Skoda Octavia von Frantizek Flachs

Skoda Octavia von Frantizek Flachs Skoda Octavia von Frantizek Flachs

Skoda Octavia von Frantizek Flachs

— 02.02.2006

Premium Pils

Das böhmische Pilsen ist nicht nur für sein gutes Bier berühmt – es ist auch eine Hochburg des Skoda-Tunings. Frantizek Flachs' Octavia informiert über den Stand der Dinge.

Bora-Gesicht für den Octavia

Eine poppige Zweifarbenlackierung, Luftfahrwerk und 18-Zoll-Räder, die sich in die verbreiterten Radkästen schmiegen – so sieht ein Skoda Octavia der Neuzeit aus. Es ist nicht weit von Pilsen in die Hauptstadt Prag, wo das Tuningtreffen zur Autoshow am zweiten Samstag des goldenen Oktobers 2005 stattfand. Die schönsten Tuningcars Tschechiens waren gekommen, um die Saison 2005 in die Winterpause zu verabschieden.

Natürlich gaben die Skoda den Ton an, und unter allen stach einer hervor: Frantizeks Octavia. "Ich habe die Ideen, doch ausführen müssen sie andere", verrät uns der 24-jährige PC-Spezialist.

Das Gesicht ist nicht mehr das eines Octavias. Anstatt eines Grills sitzt ein von Axon Tuning gefertigtes Blech mit drei Ovalen zwischen den Scheinwerfern. Auf der dezent verlängerten Haube hinterließ ein Kumpel sein Monogramm in Form von Lufteinlässen. Das Besondere daran ist die Anordnung mit zwei mittleren Stegen, die die äußeren Sektoren von der mittigen Absenkung trennen. Eigentlich hätte die Frontschürze an einen VW Bora gehört. Mit veränderten Aufhängungspunkten und weiteren Anpassungsarbeiten an der Schnittstelle zur Octavia-Front sitzt "der Bora" wie angegossen.

Spektakuläres Lambo-Orange

Die seitlichen Verlängerungen zu den immensen Radläufen sind kaum zu übersehen. Vordere und hintere Verbreiterungen aus Blech wurden mit Hilfe des Schweißgerätes mit der Karosserie verbunden. Vor allem die hinteren Backen machen den Octavia breit.

Nur wegen der 10,5x18-Zoll-Dynatec-M8 und 255/35er-Bereifung wären die beiden Dächer an der Hinterachse nicht notwendig gewesen. Aufgrund der dank des Airbaggit-Luftfahrwerks extremen Tieferlegung mußte Platz in den Radhäusern des Octavia geschaffen werden. Die Verbreiterungen werden von Seitenschweller des Audi A4 verbunden, die von Axon Tuning gefügig gemacht wurden. Die Heckschürze kommt von einem Hersteller namens Fox. Ihre Kennzeichenausbuchtung wurde tiefergelegt, die Sicken laminiert. Optimal zum Gesamtbild eines properen Hinterteils passen die beidseitig verlegten Endrohre und die hellen Heckleuchten.

Wäre der Octavia wie zu seiner Auslieferung als Neuwagen im Jahr 2001 in Schwarz geblieben, er hätte nie und nimmer dieses Aufsehen erregt. Der in Serienlackierung belassene obere Teil des Fahrzeugs wurde mit etwas Glitter aufgefrischt. Die Kombination mit dem Orange von Lamborghini zieht die Blicke magisch an. Zudem werden beide Farben von durchlaufenden Spitzen und Bögen getrennt, deren von weißem Pinstriping gefaßtes Rot für zusätzlichen Effekt sorgt.

Facts zu Frantizeks Octavia

Unter der Motorhabe des Octavia sorgt der bekannte Konzernmotor 1.9 TDI für Vortrieb. Für "gesiebte" Luft sorgt dagegen ein Filter von JR. Aufgepusht mit einer Powerbox, leistet der Turbodiesel ungefähr 150 PS.

Skoda-Kennern sagt die Bezeichnung Laurin & Klement mit Sicherheit etwas – der Name der Topausstattung des ersten Octavia-Modells (zu Ehren der Firmengründer), dessen Ledersitze sich dieses Exemplar einverleiben durfte. Ein verunfalltes Modell machte die Organspende möglich. Übrigens: Die 100 Jahre alte böhmische Marke ist neben Mercedes und Peugeot eine der drei ältesten noch existierenden Automarken der Welt. Laurin und Klement bauten ab 1905 Automobile und fusionierten 1925 mit den Skoda-Werken aus Pilsen. Und heute ist Skoda ein Exportschlager – wie das Pils.

Autor: Michael Kolb

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