Skoda Rapid Spaceback: Fahrbericht

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Skoda Rapid Spaceback: Fahrbericht

— 24.09.2013

So fährt der Rapid Spaceback

Mit dem Rapid Spaceback legt Skoda einen veritablen Golf-Gegner auf. Doch davon will man offiziell bei den Tschechen nichts wissen. Hier kommt unser Fahrbericht!

Offiziell sieht Skoda den Rapid Spaceback – ein Zwitter aus Kurzheck und Kombi – vor allem als Gegner für Importmodelle wie den Hyundai i30, den Chevrolet Cruze oder den Kia cee'd. Mit ihm will der VW-Konzern die ebenso aufmüpfige wie ambitionierte Konkurrenz aus Korea auf Distanz halten. Doch so ganz nebenbei ist der Spaceback damit auch der vielleicht härteste Herausforderer für den VW Golf. Denn was dem neuen Modell aus dem Osten an moderner Technik, bei der Finesse im Innenraum und auf der Ausstattungsliste fehlt, macht er bei Platz und Preis lässig wieder wett. Obwohl fast 18 Zentimeter kürzer als die vor Jahresfrist eingeführte Rapid Limousine, bietet der 4,30 Meter lange Spaceback bei 2,60 Metern Radstand noch immer den größten Innen- und den üppigsten Kofferraum in der Golf-Klasse und ist mit einem Grundpreis von 14.990 Euro obendrein etwa 3000 Euro günstiger als der billigste Fünftürer aus der Golf-Palette.

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Video: Skoda Rapid Spaceback

So fährt der Rapid Spaceback

Bei der ersten Testfahrt macht der Spaceback denn auch eine ausgesprochen gute Figur. Vorn sitzt man nicht schlechter als in den meisten anderen Kompakten. Hinten wähnt man sich beinahe in der Mittelklasse, so viel Kniefreiheit bietet der Golf-Spieler aus dem nahen Osten. Und bei 415 Litern Kofferraum schon mit aufrechter Rückbank ist der Vergleich mit einem Kombi gar nicht ganz so weit her geholt. Nur beim Tritt auf das Gaspedal bleibt das große Aha-Erlebnis aus. Die Motoren sind allesamt ein wenig brummig und nicht ganz so gut gedämmt wie bei Golf & Co. Und wer flott vorankommen will, der muss den rechten Fuß schon etwas schwerer machen. Dann allerdings wird zum Beispiel der stärkere der beiden Diesel mit seinen 105 PS zum munteren Gesellen und geht mit seinen maximal 250 Nm so beherzt zur Sache, dass man in 10,3 Sekunden Tempo 100 erreicht und es auf der Autobahn immerhin auf 190 km/h bringt. Wer es eiliger hat, schafft mit dem 122-PS-Benziner bis zu 203 km/h und wem die 4,4 Liter Normverbrauch der Diesel zu viel sind, der muss auf die sparsame Green-Line warten, mit der nochmal ein halber Liter weniger drin sein sollte.

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Das Ambiente erreicht nicht Golf-Niveau, der Material-Mix ist trotzdem in Ordnung.

Das Format des Spaceback ist vergleichbar mit dem Golf und das Platzangebot sogar deutlich besser. Aber mit Rücksicht auf die Konzernhierarchie orientiert sich Skoda sehr wohl eine halbe Klasse unter dem Primus aus Wolfsburg. Das beginnt bei der Konstruktion, die nicht auf dem Modularen Querbaukasten fußt, sondern vorn die Technik des Polo und hinten die des letzten Golf aufträgt. Das geht weiter mit den zunächst drei Benzin- und zwei Diesel-Motoren, bei denen schon mit 122 PS wieder Schluss ist, sowie der Ausstattung, die auf Hightech-Extras wie Abstandregelung, Spurführungshilfe oder Online-Navigation verzichtet. Und das endet beim Ambiente, das etwas schlichter ist und mehr Hartplastik zeigt als andere Kompakte. Allerdings hat Skoda mit dem neuen Modell noch einmal nachgelegt und die Kunststofflandschaft mit ein paar Zierkonsolen und einem neuen Lenkrad wirkungsvoll veredelt.

Junge Kunden im Fokus

Zwar bedient der Spaceback ein neues Segment. Aber die alten Ideale leben weiter. "Simply Clever" gilt deshalb auch für das neue Modell, verspricht Entwicklungschef Frank Welsch und lenkt den Blick auf Extras wie die simple aber clevere Halterung fürs Handy im Cupholder, die vielen Taschenhaken im Kofferraum, den eingebauten Mülleimer in der Seitentür oder – ja doch – den mittlerweile hinlänglich bekannten Eiskratzer im Tankdeckel. Aber die Tschechen haben diesmal auch einen Sinn fürs Schöne: Der ganze Stolz von Designchef Jozef Kaban ist deshalb neben den prima Proportionen des Spaceback sein neues Style-Paket. Dazu gehört neben den üblichen Positionen wie größeren Rädern, glänzenden Spiegelkappen und verdunkelten Deckgläsern auf den Leuchten vor allem eine modifizierte Heckklappe: Wo das Serienmodell unter der Scheibe wie üblich einen zehn Zentimeter breiten Blechsteg trägt, wird das schwarz eingefärbte Glas in der Style-Version bis unten hin verlängert und erinnert jetzt ein wenig an iPhone & Co. Das gibt dem Spaceback jene frische Finesse, die auch jüngere Kundenkreise ansprechen soll. Lieber cool sein als klassisch Kombi fahren.

Autor: Thomas Geiger

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