Skoda Superb I: Gebrauchtwagen-Test

— 16.09.2013

Der XXL-Passat

Das automobile Kingsize-Menü zum Sparpreis bietet die erste Generation des Skoda Superb. Der ist im Wesentlichen ein verlängerter Passat. AUTO BILD sagt, was beim Kauf zu beachten ist.



Wie jetzt, Skoda und Großwagen? Na logisch! Von 1934 bis 1949 bauten die Tschechen die Luxuslimousine Superb, die es sogar mit acht Zylindern gab – in Reihe wohlgemerkt. Sein 2001 präsentierter Namensvetter gibt sich deutlich bescheidener, ein Mitglied der Oberklasse ist der Superb nicht – obwohl er mit seinem Großraum-Fond durchaus als Chauffeurwagen taugt. Er schloss vielmehr die Lücke, die ein Ford Scorpio oder ein Opel Senator hinterlassen hat: große Limousine zum Preis der gutbürgerlichen Mittelklasse. Doch Skoda machte den gleichen Fehler wie anfangs Ford und Opel und bot den Langen nicht als Kombi an. Vielleicht ein Grund dafür, dass sich in Deutschland bis zum Produktionsende 2008 nur 26.000 Kunden für einen Superb entschieden hatten.

Unser Testwagen: Skoda Superb 1.9 TDI

Kleiner Diesel, großes Auto, kaum Extras – klingt nach langweiliger Wanderdüne. Doch damit tut man dem Skoda Superb 1.9 TDI Classic Unrecht. Selbst in der Basisausstattung fehlt dem großen Tschechen nichts Wesentliches. Klimaautomatik ist ebenso an Bord ...

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Zum Vergleich: In diesem Zeitraum gingen 315.000 Octavia weg. Ein Auto, das schon damals nur wenige wollten – warum sollten Sie so was gebraucht kaufen? Ganz einfach: Weil der alte Superb supergünstig ist. Mit etwas Glück lassen sich topgepflegte Opa-Limos für nur 5000 Euro finden. Und das wichtigste Argument: Weil der Superb ein ordentliches Auto mit der Großserientechnik des VW Passat ist. Der Superb ist stolze 4,80 Meter lang, eine Mercedes E-Klasse (W 211) nur fünf Zentimeter länger. Im Fond bietet Tschechiens Chefwagen sogar mehr Platz als eine S-Klasse mit kurzem Radstand. Der erste Superb, eine Art Benz des Ostens? Nein. Die Wahrheit ist: Skoda hat den VW Passat der Baureihe 3B/3BG (1996 bis 2005) um zehn Zentimeter gestreckt, oder besser: Skoda hat sich die längere Plattform des "China-Passat" genommen und die Passat-Karosserie nur in Details geändert.
Technische Daten Skoda Superb 1.9 TDI
Motor Vierzylinder-Turbodiesel/vorn längs
Ventile/Nockenwellen 2 je Zylinder/1
Hubraum 1896 cm3
Leistung 96 kW (130 PS) bei 4000/min
Drehmoment 285 Nm bei 1750/min
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h
0-100 km/h 10,6 s
Getriebe/Antrieb Fünfgang manuell/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 62 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 4803/1765/1469 mm
Kofferrauminhalt 462 l
Leergewicht/Zuladung 1540/510 kg
Der verlängerte Radstand kommt ausschließlich den Rückbank-Passagieren zugute. Dennoch ist der Superb ein Familienfreund, vor allem mit dem sparsamen und kräftigen Vierzylinder-TDI. Aber Achtung: Nur den 2.0 TDI mit 140 PS (heute ab 6000 Euro) gab es ab Werk serienmäßig mit einem Partikelfilter. Die 1,9-Liter-TDI-Modelle (101 bis 130 PS) lassen sich jedoch mit einem Filter nachrüsten. Und die laufruhigeren Benziner? Der Basis-Benziner 2.0 mit 115 PS ist problemlos und haltbar, aber drehmomentschwach. Der flottere 1.8 T mit 150 PS nervt häufig mit Turboladerproblemen, und der 2,8-Liter-V6 (193 PS) schluckt rund zwölf Liter Super plus. Klare Empfehlung also für die Vierzylinder-Diesel, die sich mit sechs Litern begnügen – großer Wagen hin oder her.

Auf welche Mängel man beim Kauf eines Skoda Superb achten sollte, zeigen wir in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Im Test: Skoda Superb ab 5000 Euro

Skoda Superb I Gebrauchtwagen Skoda Superb I Skoda Superb I Cockpit

Skoda Superb im autobild.de-Gebrauchtwagenmarkt

Der XXL Passat

Der vollständige Artikel ist ab sofort in unserem Online-Heftarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.
Skoda Superb 1.9 TDI

Veröffentlicht:

30.08.2013

Preis:

1,00 €

Lars Busemann

Lars Busemann

Fazit

Ein Kauftipp ist der Skoda Superb vor allem als 130-PS-TDI aus erster Rentnerhand. Der V6-Benziner ist zu durstig, der V6-TDI zu defektanfällig.



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