkoholgehalt um keinen Deut. Vorsicht auch bei alkoholhaltigen Medikamenten und Nasensprays, die in der Grippe-Jahreszeit Hochkonjunktur haben. Schon zusammen mit einem Glas Sekt kann so ein "Cocktail" fatale Folgen haben.

Nicht vergessen: In der Silvesternacht ist die Polizei besonders aktiv und kontrolliert verstärkt. Wer auffällig fährt oder einen Unfall baut, kann auch unter der Promillegrenze von 0,5 schon bei 0,3 bestraft werden und riskiert eventuell seinen Versicherungsschutz. Deshalb sollte niemand versuchen, sich mit Promillerechnern an die Grenze heranzutrinken – das geht meist schief, denn die Promille im Blut entscheiden sich nicht allein über die Menge Alkohol, sondern auch durch Fitness, Essen und Medikamente.

Freunde halten deshalb angetrunkene Fahrer mit Nachdruck davon ab, sich hinters Steuer zu setzen. Und niemand sollte sich zu einem angetrunkenen Fahrer ins Auto setzen – auch dann ist der Versicherungsschutz gefährdet, wie der Bundesgerichtshof urteilte (VI ZR 235/1998). Wer das Auto vorsichtshalber gleich stehenlassen will, informiert sich deshalb beizeiten über die Silvesterfahrpläne von Bussen und Bahnen, die auch übers Internet leicht abzurufen sind. Ein Taxi ist in der Silvesternacht spontan meist nicht zu bekommen, es kann aber vorher verbindlich bestellt werden.

Wer so vernünftig unterwegs ist, sollte sein Auto ist in der Silvesternacht natürlich am sichersten Ort unterstellen. Denn werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt für den Schaden laut Versicherungsverband GDV die Teilkaskoversicherung ein – sofern eine abgeschlossen wurde. Ansonsten zahlt der Verursacher, doch der ist meist über alle Berge. Und: Nur in den seltensten Fällen erkennen Versicherungen Schäden durch explodierende Kracher an. Erfahrungsgemäß passiert dabei nämlich fast nichts, leichte Schmauchspuren können meist wegpoliert werden.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.