Skoda Citigo: Fahrbericht

Skoda Citigo: Fahrbericht

— 03.05.2012

So fährt der Skoda Citigo

Anfang Juni 2012 geht mit dem Skoda Citigo der dritte Konzernbruder des VW Up an den Start. Der kleine Tscheche ist ab 9.450 Euro zu haben. Wie sich der Stadtflitzer fährt, zeigt der erste Fahrbericht. 

Sein Name ist Programm, die City sein Zuhause: Hier fühlt sich der kleine Skoda naturgemäß wohl. Dumm nur, wenn man – wie auf den ersten Kilometern unserer Testfahrt – im dichten Hamburger Stadtverkehr feststeckt. Im Stop-and-Go-Gezuckel nutzen auch die kompakten Maße (3,56 Meter Länge, 1,46 Meter Breite), die direkte Lenkung und das knackig-kurz übersetzte Fünfgang-Schaltgetriebe des Citigo herzlich wenig. Vor allem Letzteres will fleißig gerührt werden. Gut zu wissen, dass Skoda noch eine Fünfstufen-Automatik nachschieben will. Wie die sich mit dem ohnehin nicht gerade üppigen 95 Newtonmetern Drehmoment des kleinen Dreizylinder-Motörchens verträgt, bleibt abzuwarten.

Überblick: News und Tests zum Skoda Citigo

Der Einliter-Dreizylinder leistet 60 oder 75 PS. Für den 929 Kilo leichten Citigo ist das völlig ausreichend.

Bei freier Fahrt macht die getestete 75-PS-Maschine ihre Sache gut, dreht willig hoch und beschleunigt den 929 Kilo leichten Tschechen in 13,2 Sekunden auf 100 km/h. Subjektiv fühlt sich das deutlich flotter an – wenn nur der rappelige Dreizylinder-Sound nicht wäre, der nur im Leerlauf in den Hintergrund rückt. Überhaupt hat Skoda bei der Geräuschdämmung des dritten "Up-Legers" aus dem VW-Konzern einen guten Job gemacht. Wind- und Fahrgeräusche sind auch bei Autobahntempo kein Problem, erst ab 140 Sachen wird der Motor etwas dröhnig. Wie die Konzernbrüder VW Up und Seat Mii ist auch der Citigo kein Sparwunder: 5,3 Liter standen nach der rund 100 Kilometer langen Ausfahrt auf dem Bordcomputer, die Werksangabe liegt bei 4,7 Litern. Die von Skoda angekündigte "GreenTec"-Variante soll sich im Schnitt mit 4,2 Litern zufrieden geben.

Kleinstwagen im Vergleich: Skoda Citigo/Kia Picanto

Blick in den Citigo: nacktes Blech an den Türen, dafür schicke Amaturen und bequeme Sitze.

Auch das Cockpit wirkt gefällig: Die bequemen Sitze bieten ordentlichen Seitenhalt, ein wenig Chrom-Zierrat an Drehreglern und am Schaltknauf schmeicheln dem Auge. Dass die Mittelkonsole keine Luftausströmer enthält und an Türverkleidungen und Kofferaumseiten nacktes Blech schimmert – geschenkt. Wie bei vielen modernen Kleinstwagen kommt hier der Rotstift durch, um den man auch bei Volkswagen nicht herum gekommen ist. Besser können das aktuell vor allem die Kollegen aus Korea. Vor allem der Kia Picanto hat im Cockpit deutlich mehr zu bieten.

Ab 9.450 Euro ist der dreitürige Citigo zu haben. Dafür gibt es die ziemlich nackte Basisausstattung "Active" mit 60 PS. Servolenkung, ESP und vier Airbags sind immer an Bord. Die mittlere Variante "Ambition" (ab 10.150 Euro) beinhaltet die empfehlenswerte geteilte Rückbank, Zentralverriegleung mit Fernbedienung und Fensterheber. Der teuerste Citigo "Elegance" kostet mit 75 PS-Maschine 12.275 Euro (Fünftürer: 12.750 Euro). Erst hier ist die Klimaanlage serienmäßig, dazu gibt es ein Audiosystem, 14-Zoll-Alufelgen und einen edleren Innenraum. Damit ist das Topmodell immer noch deutlich günstiger als der teuerste VW white Up, der mit 14.300 Euro in der Preisliste steht und außer einem portablen Navi, größeren Felgen und etwas mehr Chic kaum mehr zu bieten hat.
Autor:

Jan Kretzmann

Fazit

Skoda Citigo, Seat Mii oder VW Up – unter dem Blech steckt stets das gleiche Auto. Unterschiede gibt es nur hinsichtlich Markenemblem, Ausstattung und beim Preis. Letzterer wird sicher das entscheidende Kriterium bleiben. Mit 9.450 Euro liegt der Citigo zwischen dem günstigen Mii und dem teureren Up. Citigo-Käufer bekommen dafür ein vernünftiges Stadtauto zum fairen Preis.

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