Skoda Karoq Cabrio "Sunroq" (2018): offene SUV-Studie

Skoda Karoq Cabrio "Sunroq" (2018): offene SUV-Studie

Skoda Karoq Cabrio "Sunroq" (2018): SUV-Studie

Karoq wird zum Cabrio

Skoda-Auszubildene haben einen Skoda Karoq zum Cabriolet umgebaut. AUTO BILD hat alle Infos zum offenen Kompakt-SUV und ist es gefahren!
Skoda hat in Prag das diesjährige Azubi-Auto vorgestellt. Hierbei handelt es sich um einen Karoq, der von 23 Auszubildenden der Skoda-Berufsschule in Mladá Boleslav (Tschechien) eigenhändig zum Cabrio umgebaut wurde. Der 17 bis 20 Jahre alte Nachwuchs des Autobauers wurde während der Entwicklung und in der Bauphase von den Ausbildern sowie Experten aus der technischen Entwicklung, der Produktion und von Skoda-Designern unterstützt. Die Studie ist bereits das fünfte Fahrzeug, das von Skoda-Azubis entworfen wurde. In den vergangenen Jahren sind ein zweisitziger Citigo, ein Fabia Pick-up, ein Rapid Spaceback-Coupé und ein elektrischer Buggy auf Citigo-Basis entstanden. Das offene Kompakt-SUV trägt den passenden Namen "Sunroq", für dessen Findung eine Umfrage über die Social Media-Kanäle der Marke gestartet wurde. Skoda dementiert, dass der Sunroq in Serie geht. Da VW aber einen offenen T-Roc plant und insgesamt ein Trend zu SUV-Cabrios zu erkennen ist, könnte in einigen Jahren vielleicht doch ein Karoq-Cabriolet über die Straßen rollen.

Azubis machen den Karoq zum sportlichen Cabrio

Die Auszubildenden haben von September 2017 bis Mai 2018 an dem Projekt gearbeitet.

Länge, Breite und Radstand blieben unverändert, dank der Stoßdämpfer aus dem Octavia RS liegt das SUV nun allerdings 5 Zentimeter tiefer auf der Straße als die Serienversion. Lackiert ist der Sunroq in der Skoda-Serienfarbe "Velvet Red". Neben dem fehlenden Dach und entsprechend angepasster Türen sowie A- und B-Säulen, haben die Azubis vor allem die Heckpartie überarbeitet. Ein Verdeck hat die Studie übrigens nicht. Erstmals findet man an einem Skoda LED-Blinker mit einer laufenden Leuchtgrafik. Um die Sportlichkeit zu unterstreichen, haben die Jugendlichen eine zweiflutige Auspuffanlage mit vier Endrohren installiert. Typisch für eine Studie, gibt es beim Karoq Cabrio auch ein paar Spielereien: Die Skoda-Logos leuchten in der Dunkelheit, unter dem vorderen und hinteren Stoßfänger wird das Markenlogo auf den Boden projeziert und auch die Türgriffe sind illuminiert. Ein weiteres Highlight des Concepts sind die mit Akzenten in Wagenfarbe versehenen 20-Zoll-Felgen, die den Namen "Vega" tragen. Angetrieben wird das Cabrio vom 1,5-Liter-Benziner aus dem regulären Karoq. Aufgrund einer modifizierten Motorsteuerung leistet er im Sunroq 163 PS statt der serienmäßigen 150 PS. Aufgrund der veränderten Gewichtsverteilung stoppt der Vortrieb des Sunroq bei 195 km/h und der Sprint von 0 auf 100 dauert mit 8,6 Sekunden auch zwei Zehntel-Sekunden länger als bei der Serienversion. Laut der Aussage eines Ausbilders waren die Versteifung der Karosserie und die Produktion der Heckklappe die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Projekts. Letztere wurde komplett neu entwickelt und als Einzelstück gefertigt. Beachtlich: Der Kofferraum der offenen Version ist sogar größer als der des normalen Karoq.

Weißes Interieur mit roten Akzenten

Das Lenkrad ist aus der Serie, wurde aber rot und weiß bezogen.

Auch im Innenraum haben die Azubis Hand angelegt. Der Aufbau und die Bedienelemente sind so schon vom normalen Karoq bekannt. Allerdings hat der Sunroq neue Türverkleidungen bekommen. Die Sportsitze des Cabrios sind mit weißem Leder überzogen. Als Kontrast tragen die Sitze Ziernähte in der Wagenfarbe "Velvet Red". Auf den Sitzflächen ist das Material perforiert und die Rückenlehne trägt den Schriftzug "Skoda Academy". Auch das Armaturenbrett wurde mit weißem Leder verkleidet und wird von einer roten Zierleiste in Carbon-Optik geteilt. Sobald man hinter dem im Sunroc dreifarbigen Serienlenkrad Platz nimmt, fällt einem vor allem das gute Raumgefühl auf. Instinktiv greift man nach dem Anschnallgurt und stellt fest, dass dieser nicht am gewohnten Platz zu finden ist. Da die jungen Leute die B-Säule komplett entfernt haben, wandert die Verankerung an die Seite der Vordersitze. Für eine Studie wirkt der Innenraum des Sunroq ziemlich stabil. 

Der Sunroq knattert und macht Spaß

Den vorlauten Sound des Sunroq würde man in einem Kompakt-SUV normalerweise nicht erwarten.

AUTO BILD ist das Karoq-Cabrio bereits auf einer Kartstrecke gefahren. Obwohl es nur bei niedrigen Geschwindigkeiten (höchstens 30 km/h) bewegt werden konnte, fiel auf, dass das Fahrverhalten dem des konventionellen Karoq ähnelt. Von der veränderten Gewichtsverteilung war auch in Kurven fast nichts zu spüren. Da die Azubis an der Motorsteuerung gefeilt haben, spricht der 1.5 TSI in Kombination mit der Sechsganghandschaltung spritzig an. Auf jeden Fall macht es mit der hohen Sitzposition echt Spaß, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Dazu kommt, dass er mit der geänderten Abgasanlage richtig kernig klingt und man deshalb für einen Moment vergisst, dass man in einem kompakten SUV sitzt. Störend ist nur die schlechte Sicht nach hinten. Aufgrund des hoch aufbauenden Hecks sieht man beim Rückwärtsfahren nahezu gar nichts.

Neue Skoda (2018, 2019, 2020 und 2021)

Skoda E-Coupé IllustrationSkoda Kodiaq Coupé Illustration

Autor: Elias Holdenried

Stichworte:

Cabrio

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