Solarenergie für Elektroautos

Solarenergie für Elektroautos

— 29.06.2009

Streit um Afrika-Strom

Ein Mega-Solarprojekt in Afrika soll im Jahr 2020 die Energieprobleme Europas lösen helfen. Innerhalb der Elektroauto-Lobby ist das 400 Milliarden Euro teure Vorhaben höchst umstritten.

Mit Kritik haben Verbände wie die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) auf das Konzept Desertec reagiert, bei dem Solarenergie in großem Stil in Nordafrika gewonnen werden soll. Einen "Gigantismus, den keiner braucht", nannte Tomi Engel vom DGS-Fachausschuss für solare Mobilität das mit 400 Milliarden Euro veranschlagte größte Ökostrom-Projekt aller Zeiten. Begründung: Schon jetzt reiche der bei uns produzierte Strom aus erneuerbaren Energien aus, um die Akkus von einer Million Elektroautos zu speisen.

"Subventionsruine" in der Wüste?

Auch die Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien, Eurosolar, kritisiert den Afrika-Strom. "Bis Solarstrom aus Nordafrika zu den von Desertec versprochenen Preisen geliefert werden kann, also frühestens in zehn Jahren, wird die Solar- und Windstrom erzeugung hierzulande deutlich preisgünstiger sein", so der Eurosolar-Präsident Hermann Scheer, der vor einer "Fata Morgana" warnt, die sich später als eine "Subventionsruine" erweisen könnte.

Die von einem deutschen Unternehmens-Konsortium (unter anderem RWE, E.ON, Siemens) an Standorten wie Marokko, Mauretanien und Algerien geplanten Parabolrinnen-Kraftwerke sollen ab 2020 Öko-Strom für Europa liefern.

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