Sitz-Spezial (2)

Sitz-Spezial (2) Sitz-Spezial (2)

Sitz-Spezial (2)

— 11.06.2004

Bewahren Sie Haltung!

Für viele sind Kreuzschmerzen im Auto Alltag. Wir zeigen Ihnen, wie Sie schmerzfrei fahren.

Bandscheiben wie Stoßdämpfer

Man kennt die Bilder: von Fahrern, die wie in den Schraubstock gepresst zwischen Rückenlehne und Lenkrad sitzen oder sich halb liegend auf dem Fahrersitz lümmeln und mit durchgestreckten Armen den Wagen steuern. Sitzen im Auto. Nirgends wird so viel falsch gemacht wie hier. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit.

Wer falsch sitzt, bekommt auch schnell Rückenprobleme. Denn die Wirbelsäule ist ein empfindliches Organ. Immerhin 30 verschieden geformte Knochen halten den Menschen aufrecht, davon sind 24 Wirbel besonders beweglich. Das verdanken wir den Bandscheiben. Diese Polster aus Knorpeln mit Gelfüllung verhindern, dass die Wirbel aneinander reiben. Zudem fangen sie wie Stoßdämpfer fast jede Erschütterung ab.

Der Clou daran: Das ernährt die Bandscheiben. Mit jedem Stoß werden "Abfälle" herausgeschafft, in Ruhepausen Nährstoffe aufgenommen (Zucker, Eiweiße und Salze). Das Problem: Wir sitzen zu viel. Und das ist Gift fürs Kreuz.

Ein guter Sitz – der Kauf fürs Leben

Durch die steife und oft falsche Haltung "verhungern" die Bandscheiben. Und: Je älter die Puffer werden, umso schlechter können sie sich davon erholen. Folge: Die Bandscheibe schrumpft, kann Stöße schlechter abfangen. Bandscheiben können aber auch reißen, das Gel herausfließen und auf die Nerven drücken. Folge: starke Schmerzen (Bandscheibenvorfall , Hexenschuss).

Jeder zweite Deutsche leidet gelegentlich, jeder dritte chronisch unter Kreuzschmerzen. Nur jeder fünfte bleibt lebenslang verschont. Weil wir durchschnittlich 15 Monate unseres Lebens im Auto sitzen, sollten die Sessel dort eigentlich besonders gut sein. Weit gefehlt. Sie sind Kompromisse, die oft nicht passen. Wer dann Sofakissen, Keile oder Decken unterlegt, verschärft die Probleme oft nur noch.

Die fürs gute Sitzen nötigen Winkel und Abstände stimmen nicht mehr. Und beim Bremsen rutschen die Insassen auf den nicht befestigten Unterlagen Richtung Frontscheibe, können sogar unter dem Gurt durchtauchen. Unser Rat: Den orthopädischen Sitz gleich beim Neukauf ordern oder das Auto nachträglich mit einem Sitz vom Nachrüster aufmöbeln. Dieser Sitz ist ein Kauf fürs Leben. Er kann meist ins neue Auto mitgenommen und eingebaut werden.

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