Skoda Octavia Facelift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Skoda Octavia Facelift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

— 07.02.2017

Alle Infos zum Octavia Facelift

Skoda spendiert dem Octavia ein Facelift. Limousine und Kombi bekommen eine neue Front und ein modernisiertes Infotainment. Alle Infos und Fahrbericht!

➤ Vorstellung: Octavia bekommt Vieraugengesicht mit LED-Licht
➤ Interieur: Mit großem Bildschirm und LTE
➤ Fahren: Das Fahrwerk ist ein echter Fortschritt (Update!)
➤ Ausstattung: Die gleichen Assistenten wie im Superb
➤ Motoren und Preise: Einstiegspreis bei 17.450 Euro
➤ Connectivity: Notruf und Pannenhilfe serienmäßig

Vorstellung: Octavia bekommt ein Vieraugengesicht mit LED-Licht

Video: Skoda Octavia Facelift (2017)

Das ist der neue Octavia

Das passiert selten: Als Skoda im November 2016 die ersten Bilder vom überarbeiteten Octavia veröffentlichte, staunten sogar Fachleute. Denn die Tschechen haben dem Octavia ein Vieraugen-Gesicht wie bei der alten Mercedes E-Klasse in die Front gebügelt. Während es VW, Seat und Audi bei den Schwestermodellen Golf, Leon und A3 bei kleinen kosmetischen Änderungen beließen, hat Skoda den großen kosmetischen Eingriff gewagt und ganz bewusst mit dieser Neuausrichtung provoziert. Den neuen Octavia liebst du – oder du hasst ihn! Statusbewusst steht er dank seiner verbreiterten Spur auf den Rädern, das neue Gesicht gibt zumindest in der RS-Version eine Menge Überholprestige. Somit haben die Tschechen ihr Ziel erreicht und die breite Kluft zwischen Octavia und Superb ein wenig zugeschüttet.

Am Heck kommt eine C-förmige Leuchtengrafik mit fei­nen LEDs zum Einsatz. Die Linienführung der Karosserie ist gerader gezogen. Dazu kommen neue Ausstattungsvarianten, mehr Assistenten und ein modernisiertes Infotainment. Mit dem neuen Design und der besseren Ausstattung – sie kommt aus dem Superb – will sich Skoda an den Konzernbruder Golf heranpirschen und den Konkurrenten (Opel Astra, Ford Focus, Hyundai i40) davonfahren.

Kfz-Versicherungsvergleich

Ein Service von

Versicherung vergleichen und bis zu 850 Euro sparen!

Interieur: Mit großem Bildschirm und LTE

Platzangebot und Ambiente sind im Skoda Octavia Facelift ebenso unverändert wie die recht rustikale Materialauswahl. In den Kofferraum passen bei der Limousine 590 Liter, beim Octavia Combi gehen 610 Liter rein. Dafür wirkt der neue Bildschirm mit einer Diagonale von 9,2 Zoll echt modern – und dank fein entspiegelter Scheibe so edel wie ein iPad. Neue Prozessoren lassen das System superfix reagieren, die Navikarte wird mit Daumen und Zeigefinger wie auf dem Tablet gezoomt. Und natürlich ist der Octavia "always on" – also immer im Internet. Seit dem Facelift sogar in schneller LTE-Geschwindigkeit. Zu den Services zählen zum Beispiel die Parkplatz- und Tankstellensuche, Google Streetview und die Online-Verkehrsinformation. Sie zeigt den realen Verkehrsfluss auf der Strecke an und schlägt bei einem Stau Ausweichrouten vor.  

Fahren: Das Fahrwerk ist ein echter Fortschritt

Die adaptive Fahrwerksregelung DCC für 920 Euro Aufpreis lohnt sich. Unebenheiten werden einfach ausgebügelt.

Der Zweiliter-Diesel im Testwagen von AUTO BILD legt brummelig los, lässt niemanden über sein Verbrennungsprinzip im Zweifel. Ein wenig mehr Dämmung hätte dem Octavia gutgetan. Immerhin beruhigt sich der Octavia, sobald Stadtgeschwindigkeit erreicht ist. Der 150-PS-Diesel hängt gut am Gas, dreht fast schon sportlich, und selbst die sonst etwas ruckelige Doppelkupplung macht einen guten Job. Gangwechsel lassen sich nur noch am Zucken des Drehzahlmessers erkennen. Unser Testwagen ist mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC (920 Euro) ausgestattet – ein echter Fortschritt! Der polterige Abrollkomfort ist Geschichte. Fast schon geschmeidig nimmt der Skoda kleine und große Unebenheiten mit einer Gelassenheit, dass wir ihm fast einen Stern auf der Haube spendieren würden. Toll zudem der Allradantrieb. Er sorgt nicht nur für Grip, sondern auch für ein extrem neutrales und fast schon sportliches Fahrverhalten.

Ausstattung: Die gleichen Assistenten wie im Superb

Dank neuer Prozessoren reagiert das Infotainmentsystem superfix.

Natürlich gibt es für das Octavia-Facelift neue Ausstattungen. Die Scheinwerfer können künftig mit Voll-LED-Technologie geordert werden. Für den Innenraum bietet Skoda neue Bezüge und andere Zierblenden an, außerdem eine neue Ambiente-Beleuchtung mit zehn Farben. Vier neue Infotainmentsysteme (Swing, Bolero, Amundsen und Columbus) gibt es im neuen Octavia. Die Palette der Assistenzsysteme wird um einige aus dem Superb erweitert: Für das Facelift gibt es einen Anhängerassistenten, der beim Rückwärtsfahren die Lenkung übernimmt. Ein Heckradar liefert Daten an den Totwinkel-Warner und erkennt beim Spurwechsel oder Ausparken den kreuzenden Verkehr hinter dem Auto. Einparkassistent und Frontwarner wurden überarbeitet. Außerdem bietet Skoda für den Combi eine elektrische Heckklappe, einen intelligenten Schlüssel (mehrere Fahrer können ihre Einstellungen speichern), Lenkradheizung und Klapptische an der Rückenlehne des Vordersitzes an. Im Skoda Octavia Facelift gibt es dann auch ein Skoda-typisches Goodie: Die Kofferraumbeleuchtung in der Heckklappe lässt sich herausnehmen und als Taschenlampe verwenden. Die Flaschenhalter im Mitteltunnel haben einen Boden, der sich mit PET-Flaschen verzahnt und das Öffnen mit einer Hand möglich macht. Ebenfalls neu sind die drei Fahrmodi Comfort, Normal und Sport, die sich auch aufs Fahrwerk auswirken. Räder wird es von 16 bis 18 Zoll in neuen Designs geben.

Mittelklasse-Neuheiten 2016

Alfa Romeo Giulia BMW 3er Illustration
Alle News und Tests zum Skoda Octavia

Motoren und Preise: Einstiegspreis bei 17.450 Euro

Unter der Haube stehen beim Octavia Facelift fünf Benzin- und vier Dieselmotoren mit ein bis zwei Litern Hubraum zur Auswahl. Die Motoren leisten zwischen 84 und 184 PS. Skoda bietet für fast alle Motoren neben der Handschaltung ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs oder sieben Gängen an. Für die stärksten Varianten, den 1,8-Liter-TSI und den Zweiliter-TDI, gibt es Allradantrieb. Die Motoren verbrauchen rund zehn Prozent weniger als die bekannten Vierzylinder. Der Octavia ist bereits bestellbar, ausgeliefert werden die Autos allerdings erst im Frühjahr 2017. Der Einstiegspreis liegt bei 17.450 Euro. In der Tabelle finden Sie alle Varianten der Limousine, der Combi kostet jeweils 700 Euro mehr.
Motor Getriebe Active Ambition Style L&K
1,2 TSI 63 kW (86 PS) 5-Gang manuell 17.450 19.790
1,0 TSI 85 kW (115 PS)* 6-Gang manuell 19.350 21.690 23.890
1,0 TSI 85 kW (115 PS)* 7-Gang-DSG 23.490 25.690
1,4 TSI 110 kW (150 PS)* 6-Gang manuell 21.290 23.630 25.830
1,4 TSI 110 kW (150 PS)* 7-Gang-DSG
25.430 27.630
1,8 TSI 132 kW (180 PS)* 6-Gang manuell 25.190 27.390 30.900
1,8 TSI 132 kW (180 PS)* 7-Gang-DSG 26.990 29.190 32.700
1,8 TSI 4x4 132 kW (180 PS) 6-Gang-DSG 28.790 30.990 34.500
1,6 TDI 66 kW (90 PS) 5-Gang manuell 20.910 23.250
1,6 TDI 85 kW (115 PS) 5-Gang manuell 22.150 24.490 26.690
1,6 TDI 85 kW (115 PS)* 7-Gang-DSG 26.290 28.490
2,0 TDI 110 kW (150 PS) 6-Gang manuell 26.250 28.450 31.960
2,0 TDI 110 KW (150 PS)* 6-Gang-DSG 28.050 30.250 33.760
2,0 TDI 4x4 110 kW (150 PS)* 6-Gang manuell 28.050 30.250 33.760
2,0 TDI 4x4 110 kW (150 PS)* 7-Gang-DSG 29.850 32.050 35.560
2,0 TDI 4x4 135 kW (184 PS) 36.160

Connectivity: Notruf und Pannenhilfe serienmäßig

Beim Thema Connectivity unterscheidet Skoda im neuen Octavia zwischen Infotainment und Servicefunktionen. Die Servicefunktionen gibt es in allen Ausstattungen, mit Ausnahme der Erdgasvariante. Sie bestehen aus einer Notruffunktion, Hilfe bei einer Panne oder einem Unfall und aus einer Skoda-App, die den Status des Autos und den aktuellen Parkplatz zeigt. Das Infotainment, das man per SIM-Karte auf LTE aufrüsten kann, hat in der Top-Ausstattung Columbus einen WLAN-Hotspot. Außerdem stehen Google-Dienste wie Street View oder die Satellitenkarte Earth ebenso wie Verkehrsdaten in Echtzeit zur Verfügung. Die Skoda-Phonebox lädt das Handy induktiv und koppelt es gleichzeitig an die Bordantenne. Der neue Octavia unterstützt Android Auto, Apple CarPlay und Mirror Link.

Skoda Octavia Facelift (2017): Vorstellung und Fahrbericht

Gebrauchtwagen: Skoda Octavia ab 12.000 Euro

Den Octavia der aktuellen Generation gibt es als Gebrauchtwagen ab rund 12.000 Euro.

Die aktuelle Generation des Octavia ist seit 2013 auf dem Markt. Gebrauchte Exemplare mit bis zu 100.000 Kilometern sind ab rund 12.000 Euro zu haben. Im AUTO BILD-Dauertest zeigte sich der Octavia als guter und zuverlässiger Kumpel, auch auf Langstrecken. Ein dickes Plus ist sein großer Kofferraum. Was im Dauertest nervte: das ruckelnde DSG, feuchte Dämpfer – doch die Hohlraumkonservierung war in Ordnung. Der Vorgänger (2004 bis 2012) kostet ab rund 4000 Euro, hat Technik des Golf V an Bord und leistet bis zu 200 PS (als RS). Was man aber wissen muss: Es gibt teils Verarbeitungs- und Lackmägel, zitternde Scheinwerfer und die bekannten und ärgerlichen Probleme mit den Steuerketten bei den 1,2- und 1,4-Lieter-TSI-Motoren. Am besten nach einem Exemplar mit geringer Laufleistung suchen.
Im Überblick: Gebrauchte Skoda Octavia

Skoda-Neuheiten bis 2020

Skoda E-Citigo Illustration Skoda Kodiaq Coupé Illustration

Autoren: Michael Gebhardt, Katharina Berndt, Stefan Voswinkel

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung