Smart fortwo in den USA — 08.11.2007
Kleines Auto, großes Kino
Die USA sind reif für den fortwo, sagt Smart. Rund zehn Jahre nach seinem Europa-Debüt geht der Mini-Daimler im Land der Superlativen an den Start – begleitet von einer ausgeklügelten Imagekampagne.
Seit Monaten rührt Smart schon die Werbetrommel
Damit soll jetzt Schluss sein: "Das richtige Auto zur richtigen Zeit", philosophiert Smart und rührt schon seit Monaten die große Werbetrommel für den Winzling, der im Januar 2008 an die ersten amerikanischen Kunden ausgeliefert wird. Während einer Roadshow quer durchs Land stehen sie Schlange, berichtet der Hersteller stolz. Bis Mitte November sollen so über 75.000 Menschen in mehr als 50 Städten erreicht werden. Ein bisschen kaufen kann man sogar auch schon: Wer 99 Dollar Anzahlung leistet, hat sich seinen Smart schon mal gesichert. 30.000 Kunden sollen das Angebot bereits genutzt haben.Solche Zahlen müssen allerdings im Kontext gesehen werden, immerhin geht es hier um den größten Automarkt der Welt. Nur mal so zum Vergleich: Allein in Italien und Frankreich zählte Fiat für den neuen 500 noch vor der Markteinführung bereits 80.000 Vorbestellungen. Kein Wunder, denn dort ist die Baureihe seit Jahrzehnten Kult. Ein Status, den sich der Smart in den USA erst noch erarbeiten muss. Während dem italienischen Autofahrer traditionell ein bisschen Blech und Charme ausreichen, ist der Amerikaner technisch anspruchsvoller. Vor allem sicher soll ein Auto sein, dazu ökologisch unbedenklich und natürlich geizig mit dem teuren Kraftstoff umgehen. Sauber und sparsam, das sieht man dem Kleinen auf den ersten Blick an. Aber "sicher"?
Das Thema wirft dem amerikanischen Betrachter doch arge Sorgenfalten ins Gesicht. Schließlich sind die strengen staatlichen Anforderungen auch ein Grund dafür, dass erst die zweite Generation des fortwo in den USA antreten darf. Bei ihr wurden bestimmte Details eigens an die lokalen Sicherheitsvorgaben angepasst: Die Airbags zünden zweistufig, die Türen wurden verstärkt, die vordere Stoßstange ist größer als die der Europa-Version. "Der neue Smart wurde von den Mercedes-Benz-Sicherheitsexperten entwickelt", ruft die Daimler-Tochter in Erinnerung. Diese Argumentation zieht und ersetzt schon fast den fehlenden Stern auf dem Fronthäubchen. Ach ja, "ESP und ABS sind Standard", erklärt die Pressemappe den amerikanischen Journalisten. Für uns nichts Neues, mit anderen Worten: Der Elch und wir wissen schon, warum.


































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