Smart forfour

Smart forfour

— 27.06.2003

Robbie, Hubbi und das Vierwatüt

Smart für vier. Zum Fahren, zum Chillen, als Auto, als Lounge. Das neue Familienmitglied soll den Smart groß rausbringen. Mit und ohne Teenie-Idol Williams.

Weltpremiere auf der Baustelle

Der Mann hat nicht einmal einen Führerschein. Autos sammelt er trotzdem. Geld bekommt Superstar Robbie Williams dafür auch noch. Von Smart-Chef Andreas Renschler und dessen Boss. "Lieber Jürgen" nennt der Renschler den, und "Vater der Marke Smart". Professor Hubbert sagen alle anderen.

Am Donnerstagabend stellten sie gemeinsam den neuen Smart forfour vor. Im künftigen Smart-Terminal des Flughafens Zürich. Da kommt offiziell noch keiner rein, genauso wenig wie in den großen Smart. Gucken und anfassen war aber schon mal erlaubt – für Journalisten aus aller Welt. Fahren leider nicht.

"Vor ein paar Jahren hätte ich mich nicht getraut, einen Smart auf einer Baustelle zu präsentieren", sagte Mercedes Car Group-Vorstand Jürgen Hubbert zu Beginn der farbenfrohen Präsentation. Heute ist das anders: "Mit dem Smart city-coupé ist es uns gelungen, zahlreiche Kunden davon zu überzeugen, dass vollwertige Fahrzeuge nicht unbedingt vier Sitze benötigen. Mit dem Smart roadster haben wir bewiesen, dass Fahrspaß nicht von der PS-Zahl abhängt. Mit dem Smart forfour wollen wir zeigen, dass ein echter Smart auch mehr als zwei Sitze haben kann." Und obendrein Sportsgeist beweist.

Zwei Diesel-, drei Benzinmotoren

Fünf Motoren spendiert die Weltkonzern seinem jüngsten Smart-Spross. Zwei Dreizylinder-Diesel (1,5 cdi) mit 50 und 70 kW sowie drei Benziner mit 1,1 Liter (55 kW, Dreizylinder), 1,3 (70 kW) und 1,5 (80 kW, jeweils Vierzylinder). Die Topmaschine soll es auf 190 km/h Spitze bringen, die Diesel sollen vor allem mit Drehmoment beeindrucken.

"Spaß ist geil", lautet die Devise, in Anlehnung an die neue Smart-roadster-Werbung ("Geiz ist geil? Spaß ist geil!"). Bei einem Gewicht von unter 1000 Kilo "bietet der forfour mit bis zu 12,2 Kilo pro kW (neun kg pro PS) ein sehr niedriges Leistungsgewicht und liegt auf demselben Niveau wie Smart roadster und roadster-coupé", betont Andreas Renschler. Die breite Spur von 1460 Millimetern vorn und 1445 mm hinten soll in Kombination mit einem Gesamtfederweg von 170 mm vorn und 180 mm hinten lästige Wankbewegungen ausmerzen und dafür sorgen, "dass Insassen unangenehme Stöße erspart bleiben".

Die sollen schließlich Spaß haben, an sich und ihrem Smart. Deshalb dürfen sie auch erstmals konventionell schalten (Fünfgang-Getriebe). Oder sich wie gehabt per Sechsgang-Automatik Smart-typisch fortbewegen. Zielgruppe sind die Leute, "die sich von der Masse abheben, ohne sich abzugrenzen", weiß Renschler. Der zudem beobachtet haben will, "dass Smartfahrer an der Ampel immer zurücklächeln". Open your mind, open your mouth.

Lümmeln wie im trendy Club

"Emotionen wecken und Lebensfreude vermitteln", lautet die gewünschte Erfolgsformel des 3752 mm langen, 1684 mm breiten und 1450 mm hohen Fünftürers für vier bis fünf Personen. Fast noch über dem Thema Fahrspaß steht das heikle Thema Sicherheit. Vier Scheibenbremsen, ESP, vier Airbags (plus optionalen Windowbags), Isofix, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer – all das gibt es serienmäßig bei der Gemeinschafts-Produktion von Smart und Mitsubishi (40 Prozent Gleichteile mit dem neuen kleinen Japaner).

Dazu kommen Smart-typische Goodies wie drollige Armaturen, stoffbezogene Ablagen, Panorama-Glasdach (bei "passion" Serie) und variable Sitze. Derer hat der forfour serienmäßig vier. Gegen Aufpreis gibt es eine Dreier-Rückbank mit dritter Kopfstütze und integriertem Dreipunktgurt (an der Rückenlehne verankert). Ebenfalls gegen Aufpreis: das "lounge concept", das dem "Interieur des forfour die Atmosphäre eines veritablen Wohnraums" – so steht es in der Pressemappe – bescheren soll. Die vorderen Sitze lassen sich dabei nach vorn umklappen, die hinteren Ecken der Rückbank mit Zusatzpolstern dekorieren. Lümmeln wie im trendy Club.

Für Beinfreiheit im Lounge-Mobil sorgt die verschiebbare Rücksitzbank. Je nach Stellung erlaubt sie 270 Liter Gepäckvolumen (Mittelstellung) bzw. 620 (umgeklappte Rücksitzlehnen) oder 910 l (Vorklappen der Sitzanlage). Für standesgemäße Untermalung des Sit-ins sorgt die optionale Soundanlage, für präzisen Locationwechsel Navigationssystem oder gleich der Mercedes-Benz-Klassiker Comand.

Dritte Baureihe, dritte Frontoptik

Aufmerksamkeit ist den künftigen forfour-Besitzern oder -Besuchern schon jetzt sicher. Optisch ist der große Smart ganz klar ein eben solcher: Tridion-Sicherheitszelle, Zweifarbenoptik, auswechselbare "Body-Panels" – alles wie gehabt (Ausstattungen pulse und passion), auch in groß.

Von vorn liefert Smarts Baureihe Nummer drei (city-coupé/cabrio, roadster/roadster-coupé) Optik Nummer drei: Zwei mal zwei Scheinwerfer, breiter Grill, kecke Lufteinlässe – fast möchte man meinen, Porsches angekündigte vierte Baureihe wäre ein innovativer Kleinwagen. Auffällig und charmant wie die Front auch das Heck: Drei dreidimensional gestaltete Einzelleuchten übereinander rahmen die große Hechscheibe ein. Ausgestellte Kotflügel geben dem Racker Kontur. Und lassen vermuten, was hinter der vierten Baureihe steckt, die Smart 2005/06 bringen will: ein SUV auf forfour-Basis, als Appetitmacher für den Einstieg in den US-Markt.

Ab April 2004 soll der Erwachsenen-Smart zu haben sein. Sollte die Aufpreisliste etwas moderater ausfallen als beim roadster/roadster-coupé, dürfte dem Erfolg (Smart feiert dieser Tage 500.000 verkaufte Fahrzeuge) nichts im Wege stehen: 11.000 Euro ruft das trendige Standbein der Mercedes Car Group (Mercedes-Benz, Maybach, Smart) fürs Basismodell auf, macht mit Mehrwertsteuer nicht mal 13.000 Euro. Für ein garantiertes Lächeln an der Ampel ein fairer Preis.

Warm-up-Parties und "ambassadors"

Zu bewundern gibt es den forfour schon jetzt: Auf der Website www.smart.com läuft der neue Werbespot mit Robbie Williams, wie beim Crossblade Botschafter und Promi-Aushängeschild von Smart.

Mit seiner Europa-Tournee (Juli bis August 2003) startet auch die Promo-Tour des forfour. Jeweils drei Tage vor den Konzerten können so genannte "Smart forfour ambassadors" das neue Modell zum ersten Mal persönlich erleben. Neben diesem ersten Eindruck erhalten die "ambassadors" auch die Chance, Tickets für die ausverkaufte Tour zu gewinnen.

Jeweils in der Nacht vor dem Konzert des britischen Entertainers läutet Smart "Warm-up-Parties" ein. Neben Musik und Bildern von Robbie in einem angesagten Club vor Ort, können "Fans und Friends" fünf mal zwei VIP-Packages – Eintrittskarte inklusive Hospitality-Area-Zugang – in einer amerikanischen Versteigerung gewinnen. Der Erlös dieser Aktion geht an Robbies Stiftung "Give it Sum!" (Kids und Teens in Not).

Die Termine • 29. Juni - 1. Juli 2003 Paris • 1. Juli - 3. Juli Wien • 3. Juli - 5. Juli München • 5. Juli - 7. Juli Berlin • 8. Juli - 10. Juli Stuttgart • 10. Juli - 12. Juli Düsseldorf/Köln • 14. Juli - 16. Juli Amsterdam • 17. Juli - 19. Juli Hamburg • 29. Juli - 31. Juli 2003 London.

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