Skoda Octavia: Kaufberatung — 15.07.2011
Es ist nicht alles Golf, was glänzt
Im Skoda steckt einiges vom ewigen Bestseller VW Golf, aber in Sachen Preisgestaltung überholt er seinen Technikspender locker. Welcher Octavia ist die beste Wahl? Eine Kaufberatung.
Überblick: Alle News und Tests zum Skoda Octavia
Bestes Beispiel: der Octavia. Er gilt technisch als 100-prozentiger Golf-Ableger, ist allerdings schon aufgrund seiner Größe kaum noch mit der unteren Mittelklasse verwurzelt. Oder anders formuliert: Ein Passat ist schick, aber ein Octavia bietet 95 Prozent von dessen Nutzwert zu Preisen, die selbst unter Golf-Niveau liegen. Zu schön, um wahr zu sein, oder eiskalt heruntergerechnetes Marketing-Kalkül? Rein optisch ist der Fall zumindest schnell geklärt. Denn Skodas Preisbrecher kleidet sich mittlerweile zwar durchaus adrett, keineswegs aber zu aufreizend. Keine markanten Sicken, keine verspielten Scheinwerfer-Experimente, keine neumodischen Dachlinien. Die Silhouette wirkt ebenso klassisch wie unaufgeregt. Zum Liebling der Schickeria wird es der Octavia damit zwar nicht schaffen, ein Fall für die Schönheits-OP ist er deswegen aber auch nicht. Seine Kernkompetenz offenbart der großformatige Golf-Ableger ohnehin erst im Innenraum. Hier paart sich solide Handwerkskunst mit praktischer Funktionalität. Zum erlesenen Ambiente eines Golf Highline fehlt es zwar noch an einigen Ecken. Doch dafür wirft der Octavia andere Stärken in die Waagschale.Überblick: Alle News und Tests zu Skoda
Die Ergonomie ist ausgezeichnet, Platz vorn wie hinten mehr als ausreichend vorhanden, und das Gepäckabteil lässt sich füttern, bis einem die Arme abfallen. Bereits die dezent in Richtung Fließheck modellierte Limousine nimmt großzügige 560 Liter in sich auf. Im Ernstfall kann sogar bis 1455 Liter aufgestockt werden. Der Combi geht das Thema Gepäcktransport nochmals professioneller an. Er lässt sich besser beladen, trennt sein Transportgut dank variablem Ladeboden (165 Euro) in zwei Ebenen auf und schluckt im Ernstfall mehr als einen Wohnzimmerschrank. Das Platzangebot stimmt also, Ambiente und Optik wirken ebenfalls solide. Doch wie fährt sich der Octavia nun? Antwort: Ausgesprochen erquicklich! Keine Spur von tschechischer Starrköpfigkeit. Das Fahrwerk ist angenehm straff, bietet aber selbst auf langer Strecke noch hohe Komfortreserven. Windgeräusche halten sich ebenfalls in Grenzen. Auch bei der Sicherheit muss niemand Abstriche machen. Selbst die sehr günstige Einstiegsversion "Classic" hat bereits das volle Airbag-Programm an Bord. ABS und ESP sind ebenfalls selbstverständlich.Welcher Skoda Octavia die beste Wahl ist, welche Motoren und Ausstattungen empfehlenswert sind – in der Bildergalerie finden Sie jede Menge Infos dazu. Den kompletten Artikel mit sämtlichen technischen Daten und Tabellen gibt's in AUTO TEST 6/2011 oder als Download im Heftarchiv.
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Kommentare zum Artikel (25)
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Habe dummerweise einen Octavia RS TDI neu gekauft,bin damit aber unzufrieden.
Hatte vorher 163PS V6 Ford Probe mit nur 217Nm,aber konnte im 3.Gang ohne Gas anfahren,35 im 5.Gang fahren (900U/min)jetzt 350Nm TDI zwar Turbobums ab 2000,darunter aber kaum fahrbar.In der Stadt schaltet man immer zwischen 3.und 4.Gang.
Der Diesel fühlt sich bei niedrigen Drehzahlen nach 70PS an,fast wie Honda Motoren.
Kurvenlage ist auch mehr als Bescheiden.Werde mir wieder ein V6 Coupe holen,brauche eigentlich nur 2+2Sitzer und Kofferraum und keinen trägen Pampersbomber.
Seit 2OO9 FAHRE ICH EINEN SKODA RS und kann nür sagen tolles AUTO 5,8liter auf 100 klm,selbst schuld wer glaubt er müsse für 6000euro und mehr einen PASSAT kaufen......
Daß Fließhecks praktisch und schick sind, hat sogar Audi (wieder-) erkannt, nennt seinen Fünftürer aber Coupé.
Die 1,6l Maschine mit 5-6 Litern zu bewegen erfordert sehr viel Diziplin und Respekt.
Für mich ist der 1,8 tsi ein passender Motor für den Octavia. Da ich Kombis nichts abgewinnen kann und trotzdem Praktisch unterwegs sein will, mag ich das Fließheck.
Nur die Ladekannte könnte etwas niedriger ausfallen. Altacken wirkt er immer noch nicht, es kommt halt auf die Farbwahl an.
"Oktavia Combi: 95% Nutzwert des Passat Kombi zum Preis eines Golfes!!! 120% Nutzwert eines A4!!!"
Aber öde altbackene Optik und das schon zu Zeiten als der Wagen einmal NEU war.
Man kann den Octavia altbacken bezeichnen, Fakt ist, das denen bei Skoda eine sehr praktische Karosserie gelungen ist. Das Fließheck im Stile des alten 80er JAhre PAssat hat viel raum zu bieten. Und die 1.6 Liter Maschine ohne Turbo und "Gedöns" zieht sicher keinen Hering vom Teller, ist aber sehr zuverlässig und ausgereift. Um den Allerwertesten jeden Tag zur Arbeit zu fahren, reicht er allemal, Verbrauch: 5-6 Liter mit Tempomat