Skandal um Partikelfilter

Skandal um Partikelfilter

— 05.12.2007

Kosten-Chaos

Wer bringt endlich Licht ins Dunkel des Partikelfilter-Skandals? Die Fragen zum Austausch der fehlerhaften Filter nehmen zu, der Durchblick der Geschädigten schwindet.

Die Regelung zum kostenlosen Austausch von unwirksamen Dieselpartikelfiltern taugt in der Praxis offenbar wenig. Zwar beteuern der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA), dass die frühestens 2008 geplanten Filterwechsel für Autofahrer kostenlos sind. Noch ist aber nicht geklärt, wer endgültig für die Arbeitsstunden des Werkstattpersonals aufkommt. "Die Abstimmung, wer schlussendlich zahlt, ist noch nicht abgeschlossen", sagt ein Sprecher der Kat-Firma Tenneco. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben Werkstätten bereits Kunden abgewiesen. Begründung: Kein Tausch, bevor die Kostenfrage geklärt ist. "Wir werden die Hersteller in Regress nehmen", heißt es bei der Werkstattkette A.T.U. Der wegen angeblich gefälschter Zulassungsdokumente ebenfalls in der Kritik stehende Hersteller GAT will die Rechnungen nur übernehmen, wenn die Austauschgeräte ebenfalls von GAT sind. Man wolle keine Mitbewerber subventionieren, so ein Firmensprecher. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) habe die Tauschvereinbarung zu früh unterstützt, bemängelt die DUH. Ein Gabriel-Sprecher dazu: "Es ist unfair, die Vereinbarung schon nach zwei Tagen für gescheitert erklärt zu haben." Laut ZDK konnten nicht alle "Werkstätten umfassend informiert werden". Sind Sie auch vom Rußfilterskandal betroffen? Dann nehmen Sie an der Umfrage auf unserer Homepage teil.

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