SolarWorld-Chef Frank Asbeck

SolarWorld plant Opel-Übernahme

— 19.11.2008

Sonnige Zeiten für Opel?

Der deutsche Solar-Konzern SolarWorld AG kündigt überraschend ein Übernahmeangebot für den angeschlagenen Autohersteller Opel an. Bis zu einer Milliarde Euro könne man für die vier deutschen Werke aufbringen. Ein Spaßgebot?

Es klingt zunächst wie ein Scherz: Der deutsche Solar-Konzern SolarWorld AG kündigte am Mittwoch (19. November 2008) ein Übernahmeangebot für die vier deutschen Opel-Werke und das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim an. Demnach will Solarworld Opel zum "ersten grünen Autokonzern" umgestalten. Das Angebot sei ernst gemeint, erklärte SolarWorld-Chef Frank Asbeck. "Wir haben ein unternehmerisches Konzept." Wie das aussieht, wolle man aber noch nicht verraten. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bonn beschäftigt weltweit 2254 Mitarbeiter.

Eine Milliarde Euro für vier deutsche Opel-Werke: GM lehnt ab

Die Bedingungen machen das Geschäft allerdings eher unwahrscheinlich. So seien die "Kernvoraussetzungen" die komplette Trennung aus dem GM-Konzern sowie "eine Kompensationszahlung von 40.000 Euro pro deutschem Arbeitsplatz (insgesamt eine Milliarde Euro)". Die SolarWorld AG könne Barmittel in Höhe von 250 Millionen Euro und Banklinien von 750 Millionen Euro – vorbehaltlich einer Bundesbürgschaft – bereitstellen. Unterdessen reagierte die Opel-Konzernmutter General Motors auf das Angebot. Das Unternehmen Opel stehe nicht zum Verkauf, teilte GM Europe-Sprecherin Karin Kirchner mit.

Autor: Jan Kretzmann

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