Smart city-coupé

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Smart city-coupé

— 25.02.2003

Frisch frisiert

Fit für den zweiten Frühling: Das Smart city-coupé ist nicht nur stärker, sondern auch komfortabler geworden.

Schluss mit den langen Schaltpausen

Von Magret Hucko Jetzt sitz ich drin – in der Beziehungsfalle. Dabei wollte ich nur schnell über die A1 nach Hause fahren. Und jetzt? Jetzt bin ich verabredet mit einem Unbekannten – eingeladen zu einem Blind Date.

Ich blättere in der Bedienungsanleitung des neuen Smart city-coupé. Was im Handbuch bei Toyota förmlich "Funktion der Instrumente und Bedienungselemente" heißt, firmiert in der Smart-Anleitung neumodisch unter "Blind Date". Aha! Der Smart ist also eine Beziehungskiste – eine ohne größere Krisen?

Das Vorgängermodell und ich sind nie wirklich Freunde geworden: Zu ruckelig war die Schaltung, zu lang die Schaltpausen im Automatikmodus und das Fahrwerk hart wie Asphalt. Die Gedenksekunde, bis sich das automatisierte Sechsganggetriebe den richtigen Gang gesucht hatte, schien ewig. Das ist jetzt besser geworden. Viel besser sogar – wenn auch noch nicht perfekt.

Spurtstärker als das Vorgängermodell

Auch an der Federung haben die Ingenieure gearbeitet. Die ist jetzt deutlich komfortabler, immer noch straff, aber Schlaglöcher nimmt der Kleine jetzt gelassener. Endlich ist der Smart für Stadtspaziergänge so gerüstet, wie er von Anfang an hätte sein müssen.

Und schneller ist er auch geworden. Zügig marschiert Smarti in 15,8 Sekunden auf 100 km/h – beinahe drei Sekunden schneller als vorher. Der Dreizylinder-Turbo hat jetzt 61 PS aus 700 cm3 Hubraum (der kleinere 50 PS), eine Kickdown-Funktion und mehr Drehmoment. Dafür schluckt er aber auch mehr Sprit. Unser Testverbrauch lag bei 6,1 Litern – 5,2 Liter waren es bisher.

Je älter der Smart wird, desto jugendlicher wird sein Äußeres. Auf der Haube klebt ein neues Logo, für die Ausstattungslinie Pulse und Passion gibt's zum Beispiel ein Ledersportlenkrad mit Lenkradschaltung. Das kostet aber 550 Euro extra.

Technische Daten im Überblick

Was mir an meinem Blind Date besonders gefallen hat, sind die inneren Werte: ESP (nicht abschaltbar) gibt es nun und ist wie das ABS serienmäßig. Ebenso der Brems- (BAST) und Anfahrassistent (AAS). An Steigungen hält er den Smart nach Lösen der Bremse 0,7 Sekunden fest und verhindert so ungewolltes Zurückrollen. Beste Voraussetzungen also für eine tolle Beziehung. Wenn es trotzdem zu Pannen kommen sollte, hilft das Handbuch weiter. Wie das Kapitel bei Smart heißt? Wie im richtigen Leben: Beziehungskrise.

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