Smart forfour Brabus im Test

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Smart forfour Brabus: Test

— 09.01.2017

Fit four fun?

Der Smart forfour Brabus ist das neue Topmodell des viersitzigen Heckmotor-Kleinwagens. Ist er mit 109 PS auch eine echte Rennsemmel?

Smart fortwo und forfour des aktuellen Typs 453 wurden gemeinsam mit Renault entwickelt, der forfour findet seine technische Entsprechung im Twingo. Hier wie dort waren bisher 90 PS das Maximum. Nun schiebt Smart das Brabus-Modell mit immerhin 109 PS und serienmäßigem Doppelkupplungsgetriebe nach.

Das ESP steht einer spaßigen Dynamik im Weg

Video: Smart Brabus vs VW Golf I GTI (2016)

Der Alte zeigt's dem Jungen

 • Längsdynamik: Auf der Rennstrecke legt sich der 0,9-Liter-Turbodreizylinder ordentlich ins Zeug, schiebt dank Hinterradantrieb ohne Traktionsprobleme aus dem Startblock. Das Doppelkupplungsgetriebe dürfte im Dynamik-Modus aber mit noch kürzeren Schaltzeiten und späteren Schaltpunkten aufwarten. Schaltpaddel am Lenkrad und Race-Start-Funktion machen was her, wirklich sportlich geht aber anders. • Querdynamik: Flott und mit wenig Seitenneigung fegt der Brabus durch Kurven. Weil das ESP den forfour aber stets sicher auf Kurs halten muss und sich auch für die Rennpiste nicht abschalten lässt, gibt es ständig den Spielverderber. In forsch angegangenen Kurven staucht es den Wagen gnadenlos zusammen und entlässt ihn brav bummelnd auf die nächste Gerade.
Alle News und Tests zum Smart forfour Brabus

Beim Preis sind gute Nerven gefragt

Kostbarer Kleinwagen: Smart verlangt für den forfour im Brabus-Trimm mindestens 20.520 Euro.

Da kannst du an der mäßig direkten Lenkung reißen, wie du willst – vom Heckantrieb spürst du nichts. Kein vorlauter Po-Wackler, kein übermütiges Eindrehen, nicht mal ein zaghaftes Zucken. Das ist für den Alltag sicher die richtige Einstellung, für ein paar spaßige Runden hätten wir uns vom ESP aber einen toleranteren Sportmodus gewünscht. Und: Die Sitze sehen zwar sportlich aus, unterstützen den Fahrer im Angriffsmodus aber nur mäßig. • Emotion: Edle Lacke, schicke Räder, Panorama-Glasdach – der Brabus Forfour weiß, was die Kundschaft schätzt. • Alltag: Begabtes Stadtauto mit Mikro- Wendekreis. Fond und Kofferraum sind knapp bemessen. • Preis/Leistung: Der Brabus forfour kostet mindestens 20.520 Euro – dafür gibt’s auch einen fünftürigen VW Polo 1.0 TSI DSG mit 110 PS.
Fahrzeugdaten Smart forfour Brabus
Motorbauart R3, Turbo
Einbaulage hinten quer
Hubraum 898 cm³
kW (PS) bei 1/min 80 (109)/5750
Literleistung 121 PS/l
Nm bei 1/min 170 / 2000
Antrieb Hinterrad
Getriebe 6-G.-Doppelkuppl.
Bremsen vorn 259 mm/innenbelüftet
Bremsen hinten Trommeln
Reifengröße vorn 185/45 R 17
Reifengröße hinten 205/40 R 17
Maße L/B/H 3525/1665/1543 mm
Beschleunigung
0-100 km/h 10,3 s
0-160 km/h 32,6 s
Zwischenspurt
60-100 km/h 5,7 s
80-120 km/h 8,0 s
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 37,4 m
aus 100 km/h warm 37,2 m
Vmax 180 km/h
Testverbrauch 5,9 l/100 km Super
Leergew./Zuladung 1096/364 kg
Leistungsgewicht 10,1 kg/PS
Testwagenpreis 21.500 Euro
Autor:

Florian Neher

Fazit

Für Smart hat Fahrsicherheit oberste Priorität. Daher bremst das nicht deaktivierbare ESP den Brabus forfour früh und nachhaltig ein. Schade, denn aus dem Heckmotor-Kleinwagen ließe sich eine echte Fahrspaßgranate machen. Brabus hätte das Know-how – wenn sie nur dürften ...

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