Skoda Karoq / Yeti 2 (2017): Erste Infos & Bilder

Skoda Karoq / Yeti 2 (2017): Erste Infos & Bilder

Skoda Karoq (2017): Test

— 14.07.2017

Neuer Yeti ist ein kleiner Kodiaq

Der Yeti-Nachfolger heißt Skoda Karoq und wird ein reines SUV. Schon im November 2017 soll er an den Start gehen. AUTO BILD hat alle Preise, den Fahrbericht und die Sitzprobe!

Vorstellung: Karoq ist ein echtes SUV (Update!)
Interieur: Das digitale Cockpit ist frei programmierbar
Fahren: Erster Test – so fährt der Karoq
Ausstattung: Zwei Ausstattungslinien zum Marktstart (Update!)
Connectivity: Hilfe bei Pannen und Notfällen
Motoren: Vier Motoren stehen zur Auswahl (Update!)
Technische Daten und Preise: Karoq ab 24.290 Euro (Update!)
Gebrauchte: Yeti ab 9000 Euro fahren

Vorstellung: Karoq ist ein echtes SUV

Der Vorgänger Yeti war formal gegen den Strich gebürstet – markant, aber eben auch polarisierend und damit nur bedingt weltmarkttauglich. Der Karoq gibt sich gefälliger und markentypischer. Der Skoda-Kühlergrill wird von schmalen Scheinwerfern eingerahmt, die jedoch breiter als beim großen Bruder Kodiaq ausfallen. Im Vergleich zum Yeti ist der Karoq stämmiger geworden und um 16 Zentimeter auf 4,38 Meter Länge angewachsen. Breite und Höhe entsprechen den Maßen des Seat Ateca (4,36 Meter lang, 1,84 Meter breit, 1,61 Meter hoch). Das hat seinen Grund: Technisch ist er nahezu baugleich mit dem Ateca, der ursprünglich sogar von Skoda entwickelt wurde. Im Innenraum gibt es viele Parallelen zum Kodiaq, wie das Infotainment und die Connectivity-Features mit Notruftaste. Zum ersten Mal bietet Skoda außerdem ein frei programmierbares und digitales Cockpit an. Außerdem kann man einiges zuladen: bis zu 1810 Liter fasst der große Kofferraum, will man besonders lange Gegenstände transportieren, lässt sich der Beifahrersitz umklappen. Motorseitig stehen zum Bestellstart zwei Benziner und zwei Diesel mit 115 bis 150 PS zur Wahl. Ein 190 PS starker-Diesel soll nachgeliefert werden. Frontantrieb ist serienmäßig, Allrad kostet Aufpreis. Wie der Yeti soll auch der Karoq leichtes Gelände meistern. Der Karoq ist ab sofort in den zwei Ausstattungslinien Ambition und Style bestellbar. Die Einstiegsversion Active kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Der 115 PS Benziner startet als Karoq Ambition bei 24.290 Euro. Alle Preise im Kapitel Technische Daten und Preise!

Interieur: Das digitale Cockpit ist frei programmierbar

Video: Skoda Karoq Studio (2017)

Exklusiver Einblick bei Skoda

Einen Schuss Extravaganz gönnt sich der Skoda im Innenraum – zumindest in seiner Klasse. Die Instrumente werden auf Wunsch digital angezeigt, in vier unterschiedlichen Ansichten, die man zusätzlich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Das Navi greift mit 9,2-Zoll-Bildschirm und Gestensteuerung auf den aktuellen technischen Stand aus Wolfsburg zurück, das bieten momentan weder Tiguan noch Kodiaq. Natürlich gibt es auch Internet in LTE-Geschwindigkeit. Die gefühlte Qualität passt. Blitzsauber zusammengesetzt waren die Autos der Tschechen ja schon immer, nun werden aber auch weiche Kunststoffe eingesetzt, die denen von VW-Modellen in nichts mehr nachstehen. Große Passagiere sitzen auch auf der Rückbank richtig bequem. Die ist wie schon beim Vorgänger gegen Aufpreis keine Bank mehr, sondern besteht als "VarioFlex" aus drei Einzelsitzen, die separat verstellbar und komplett ausbaubar sind. Ein klassischer Van ist nicht viel variabler. Und auch der Kofferraum wächst spürbar. So passen künftig mindestens 521 Liter ins Heck – etwa 100 Liter oder ein großer Koffer mehr als beim Yeti.

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Skoda E-Coupé Illustration Skoda Kodiaq Coupé Illustration

Fahren: Erster Test – so fährt der Karoq

Der Karoq fährt sich gut – auch wenn die Abstimmung des getarnten SUVs noch nicht ganz der Serie entspricht. Vor allem rollt er komfortabler über Unebenheiten aller Art und Größe hinweg als der Seat Ateca, mit dem der Skoda ja eng verwandt ist. Während der Spanier die sportliche stramme Gangart liebt, verwöhnt der Skoda eher mit seinem sanften Charakter. Die Federung zeigt sich nachgiebiger, schluckt grobe Bodenwellen eleganter. Die Hinterachse poltert auf schlechten Wegen bisweilen noch – das will Skoda bis zum Marktstart im November 2017 noch abstellen. Wer es komfortabler mag, kann gegen Aufpreis ein elektronisches Verstellfahrwerk ordern. Besonders gut gelungen sind die Sitze. Groß und in einer sehr angenehmen Mischung aus hart und weich gepolstert. Natürlich gibt es eine einstellbare Lendenwirbelstütze.

Wer es komfortabler mag, kann gegen Aufpreis ein elektronisches Verstellfahrwerk ordern.

Bei allem Komfort, der Karoq kann auch anders, durchaus flott ums Eck gefahren werden. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und exakt, sein Fahrverhalten bleibt bis in den Grenzbereich berechenbar. Vom Allradantrieb merkt der Fahrer auf der Straße allerdings herzlich wenig: mehr Traktion wenn nötig, sonst dezente Zurückhaltung. Ganz sensible Naturen könnten bemängeln, dass der Allrad-Karoq auf kurze Bodenwellen nicht ganz so sensibel anspricht wie das Modell mit Frontantrieb. Auch scheinen die Diesel auf der Vorderachse etwas straffer abgestimmt als die Benziner – das ist dem höheren Gewicht geschuldet. Eine Menge getan hat sich an der Geräuschdämmung. Die beiden gefahrenen 150-PS-Motoren, ein 1,5-Liter-Benziner und ein Zweiliter-Diesel, fühlen sich wie dick in Watte gepackt an. Beim TDI könnte man sogar glatt vergessen, das es ein Diesel ist. Beide Vierzylinder sind muntere Gesellen und arbeiten routiniert mit dem sanft schaltenden DSG-Getriebe zusammen.

Dem ersten Eindruck nach ist Skoda mit dem Karoq nicht nur ein gutes Auto gelungen, sondern vor allem die Abgrenzung zu VW Tiguan und Seat Ateca, die ja auf der gleichen technischen Plattform stehen. Komfortabler als der Seat, kompakter und praktischer als der VW. Da sind wir nur noch auf den Preis gespannt, der knapp über dem Yeti liegen wird. Auf jeden Fall verspricht Skoda beim Karoq mehr Auto fürs Geld zu liefern, als es bei den Konkurrenten gibt.

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Ausstattung: Zwei Ausstattungslinien zum Marktstart

Auf der Aufpreisliste des Karoq stehen vor allem praktische Features: So gibt es wie beim Vorgänger das "Vario Flex"-System, mit drei separaten Rücksitzen. Wer hier ein Häkchen macht, bekommt auch noch zusätzlichen Kofferraum: Die Rücksitze können nicht nur einzelen verstellt, sondern auch ausgebaut werden, das schafft bis zu 1810 Liter Platz im Kofferraum. Neu ist die optionale Dämpferverstellung DCC, die etwas hoppelige Federung des Yeti dürfte so Geschichte sein. Voll-LED, Lichtsensor und Abblendautomatik sind wie die aus dem Kodiaq bekannten Assistenzsysteme ebenfalls aufpreispflichtig. Wer größere Räder als die serienmäßigen 17 Zoll möchte, kann sich Alufelgen bis 19 Zoll leisten. Unter den Komfortextras finden sich ein beheizbares Lenkrad, beheizbare und elektrisch verstellbare Sitze, eine Heckklappe die sich per Fußwischen öffnen lässt sowie eine schwenkbare Anhängerkupplung, die nur dann ausklappt, wenn sie gebraucht wird. Zum Marktstart bietet Skoda den Karoq in den zwei Ausstattungslinien Ambition und Style an. Die Basisversion Active wird nachgeliefert.

Connectivity: Hilfe bei Pannen und Notfällen

Wie beim größeren Kodiaq gibt es auch beim Karoq in den Topversionen Columbus und Amundsen einen WLAN-Hotspot und LTE. Unter dem Namen Skoda Connect bietet man außerdem Infotainment-Dienste (Informationen und Navigation) sowie Hilfe bei Pannen und Notfällen. Für Notrufe gibt es eine spezielle Taste. Weitere Online-Dienste laufen über die Skoda Connect App, mit der man das Auto überprüfen, konfigurieren oder den Parkplatz finden kann. Handys können sich per Apple CarPlay, Android Auto und Mirror Link koppeln, das kostet nur beim Basissystem Swing Aufpreis.

Motoren: Vier Motoren stehen zur Auswahl

Das SUV kommt immer mit Start-Stopp-Technik und Bremsenergierückgewinnung.

Insgesamt vier Turbo-Motoren mit 115 bis 150 PS bietet Skoda für den Karoq an. Alle kommen mit Start-Stopp-Technik und Bremsenergierückgewinnung. Zwei davon sind Benziner: Der kleinere ist ein Einliter-Dreizylinder mit 115 PS, außerdem gibt es einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS und Zylinderabschaltung. Das soll den Verbrauch senken, 5,1 Liter Benzin braucht das Auto auf 100 Kilometer. Bei den zwei Dieselmotoren stehen ausschließlich Vierzylinder zur Auswahl. Der kleinste Motor mit einem Hubraum von 1,6 Litern leistet 115 PS. Den Zweiliter-TDI gibt es mit 150 PS. Die kleinen Benzin- und Dieselmotoren gibt es serienmäßig mit Sechsgang-Handschaltung und Frontantrieb. Der 150 PS-Diesel ist wahlweise mit Sechsgang-Handschaltung oder Siebengang-DSG und der 150 PS-Benziner ausschließlich mit DSG erhältlich. Allradantrieb ist beim großen Diesel serienmäßig. Zu einem späteren Zeitpunkt legt Skoda womöglich auch noch einen größeren Diesel mit 190 PS nach.

Skoda Karoq (2017): Alle Infos

Technische Daten und Preise: Karoq ab 24.290 Euro

Benziner:

Skoda Karoq 1.0 TSI ● Leistung: 85 kW (115 PS) ● Maximales Drehmoment: 175 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h ● Sprint von 0 auf 100 km/h: 10,6 s ● Verbrauch: 5,3 l/100 km ● Preis: ab 24.290 Euro (Ambition); ab 25.890 Euro (Style).

Skoda Karoq 1.5 TSI ● Leistung: 110 kW (150 PS) ● Maximales Drehmoment: 250 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h ● Sprint von 0 auf 100 km/h: 8,4 s ● Verbrauch: 5,1 l/100 km ● Preis: ab 28.290 Euro (Ambition); ab 29.890 Euro (Style).

Diesel:

Skoda Karoq 1.6 TDI ● Leistung: 85 kW (115 PS) ● Maximales Drehmoment: 250 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 188 km/h ● Sprint von 0 auf 100 km/h: 10,7 s ● Verbrauch: 4,5 l/100 km ● Preis: ab 27.190 Euro (Ambition); ab 28.790 Euro (Style).

Skoda Karoq 2.0 TDI ● Leistung: 140 kW (150 PS) ● Maximales Drehmoment: 340 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 207 km/h ● Sprint von 0 auf 100 km/h: 8,9 s ● Verbrauch: 4,4 l/100 km ● Preis: ab 31.290 Euro (Ambition); ab 32.890 Euro (Style).

Skoda Karoq 2.0 TDI ● Leistung: 140 kW (190 PS) ● Maximales Drehmoment: 400 Nm ● Höchstgeschwindigkeit: 211 km/h ● Sprint von 0 auf 100 km/h: 7,8 s ● Verbrauch: 5,3 l/100 km.

Gebrauchte Yeti ab 9000 Euro kaufen

Beim Facelift des Yeti im Jahr 2013 fielen die runden Nebelscheinwerfer weg.

Der Vorgänger des Karoq, der Skoda Yeti, ist eine Mischung aus SUV und Kastenwagen auf Tiguan-Basis. Er eignet sich sowohl für leichtes Gelände als auch als Van-Ersatz. Seit 2009 baut Skoda das Auto mit 105 PS (1.2 TSI) bis 170 PS (2.0 TDI). Beim Facelift 2013 fielen die runden Nebelscheinwerfer weg, außerdem ist das Fahrwerk seitdem straffer, manchen zu straff. Den Yeti gab es unter anderem mit dem problematischen 1.2 TSI, dessen sich längende Steuerkette durch Rasseln angekündigt wird. Beim 2.0 TDI aus dem Baujahr 2011 gab es einen Rückruf: Die Einspritzleitungen konnten brechen.

Beim TÜV fallen verschlissene Bremsscheiben und brüchige Manschetten der Antriebswelle auf. Außerdem sollte man vor dem Kauf einen Blick unters Auto werfen: Viele Yeti haben undichte Ölwannen. Vorfacelift-Modelle mit moderatem Kilometerstand gibt es ab 9000 Euro – allerdings nur mit dem 1.2 TSI. Diesel mit dem 2.0 TDI werden für 10.500 Euro angeboten. Ab dem Facelift gibt es preislich keinen Unterschied mehr zwischen beiden Kraftstoffarten, gute Skoda Yeti gibt es als Diesel und Benziner für 11.500 Euro.

Autoren: Stefan Voswinkel, Michael Gebhardt, Katharina Berndt, Andreas Borchmann

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