Studie: Skoda Vision C

Skoda Vision C (2014): Fahrbericht

— 28.04.2014

Skoda schärft nach

Mit dem Vision C lässt Skoda es krachen. Die bildschöne Coupé-Studie steckt voller Finessen. AUTO BILD durfte mit dem Edel-Skoda schon fahren!

Scharf geschnitten, lang gestreckt, mit hoher Gürtellinie und flachem Aufbau – der Vision C gefällt.

Dieses Grün, zuerst ist da dieses Grün. Giftig, aber nicht grell, leuchtend, aber nicht stechend. Kawasaki tragen so etwas oder auch Lamborghini. Doch jetzt ist der Vision C damit lackiert, die Skoda-Studie. Was soll das denn? Jozef Kaban, der Skoda-Chefdesigner, lächelt vergnügt in sich hinein und sagt: "Ist ja toll, der Vergleich mit Lamborghini, aber ..." Dann erklärt er, wie es dazu kam: Die Farbe ist zum einen an das Firmen-Signet angelehnt, den geflügelten Pfeil auf grünem Grund. Und zum anderen hat Skoda diesen Ton früher schon häufiger benutzt – beim giftigen 130 RS zum Beispiel, einem Heckmotor-Coupé aus den 70ern.

Mit dem Design ist Skoda ein großer Wurf gelungen

Video: Skoda Vision C - Genf 2014

Viertüriges Coupé von Skoda

Der Vision C ist ein Paukenschlag. Ein hinreißendes Coupé mit Klasse und Rasse. Teuer aussehend, scharf geschnitten, lang gestreckt, mit hoher Gürtellinie und flachem Aufbau. Der Kühlergrill lauert sehr dicht über dem Asphalt, die vier Scheinwerfer spielen mit der Dreiecksform und sollen an geschliffenes Kristallglas erinnern. Die Flanke schließt sich klar und schnörkellos an, die derzeit bei manchen so angesagten Sicken und Kanten gibt es hier nicht – weil der Vision C sie nicht braucht, wie seine Gestalter sagen. Stimmt. Das breite Heck ist vielleicht die schönste Seite am Vision C. Seine zackigen Rückleuchten und besonders der nach innen laufende Knick beweisen Eigensinn und Klasse.

Skoda VisionC in Genf 2014: Exklusive Sitzprobe

Robin Hornig am Skoa VisionC Robin Hornig und Jozef Kaban im Skoa VisionC Skoa VisionC
Innen wartet ein auch im Fond luftiges Abteil mit vier sportlich geschnittenen Einzel-Sitzschalen. Vor dem Fahrer liegt ein hochauflösendes 3D-Display, frei programmierbar, wie es bei Skoda in naher Zukunft üblich sein wird. Und das große Touchscreen-Display in der Mitte steuert allerlei Multimediafunktionen. Zwei Bildschirme gibt es auch für die Fondpassagiere, sie stecken in den Kopfstützen der Vordersitze.

Das Interieur zitiert böhmische Glashandwerkskunst

Eigene Note: Für eine besondere Atmosphäre sorgt in der Studie vor allem das überall verbaute Glas.

Für eine besondere Atmosphäre sorgt vor allem das überall verbaute Glas. Ja, wirklich Glas, nicht irgendein Kunststoff. Klar und hell schimmernd, durchsichtig und kühl wie Eis. Der obere Teil der Mittelkonsole besteht daraus, in den Türen gibt es große, hinterleuchtete Dekorteile. Mmmhh, und was bitte sagt uns das? Kaban freut sich wieder und setzt noch einen drauf: "Echtes Kristall übrigens. Alles handgeschliffen." Das erklärt die vielen kleinen Kerben an der Oberfläche. "Dieses Glas soll die Verbindung zur tschechischen Handwerkskunst herstellen. Kaum ein Erzeugnis steht seit Jahrhunderten so dafür wie geschliffenes böhmisches Kristall. Skoda möchte in diesem Sinn eben auch traditionelle Werte bewahren." Schöne Idee, tolle Show. Seriennäher und realistischer ist dann schon die Technik. "Wir wollten Attraktivität mit Vernunft verbinden. Ein V8 oder so etwas ergibt für uns keinen Sinn, auch in einer Studie nicht", betont Kaban. "Das wäre nicht Skoda." Also wird der Vision von einem 1,4-Liter-TSI mit 110 PS angetrieben, wahlweise mit Super oder Erdgas zu betreiben. DSG gehört dazu, eine Spitze von 214 km/h soll möglich sein.

Studie: Skoda Vision C

Das wollen wir dem wertvollen Einzelstück dann doch ersparen, der Vision C bewegt sich bei weit niedrigerem Tempo jedenfalls ganz normal. Etwa wie, sagen wir einfach mal, ein Octavia. Lenkung, Bremse, Getriebe – alles funktioniert, nur Federn und Dämpfer sind wohl vom Rumstehen auf den Messen leicht angeschlagen. Und die ganzen tollen Bildschirminstrumente spinnen total – die sind wirklich nur Show. Der Vision C ist aber mehr als das: ein ernsthafter Ausblick auf die neue Skoda-Designlinie. Und vielleicht sogar ein hinreißendes Auto für 2017. Schön wäre das ja. Nicht nur in Grün.
Dirk Branke

Dirk Branke

Fazit

Der Vision C hat Stil, Klasse und Finesse. Skoda schwimmt gerade auf einer Erfolgswelle, mit dem Coupé legen die Tschechen nach und zeigen eindrucksvoll, was sie draufhaben. Tolle Aussichten.

Stichworte:

Coupé Studie

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