Sommerreifen-Test 2012: 225/45 R 17 W/Y

— 24.02.2012

Gesucht: Deutschlands beste Sommerreifen

Erster Teil des großen Sommerreifentests von AUTO BILD. 50 Profile im Wettstreit um die kürzesten Bremswege – und ein alarmierendes Ergebnis: Viele Reifen verschenken wichtige Reserven.

Sie sind schwarz, rund und, nun ja, wenig sexy. Abgesehen von kleinen Unterschieden im Profildesign ähneln sie sich wie ein Ei dem anderen. Kein Wunder also, dass Reifen auf der Aufmerksamkeitsskala der meisten Autofahrer auf den hinteren Plätze rangieren. Unauffällig verrichten sie ihren aufreibenden Job an der Unterseite der Automobile. Dabei erfüllen Reifen fahrdynamisch eine äußerst wichtige Funktion. Über vier nur postkartengroße Aufstandsflächen haben sie direkten Kontakt zur Fahrbahn und entscheiden damit über Gut und Böse. Gut, wenn der Reifen auf nasser und trockener Piste in heiklen Situationen für ausreichend Haftung sorgt.

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50 Sommerreifen treten im ersten Teil des großen Tests an – nur 15 kommen in die nächste Runde.

Böse kann es dagegen enden, wenn bei einer Notbremsung die entscheidenden Zentimeter Bremsweg fehlen. Wir machen den Praxistest, bremsen auf nassem und trockenem Untergrund. 50 Reifen von Achilles bis Zeetex, 1700-mal steigen unsere Testfahrer dafür voll in die Eisen. Das Ergebnis ist alarmierend, besonders bei Nässe. Ein Drittel der Reifen braucht im Vergleich zu den Spitzenbremsern eine zusätzliche Wagenlänge bis zum Stillstand. Ein weiteres Drittel steht erst nach weiteren 4,5 Metern. Völlig haltlos rutschen die chinesischen Billigreifen Rapid P609 (plus 22 Meter) und Rockstone Radial F105 (plus 27,7 Meter) über den nassen Asphalt. Die 15 besten Superbremser qualifizieren sich für die nächste Runde.

Der große Sommerreifentest, Teil 1: Format 225/45 R 17

Reifentest zum Format 225/45 R 17:
Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden.

Veröffentlicht:

24.02.2012

Preis:

2,00 €

Überblick: Alles zum Thema
Sommerreifen
Dierk Möller-Sonntag

Dierk Möller-Sonntag

Fazit

Schon nach den Bremsversuchen im ersten Teil des Reifentests steht fest: Die Reifen sehen zwar alle (fast) gleich aus, doch in ihren dynamischen Qualitäten sind sie grundverschieden. Wir sollten ihnen einfach mehr Aufmerksamkeit schenken. Zu unserer eigenen Sicherheit.

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Kommentare zum Artikel (6)

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www.reifenhalle.de
13.03.2013, 20:48Uhr

Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich ADAC, Autobild, AMS Reifen bewerten.
Manchmal sind im gleichen Jahr die exakt gleichen Reifen in der gleichen Größe als beste und in einer anderen Zeitung als schlechteste gelistet.
Wem glauben? Ich verkaufe seit 23 Jahren Reifen und habe die unterschiedlichsten Bewertungen von Kunden zu den gleichen Reifen auf den gleichen Autos.
Auch Angaben über Haltbarkeit, Laufruhe etc. kann man ruhig würfeln.
Alles wird subjektiv bewertet.
Interessant ist, dass in manchen Tests bestimmte Marken einfach nicht auftauchen
Fakt ist , das es Unterschiede gibt. Ob sie im Alltag realisierbar sind?
Ich habe die meistens Reklamationen bei China-schrott.
Alle anderen sind mit Ihren Reifen in der Regel zufrieden
Platz 1-4 haben Conti Michelin Dunlop Pirelli

rambozo
02.11.2012, 18:25Uhr

Also Ich kauf Reifen nach sicheren Testergebnissen wie Haftung und Bremsen, das hat mit vorausschauen nichts zu tun, es kann trotz vorausschauender Fahrweise zur Vollbremsung kommen, da rücken Verschleiß und Benzinverbrauch bei mir im Hintergrund, Ich lass mir Sicherheit was Kosten.

Markus
28.02.2012, 12:02Uhr

...
Was für die wirtschaftliche Betrachtung der Reifen übrigens von größter Wichtigkeit ist, ist der Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Hier wirken sich minimale Unterschiede derart gravierend aus, das der Kaufpreis nahezu egal ist, wenn der Reifen Kraftstoff spart.

Mahlzeit!

Markus
28.02.2012, 12:02Uhr

Fortsetzung...
Bei der von dir Angegeben Lebensdauer der Reifen hast du dich vermutlich vertan. Nunja, kann ja mal passieren. Wenngleich es unsinnig wäre, einen PKW-Reifen über 500.000km zu fahren, da der Werkstoff mit der Zeit sämtliche Eigenschaften abgelegt hätte. Je nach individueller Fahrleistung kann das ein Weilchen dauern.

Markus
28.02.2012, 11:58Uhr

Hallo Bernd,

kurzer Bremsweg ist kein bloßes Marketinggeschoss sondern im Falle einer Gefahrenbremsung, die auf nicht vorhersehbare Gefahr reagiert, unbezahlbar.
Stell dir vor, innerorts springt ein Kind dir vor das Auto, weil Kinder das manchmal einfach machen. Hier wird der Bremswegunterschied zum Entscheider zwischen \"Glück gehabt\" und einem RTW-Einsatz. Schlimmere Folge möchte ich gar nicht umschreiben.

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