Sparsame Allradler, Teil 1

Die sparsamsten SUV bis 40.000 Euro Die sparsamsten SUV bis 40.000 Euro

Sparsame Allradler, Teil 1

— 05.08.2008

Die Sparmeister in allen Klassen

Die derzeit von einem Allzeithoch zum nächsten kletternden Spritpreise verunsichern und verärgern die Autofahrer. AUTO BILD ALLRAD nennt die sparsamsten Geländewagen und SUV in allen Klassen.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Auto im Alltag mehr verbraucht als von der EU-Normangabe des Herstellers versprochen. Ein banaler Grund: Manche Hersteller legen es offenbar darauf an, einen unter Normbedingungen günstigen Verbrauch zu erzielen, andere ersparen den Kunden solche Klimmzüge. Zwei aktuelle Beispiele für Marken, deren Autos in unseren Tests überdurchschnittlich mehr verbrauchen als nach Werksangabe, sind BMW und Toyota. Dagegen liegen VW-Modelle nah an der Testrealität. Nicht vergessen: Der EU-Normzyklus besteht zum überwiegenden Teil aus Schleichfahrten. Niemals geht es dabei über Tempo 120. Und da sind wir auch schon beim wichtigsten Beeinflussungsfaktor: der individuellen Fahrweise. Es gibt kleine und große Verbrauchssünden. Zu den kleineren gehören unnötiger Ballast im Kofferraum, nicht benutzte Träger auf dem Dach, aber auch Fahren mit Abblendlicht am helllichten Tage oder gedankenlose Daueraktivität der Klimaautomatik. Den wesentlich größeren Einfluss hat aber die individuelle Fahrweise. Auf der Autobahn kommt es dabei schlicht und einfach auf das gewählte Tempo an.

Der zweite Teil der sparsamen Alllradler: ab Samstag, 12 Uhr auf autobild.de

Sicherte sich in der Klasse bis 25.000 Euro souverän den ersten Platz: der Fiat Panda 1.3 JTD.

Da darf man sich nichts vormachen: Ein hoher und breiter Geländewagen mit viel Bodenfreiheit frisst ab Tempo 120 wesentlich mehr Sprit als ein gleich motorisierter Pkw. Ab Tempo 150 steigt der Verbrauch dramatisch an. Wer die Nerven und die Zeit hat, Tempo 100 zu wählen, wird sich wundern, wie wenig selbst ein schwerer Benziner-Geländewagen konsumieren kann. Auf Landstraßen und innerorts zählt frühes Hochschalten. Schon bei 2000 Touren in den nächsten Gang schalten, das spart. Rollen lassen mit 1300 Touren schadet modernen Motoren nicht. Beim Beschleunigen mit Automatikautos nimmt der Sparwillige bei 2000/min das Gas etwas zurück, lässt so die Automatik hochschalten, drückt dann erst das Gaspedal wieder tiefer. Im ersten Teil dieses Ratgebers finden Sie die sparsamsten Modelle bis 40.000 Euro. Entscheidend für die Platzierung war der Testverbrauch. Der steht immer links vom Schrägstrich. Und rechts davon der Normverbrauch.

SUV bis 25.000 Euro

Schlusslicht in den Top-10 der Günstigsten: der Suzuki Grand Vitara 1.6.

1. Platz: Fiat Panda Cross 1.3 JTD (6,1 l/5,3 l). Den Normverbrauch von 5,3 l/100 km erreicht man mit dem 1,3 Liter kleinen 70-PS-Turbodiesel nur bei zurückhaltender Gangart. Leider ist der Motor — der einzig lieferbare — antrittsschwach und laut. Dafür federt der Fiat ordentlich, und man sitzt zumindest vorn recht entspannt. Mehr über den Fiat Panda Cross.

2. Platz: Fiat Sedici/Suzuki SX4 1.9 JTD (6,9 l/6,6 l). Die Zwillinge aus dem ungarischen Suzuki-Werk gibt es mit einem sparsamen Fiat-Turbodiesel, der tatsächlich nur wenig mehr verbraucht als den Normwert von 6,6 l/100 km. Dabei ist der SX4-Sedici ein angenehmes Auto für vier Personen, allerdings mit kleinem Kofferraum. Mehr über Fiat Sedici und Suzuki SX4.

3. Platz: Suzuki Jimny 1.5 DDiS (7,5 l/6,1 l). Den günstigen Normwert von 6,1 l/100 km kann der unkomfortable, aber geländegängige Jimny mit dem Renault-Turbodiesel in der Praxis kaum halten. Dafür ist er für die Autobahn zu kantig und auch zu kurz übersetzt. Der Turbodiesel bringt aber mehr Durchzugskraft als der Benziner. Mehr über den Suzuki Jimny.

4. Platz: Suzuki Grand Vitara 1.9 DDiS kurz (7,7 l/7,4 l). Der dreitürige Grand Vitara Diesel gefällt mit einem halbwegs realistischen Normverbrauch von 7,4 l/100 km. Sein Renault-Turbodiesel hat zwar ein deutliches Turboloch, zieht dann aber kräftig. Ordentlich Bodenfreiheit und noch ausreichender Komfort sind weitere Vorzüge des Japaners. Mehr über den Suzuki Grand Vitara.

5. Platz: Daihatsu Terios 1.5 (8,2 l/8,1 l). Wer keinen Diesel und trotzdem sparsam unterwegs sein will, liegt hier richtig. Der Terios hält, was sein Normverbrauch von 8,1 l/100 km verspricht. Überhaupt ein gelungenes Auto, das genügend Komfort und Platz mit günstigen Preisen und Unterhaltskosten kombiniert. Mehr über den Daihatsu Terios.

6. Platz: Fiat Sedici/Suzuki SX4 1.6 (8,6 l/7,1 l). Auch die Benzinerversion des Gemeinschaftsprojekts von Fiat und Suzuki ist sparsam. Der 1.6-Ottomotor von Suzuki ist allerdings in der Praxis nicht so sparsam, wie der günstige Normverbrauch von 7,1 Liter Super pro 100 km verspricht. Der ebenfalls lieferbare Diesel spart zwei Liter. Mehr über Fiat Sedici und Suzuki SX4.


Der Skoda Octavia Scout dominiert die Klasse bis 30.000 Euro.

7. Platz: Nissan Qashqai 2.0 4WD (9,2 l/8,4 l). Als Diesel sprengt der Allrad-Qashqai die Preisgrenze von 25.000 Euro, der Benziner bleibt locker drunter. Wirklich sparsam ist er mit einem Testverbrauch von über neun Liter/100 km nicht. Er schafft es trotzdem in unsere Sparerliste, weil es unter 25.000 Euro wenig Auswahl gibt. Mehr über den Nissan Qashqai.

8. Platz: Suzuki Jimny 1.3 (9,2 l/7,3 l). Die Benzinerversion des Jimny lockt gegenüber dem Diesel mit wesentlich günstigerem Kaufpreis. Aber seinen Normverbrauch von 7,3 l/100 km erreicht der Jimny 1.3 nur bei sehr zurückhaltender Fahrweise. Der kleine Motor braucht aber Drehzahl, um Kraft abzugeben. Mehr über den Suzuki Jimny.

9. Platz: Subaru Forester 2.0X (9,5 l/8,4 l). Ein ausgewachsener Gelände-Allradler mit Platz und Komfort für deutlich unter 25.000 Euro? Und auch noch sparsam? Das ist das Revier des neuen Benziner-Forester 2.0. Seinen Normverbrauch von 8,4 l/100 km kann er nicht halten, aber immerhin ist er eines der sparsamsten Benziner-SUV. Mehr über den Subaru Forester.

10. Platz: Suzuki Grand Vitara 1.6 (9,5 l/8,7 l). Der dreitürige Grand Vitara mit dem 106 PS starken 1.6-Benziner kommt auf die gleichen Verbräuche wie der wesentlich größere und schnellere Subaru Forester. Eigentlich ein Armutszeugnis für den kleinen Motor. Der Dieselbruder mit dem Renault-Motor spart fast zwei Liter/100 km. Mehr über den Suzuki Grand Vitara.

SUV von 25.000 bis 30.000 Euro

Acht Liter brauchte der Honda CR-V im Test und schafft es damit noch in die Top-10.

1. Platz: Skoda Octavia Scout 2.0 TDI (6,8 l/6,4 l). Sparsamer ist in dieser Klasse keiner. Der höhergelegte Octavia TDI mit dem alten VW-Pumpe-Düse-Diesel kommt problemlos auf Verbräuche mit einer Sechs vor dem Komma, bei zügiger Fahrweise. Dabei fährt er komfortabel und erfreut mit seinem Platzangebot und großem Kofferraum. Mehr über den Scoda Octavia Scout.

2. Platz: VW Tiguan 2.0 TDI 140 PS (7,2 l/6,9 l). Der derzeitige Sparmeister unter den typischen SUV ist der TDI-Tiguan. Er gewinnt zurzeit alle Vergleichstests — ist komfortabel, geräumig, praktisch. Wer es darauf anlegt, kann den Verbrauch problemlos auch deutlich unter die Sieben-Liter-Marke drücken. Mehr über den VW Tiguan.

3. Platz: Jeep Compass 2.0 CRD (7,3 l/6,5 l). Der amerikanische Jeep mit dem bei VW zugekauften Pumpe-Düse-Turbodiesel verspricht per Normverbrauch von 6,5 l/100 km besondere Sparsamkeit. Im Test kann er dies nicht ganz einlösen, verbraucht eher das Gleiche wie der VW Tiguan mit dem aktuellen, leiseren VW-Common-Rail-Motor. Mehr über den Jeep Compass.

4. Platz: Toyota RAV4 2.2 D-4D (7,4 l/6,6 l). Auch die 136-PS-Dieselversion des RAV4 kann die Verbrauchsversprechungen (6,6 l/100 km)des Herstellers im Test nicht ganz einhalten. Absolut gesehen ist der RAV4 jedoch ein sparsames Auto, mit dessen leichten Komfort- und Platzdefiziten man sich aber arrangieren muss. Mehr über den Toyota RAV4.

5. Platz: Ford Kuga 2.0 TDCi (7,5 l/6,4 l). Der neue Ford Kuga mit dem 136 PS starken Peugeot/Ford-Turbodiesel behauptet zwar per Normverbrauch, einen halben Liter/ 100 km sparsamer zu sein als Hauptkonkurrent VW Tiguan TDI. Doch der Test beweist, dass der fahraktiv abgestimmte Kuga mehr verbraucht als der VW. Mehr über den Ford Kuga.

6. Platz: Jeep Patriot 2.0 CRD (7,6 l/6,6 l). Der Patriot hat die gleiche Technik und das gleiche Fahrwerk wie der Jeep Compass, auch den gleichen VW-Turbodiesel. Warum verbraucht der Patriot dann trotz gleichen Gewichts und gleicher Abmessungen einige Zehntelliter mehr als der Compass? Wegen der kantigen Karosserie. Mehr über den Jeep Patriot.

Der neue Diesel verhilft dem Subaru Outback 2.0D zum Klassensieg bei den SUV bis 40.000 Euro.

7. Platz: Mitsubishi Outlander 2.0 DI-D (7,6 l/6,7 l). Noch ein Fahrzeug, in dem der gute alte Pumpe-Düse-Turbodiesel von VW rumort. Wie Jeep hat auch Mitsubishi bei Volkswagen eingekauft. Mit diesem Motor wird aus dem japanischen Outlander mit der angenehm geräumigen Karosserie ein wirklich sparsames Allradauto. Mehr über den Mitsubishi Outlander.

8. Platz: Nissan Qashqai 2.0 dCi 4WD (7,6 l/6,9 l). Im sehr kompakten und damit parkfreundlichen Nissan Qashqai arbeitet in der Dieselversion ein Motor der Konzernmutter Renault. Der 150 PS starke Zweiliter-Turbo gefällt mit guten Manieren, kraftvoller Beschleunigung und recht niedrigem Dieselverbrauch. Mehr über den Nissan Qashqai.

9. Platz: Suzuki Grand Vitara lang 1.9 DDiS (7,7 l/7,7 l). Der schon etwas angegraute 1,9-Liter-Turbodiesel von Renault mit 129 PS macht den japanischen Grand Vitara verblüffend sparsam. Und hier stimmen Norm- und Testverbrauch sogar überein. Freilich auch deshalb, weil der Normverbrauch von Suzuki vergleichsweise hoch angesetzt ist. Mehr über den Suzuki Grand Vitara.

10. Platz: Honda CR-V 2.2i-CTDi (8,0 l/6,5 l). Der CR-V kann in seiner Dieselversion die hochgesteckten Ziele des Normverbrauchs von 6,5 l/ 100 km im Test nicht einhalten. Aber mit acht Litern ist der sehr geräumige Honda noch einigermaßen sparsam — wenn auch wegen seines mäßig wirksamen Allradantriebs gehandikapt. Mehr über den Honda CR-V.

SUV von 30.000 bis 40.000 Euro

Mit einem Testverbrauch von 9,3 Liter schlägt sich der Hyundai Santa Fe wacker und landet auf dem 10. Platz.

1. Platz: Subaru Outback 2.0D (7,4 l/5,9 l). Wie schon in der Preisklasse darunter führt auch hier ein hochgelegter Kombi die Verbrauchsliste an. Der Outback ist ein geländegängigerer Legacy Kombi. Und mit dem neuen Boxer-Dieselmotor von Subaru ein richtig sparsames Auto — auch wenn er den Normverbrauch nicht einhält. Mehr über den Subaru Outback.

2. Platz: Seat Altea Freetrack 2.0 TDI 170 PS (7,4 l/6,8 l). Gleichauf mit dem Diesel-Subaru liegt in Sachen Verbrauch der Freetrack-Seat, ein höhergelegter Altea-XL-Van. Allerdings hat die spanische VW-Tochter den Normverbrauch deutlich realistischer angesetzt. Der sehr straff gefederte Freetrack hat den VW-Pumpe-Düse-Diesel unter der Haube. Mehr über den Seat Altea Freetrack.

3. Platz: BMW X3 2.0d (7,8 l/6,5 l). Das derzeit sparsamste echte SUV dieser Preisklasse ist — zusammen mit dem Land Rover Freelander — der X3 mit dem 177 PS starken Vierzylinder-Turbodiesel. Den Normverbrauch kann der BMW aber nicht annährend halten. Ein überstraff gefederter, aber sehr fahraktiver Allradler. Mehr über den BMW X3.

4. Platz: Land Rover Freelander 2.2 TD4 (7,8 l/7,5 l). Auch der Land Rover Freelander mit dem Ford/Peugeot-Turbodiesel erreicht im Test den gleichen Verbrauchswert von 7,8 l/100 km wie der BMW X3 2.0d — aber bei einem wesentlich realistischeren Normverbrauchswert von 7,5 l/ 100 km. Der Freelander ist vor allem angenehm komfortabel. Mehr über den Land Rover Freelander.

5. Platz: Peugeot 4007 2.2 HDi (8,0 l/7,2 l). Peugeot liefert seinen Turbodiesel nach Japan, lässt ihn dort samt neuer Nase von Mitsubishi in einen Outlander einbauen und nennt das Ganze 4007. Ein sehr angenehmer Motor in einem geräumigen Auto. Der Normwert macht allerdings mehr Hoffnung auf einen niedrigeren Verbrauch. Mehr über den Peugeot 4007.

6. Platz: Nissan X-Trail 2.0 dCi 173 PS (8,6 l/7,4 l). So besonders sparsam ist der 173 PS starke Renault-Turbodiesel im X-Trail der japanischen Konzerntochter Nissan mit einem Testverbrauch von 8,6 l/100 km nicht. Trotzdem ein angenehmes Auto mit guten Fahrleistungen, das viel Federungskomfort mit einem großen Gepäckraum kombiniert. Mehr über den Nissan X-Trail.

Der VW Tiguan ist mit einem Testverbrauch von 7,2 Litern der derzeitige Sparmeister unter den typischen SUV.

7. Platz: Opel Antara 2.0 CDTI 150 PS (8,6 l/7,5 l). Für ein nicht so schweres und auch nicht so geräumiges Auto sind die 8,6 Liter Testverbrauch/100 km des Opel Antara zu hoch: zu kurz übersetzter fünfter Gang, zu ineffektiv arbeitender Dieselmotor. Die Stärke des Antara ist vor allem das recht großzügige Platzangebot. Mehr über den Opel Antara.

8. Platz: SsangYong Kyron 200 Xdi 4x4 (8,8 l/8,4 l). Der Kyron des koreanischen Herstellers SsangYong sieht aus wie ein modernes SUV, ist aber konservativ: Leiterrahmen, Starrachse, Zuschaltallrad. Ein auf gerade einmal zwei Liter Hubraum reduzierter Turbodiesel hilft, die Verbrauchswerte auf ein akzeptables Niveau zu drücken. Mehr über den SsangYong Kyron.

9. Platz: Kia Sorento 2.5 CRDi (9,2 l/8,6 l). Hohe Anhängelast, klassische Geländewagenbauweise — dies kombiniert Hyundai-Tochter Kia mit einem recht sparsamen Vierzylinder-Turbodiesel mit 170 PS. Bei gesitteter Fahrweise rückt der zunächst utopisch erscheinende Normverbrauch von 8,6 l/ 100 km in greifbare Nähe. Mehr über den Kia Sorento.

10. Platz: Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD (9,3 l/8,1 l). Der koreanische Santa Fe, ein geräumiges und komfortabel abgestimmtes SUV, kann die Versprechungen des Normverbrauchs im Test nicht einlösen. Als Trost bleibt die Gewissheit, dass es noch reichlich andere Autos dieser Preisklasse gibt, die deutlich mehr verbrauchen. Mehr über den Hyundai Santa Fe.

Autor: Martin Braun

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