Smartphone im Auto: Geldbuße trotz Halterung

Smartphone im Auto: Geldbuße trotz Halterung

— 24.06.2015

Wer tippt, der zahlt

Eigentlich ist die Nutzung des Handys erlaubt, wenn das Gerät in einer Halterung steckt. Wer darauf tippt, muss dennoch mit Konsequenzen rechnen.

(dpa/mas) Das Smartphone darf im Auto bedient werden – sofern es fest in einer Halterung steckt. Doch zu viel sollten Autofahrer auf dem Display nicht herumtippen. "Einen Anruf entgegenzunehmen, ist unproblematisch. Aber wer eine SMS schreibt, muss mit Konsequenzen rechnen", sagt Hannes Krämer, Rechtsexperte beim Auto-Club Europa (ACE).
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Kiffen, Saufen, SMS!

Zwar verbietet die Straßenverkehrsordnung in Paragraf 23 die Benutzung des Handys nur dann, wenn es "aufgenommen oder gehalten werden muss". Aber laut Krämer will der Gesetzesgeber mit der Regel sicherstellen, dass Autofahrer grundsätzlich beide Hände am Steuer haben. Wer permanent auf dem Handy tippt – auch mit Halterung – erfülle den Tatbestand der rechtswidrigen Nutzung, so Krämer. Autofahrer müssen dann mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und mit einem Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen.
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Wenn es zu einem schwerwiegenden Unfall kommt und nachgewiesen wird, dass der Fahrer durch das Tippen abgelenkt war, kann der Betroffene außerdem wegen fahrlässiger Tötung oder fahrlässiger Körperverletzung zur Rechenschaft gezogen werden. Dem Fahrer drohen bis zu drei Jahre beziehungsweise bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte deshalb eine Sprachsteuerung nutzen.

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