Smart Cabrio (ab 2000)

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Smart Cabrio (ab 2000)

— 16.07.2003

Mini Auto – Maxi Preis

Cabrios sind wertstabil, das gilt auch für den offenen Smart. Der ist so teuer, dass wir lieber gleich einen Neuen empfehlen.

Fahrwerk und Qualität

Das Leben kann so einfach sein. Zum Beispiel bei der Parkplatzsuche vor dem Szenecafé. Während Porsche-Fahrer noch überlegen, ob ihr Elfer überhaupt in die Lücke passt, bekommen Smart-Fahrer schon den Cappuccino serviert. Aber wir täten dem kleinsten und preiswertesten Cabrio auf dem Markt Unrecht, seine Qualitäten allein auf das Parken zu reduzieren.

Fakt ist, dass der Frischluft-Faktor über viele Schwächen des Konzepts Smart hinwegtröstet. Ist das Dach erst mal geöffnet, stört die indirekte und recht schwergängige Lenkung kaum noch, und auch das hoppelige Fahrwerk wirkt plötzlich viel weniger erschütternd. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob der Fahrer lediglich das Faltschiebedach öffnet oder die Maximal-Belüftung wählt.

Also: Entfernen der Dachholme, die Platz in einer Halterung in der Kofferklappe finden, und Zurückklappen des gesamten Stoffdachs. Der Cabrio-Effekt steigert sich natürlich mit zunehmender Entblätterung, typische Begleiterscheinungen wie das Verwinden der Karosserie bleiben jedoch aus – der Smart ist auch in der Open-Air-Ausführung außerordentlich steif.

Technik und Motor

Hinzu kommt, dass auch das Verdeck von erstklassiger Qualität ist. Und der Geräuschpegel liegt kaum höher als im geschlossenen Smart. Nachteile beschränken sich auf die kratzempfindliche Plastik-Heckscheibe und die winzige Ladeluke zum gewohnt kleinen Kofferraum. Der Antrieb ist identisch mit denen der Blechdach-Smarties. Also 55-PS-Benziner und ab Ende 2000 auch 61 PS, zudem der cdi.

Der gilt als Geheimtipp gerade für das etwas schwerere Cabrio, bietet viel Zugkraft im Drehzahlkeller und geht freundlich surrend seiner Arbeit nach. Die Benziner dagegen wachen erst obenrum richtig auf, zeigen dann sogar ein wenig Biss, aber leeren auch zügig den bis Mitte 2002 nur 22 Liter kleinen Tank (ab Mitte 2002: 33 Liter – außer cdi). Probleme sind selten, vereinzelt defekte Turbos, Ölverbrauch und manchmal Ärger mit undichten Kunststoffsaugrohren.

Spiel in den Gelenken der Vorderachse betrifft dagegen nur die ersten Cabrios, während des laufenden Baujahres 2000 wurden die Teile verstärkt. Trotzdem haben die älteren Cabrios ein Problem: ihr Preis. Unter 9000 Euro geht wenig, der Werterhalt ist enorm. Da erscheint es fast günstiger, für 12.140 Euro gleich ein neues Smart Cabrio zu bestellen. Mit ESP, größerem Tank und Steuerbefreiung dank Euro 4. Der Mehrpreis lässt sich leicht beim Cappuccino einsparen.

Historie, Schwächen, Kosten

Modellgeschichte 7/98 Einführung der Smart-Limousine in Deutschland. 0,6-l-Turbomotor mit 45 oder 55 PS, Karosserie als Monocoque-Struktur mit durchgefärbten Plastikverkleidungen. Zwei Ausstattungsvarianten: pure und pulse. Ab 1/99 auch passion 9/99 Smart CDI mit 0,8-l-Common-Rail-Diesel, 41 PS 3/00 Einführung Smart Cabrio. 55 PS, zwei Ausstattungen: pulse und passion 11/00 Cabrio auch als cdi lieferbar und in Ausstattung pure 3/03 Serienausstattung verbessert, ESP Serie für alle Modelle

Schwachstellen • Beleuchtung gehört zu den ärgsten Mängeln beim TÜV, gerügt werden vor allem fehlerhafte Einstellung der Scheinwerfer und defekte Glühlampen • Vorderachse zeigt mitunter Spiel in den Lenkgelenken, zur Beseitigung rief Smart einen Teil der Fahrzeuge bis Baujahr 2000 zurück in die Werkstatt • Turbolader ist in einigen Fällen kaputtgegangen. Allerdings ist die Ursache nicht immer eindeutig – in Frage kommt auch illegales Chiptuning, wodurch der Ladedruck steigt • Lichtmaschine zeigte sich in den Baujahren 98 und 99 etwas anfällig • Motoren sind grundsätzlich sehr standfest, manche neigen allerdings zu erhöhtem Ölverbrauch und Problemen mit dem Ansaugrohr aus Plastik

Reparaturkosten Preise inklusive Lohn und Mehrwertsteuer am Beispiel Smart Cabrio pulse, 45 kW/61 PS, Baujahr 2001. Wir können uns nicht erinnern, jemals günstigere Teilepreise notiert zu haben. Vor allem die Verschleißartikel sind teilweise sensationell preiswert.

Fazit und Modellempfehlung

Fazit "Der Smart gehört zu den Musterkandidaten bei der Hauptuntersuchung. Die wenigen Mängel betreffen vor allem die Beleuchtung, bei der falsch eingestellte Scheinwerfer und durchgebrannte Lampen die Bilanz verderben. Sehr solide ist dagegen das Fahrwerk, allerdings kann es zu Verschleiß an Spurstangenköpfen und Traggelenken kommen. Rost ist dagegen überhaupt nicht zu sehen, und die Zahlen für die Bremsen und den Auspuff sind vorbildlich." Werner Lyrmann, Gutachter TÜV Rheinland/Berlin-Brandenburg

Modellempfehlung Smart Cabrio pulse (45 kW/61 PS)

Steuer/Schadstoffklasse: 30 Euro/Euro 3 Testverbrauch: Werksangabe 4,9 Liter, gemessen 6,1 Liter (Super) Versicherung: Vollkasko (11/1000 Euro SB): 346 Euro. Teilkasko (26/300 Euro SB): 194 Euro. Haftpflicht (12): 630 Euro (Basis: ONTOS-Jahrestarife für Regionalklasse Berlin, 100 Prozent) Inspektion/Kosten: 15.000 Kilometer. Kosten: etwa 200 bis 350 Euro Wertverlust: Dreijährige verlieren nur rund 21 Prozent vom Neupreis (Händlerverkaufspreis), danach jährlich um 700 Euro Verlust

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