Smart forvision: IAA 2011

Smart forvision: IAA 2011

— 01.09.2011

Smart fortwo für morgen

Mit der Studie forvision gibt Smart auf der IAA einen Ausblick in die Zukunft des Elektroautos. Wichtigste Vorgaben: Leicht sollte der forvision werden und besonders effizient.

Smart forvision: Wer dabei an einen neuen forfour denkt, der wird enttäuscht: Die Studie forvision auf der IAA 2011 lässt erahnen, wie der fortwo der Zukunft aussehen könnte. 2014 soll es so weit sein – und da scheinen uns einige Überraschungen zu erwarten. Weil Smart für das Concept Car mit BASF kooperiert hat, trägt der forvision einige Technikschmankerl in sich, die alle entweder wirklich seriennah oder in ihrer Entwicklung bereits weit fortgeschritten sind. Dabei setzt die Studie auf geringes Gewicht, nutzt Energie besonders effizient und soll auch beim Temperaturmanagement neue Wege fahren. Ein Elektroantrieb, zu dessen Leistung sich Smart nicht näher äußert, sorgt für sauberen Vortrieb. Bei der Optik verleugnet der forvision den künftigen fortwo nicht. Alles fällt etwas runder und knubbeliger aus und wird mit zahlreichen Sicken aufgepeppt, dazu kombiniert Smart eine weiße Karosserie mit einer kupferfarbenen Sicherheitszelle. Der Glanzeffekt im Lack wird mit Alu-Partikeln erzeugt, das soll für wechselnde Effekte je nach Lichteinfall sorgen.

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Solarzellen im transparenten Dach versorgen Lüftung und Multimedia-Elektronik mit Strom.

Die Frontscheinwerfer werden von einem Lichtring eingefasst, der Tagfahrlicht und Blinker kombiniert. In den Rücklichtern sind kleine Propeller integriert, die Abluft von innen nach draußen pusten. Das transparente Dach ist mit Solarzellen bestückt, das Lüftung und Multimedia-Komponenten des forvision mit Strom versorgt. Darunter sitzen teiltransparente organische Leuchtdioden (OLED), die nicht nur extrem wenig Strom verbrauchen, sondern den Innenraum in frei wählbaren Farben illuminieren. Um Gewicht zu sparen, wurde statt Metall kohlefaserverstärktes Epoxidharz verwendet. Und auch die Felgen setzen auf Leichtbau, laut Daimler wurde dafür weltweit zum ersten Mal glasfaserverstärkter Kunststoff verbaut, der 30 Prozent weniger Gewicht möglich macht.

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Das weiße Interieur mit beleuchteten Türen und dem nach oben offenen Lenkrad erinnert mehr an eine Lounge als ein Auto.

Innen wird weiter Gewicht gespart: Die selbsttragenden Sitzschalen aus Kunstoff sind mit Schaumstoff gepolstert, der mit unterschiedlichen Härtegraden aufgeschäumt wurde. Die Bezüge sind aus sogenannten E-Textilien, die Strom leiten können und gleichzeitig als Sitzheizung fungieren. Damit die Temperatur im forvision im Sommer nicht zu sehr ansteigt, sitzt zwischen den Scheiben eine von BASF entwickelte Folie, die Infrarotstrahlung wegfiltert. Auch der Lack ist beschichtet und soll vor Wärme- und Infrarotstrahlung schützen. Gemeinsam mit in den Schaumstoffen in den Karosseriepanels als zusätzliche Dämmung soll es bei starker Sonneneinstrahlung in der Studie bis zu vier Grad kühler sein als in herkömmlichen Autos. Im Winter tragen die Schaumstoffe dazu bei, dass es mollig warm bleibt. Das weiße Interieur mit blau beleuchteten Türen und dem nach oben offenen Lenkrad erinnert mehr an eine Lounge als ein Auto, die LED-Instrumente sind auf ein Minimum reduziert. Die – passend zum Tridion-Rahmen – kupferfarben eingefasste ellipsenförmige Bedienoberfläche ist im ausgeschalteten Zustand halbtransparent. Nach dem Einschalten des Fahrzeugs werden alle Cockpit-Informationen auf die dann lichtdurchlässige Fläche projiziert. Die Bedienmenüs kann der Fahrer über den Touchscreen wechseln. Klingt alles nach Captain Future, soll aber schon bald kommen. Wir sind gespannt.

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