Sparsame Allradler, Teil 2

BMW X3 3.0d Audi Allroad 2.7 TDI

Sparsame Allradler, Teil 2

— 09.08.2008

Die Sparmeister in allen Klassen

Die hohen Spritpreise ärgern vor allem Allrad- und SUV-Fahrer. Im zweiten Teil der sparsamsten Allradler geht es um Traditionalisten, Pick-ups und Fahrzeuge bis über 60.000 Euro.

Die Spritpreise klettern von Rekord zu Rekord – und ein Ende ist nicht abzusehen. Vor allem Fahrer von Allrad-Fahrzeugen, SUV und Geländewagen leiden besonders unter den hohen Preisen. Wir zeigen die sparsamten Wühler in allen Klassen – egal, welcher Kraftstoff getankt wird. Mit Blick auf die Preise haben nämlich auch Diesel-Fahrer längst nichts mehr zu lachen. Im zweiten Teil dieses Ratgebers finden Sie die sparsamsten Modelle ab 40.000 Euro, Traditionalisten und Pick-ups. Entscheidend für die Platzierung war der Testverbrauch. Der steht immer links vom Schrägstrich. Und rechts davon der Normverbrauch.

Hier geht es zum ersten Teil der sparsamen Allradler

SUV von 40.000 bis 60.000 Euro

Der Volvo XC 70 2.4 D5 hat im Segment von 40.000 bis 60.000 den Verbrauchs-Hut auf.

1. Platz: Volvo XC 70 2.4 D5 (8,4 l/8 l). Auch bei den teureren Allradlern führt ein höhergelegter Kombi im Sparwettkampf. Der auf dem Volvo-Kombi V 70 basierende XC 70 bezieht seine Sparsamkeit aus der niedrigen Kombikarosserie und dem vergleichsweise hubraumkleinen Fünfzylinder-Turbodiesel mit 185 PS. Mehr über den Volvo XC 70.

2. Platz: BMW X3 3.0d (8,5 l/7,9 l). Größenmäßig gehört der X3 3.0d zwar eigentlich in die vorherige Kategorie, aber wegen seines 218 PS starken Sechszylinder-Turbodiesels rutscht er in die nächsthöhere Preisklasse. Hier fällt auf, dass der 3.0d beim Testverbrauch nicht ganz so dramatisch über dem Normwert liegt wie der 2.0d. Mehr über den BMW X3.

3. Platz: Audi Allroad 2.7 TDI (9,1 l/8,7 l). Noch ein auf Gelände getrimmter Stelzenkombi auf den vorderen Plätzen. Der Audi Allroad 2.7 TDI mit der serienmäßig höheneinstellbaren Luftfederung ist zweifellos sparsam, verbraucht aber im Test, ebenso wie beim Normwert, mehr als sein direkter Konkurrent, der Volvo XC 70 2.4 D5. Mehr über den Audi Allroad.

Mit einem Testverbrauch von 10,6 Liter schafft es der Volvo XC 90 2.4 D5 auf Platz zehn im Segment.

4. Platz: BMW X5 3.0 sd (10,4 l/8,2 l). Obwohl der bärenstarke X5 mit dem 286 PS leistenden Doppelturbolader-Diesel dank nur 10,4 Liter Testverbrauch auf einem der vorderen Plätze liegt, bekommt er Schelte von uns. Denn satte 2,2 Liter Unterschied zum vom Werk genannten Normverbrauch sind einfach irreführend. Mehr über den BMW X5.

5. Platz: Lexus RX 400h (10,5 l/8,1 l). Den Hybrid-Lexus aus dem Hause Toyota trifft der gleiche Makel wie den BMW X5 zuvor: Der Normverbrauch lässt sich in der Praxis kaum halten. Doch eines ist bemerkenswert: Der Lexus RX 400h schafft es dank Hybridtechnik als einziger Benziner unter die ersten Zehn in dieser Klasse. Mehr über den Lexus RX 400h.

6. Platz: VW Touareg 2.5 R5 TDI (10,5 l/10,3 l). Dickes Lob für den dicken Touareg und seinen Hersteller Volkswagen: Der Normverbrauch von 10,3 l/100 km liegt ganz nah bei unserem Testverbrauch. Der prasselnde Fünfzylinder-Turbodiesel mit Pumpe-Düse-Einspritzung macht den Touareg R5 TDI zeitgemäß sparsam. Mehr über den VW Touareg.


7. Platz: Audi Q7 3.0 TDI (10,6 l/9,8 l). Wen wundert es: In Wahrheit verbraucht der riesige Audi mit dem größeren Sechszylinder-Diesel etwas mehr als der vor ihm platzierte Touareg R5 TDI mit dem VW-Fünfzylinder. Auch wenn der von Audi genannte Normverbrauch für den 240 PS starken V6-Diesel anderes verspricht. Mehr über den Audi Q7.

8. Platz: BMW X5 3.0d (10,6 l/8,7 l). Trotz allerlei technischer Verbrauchskniffe, die bei BMW unter dem Begriff "Efficient Dynamics" zusammengefasst sind, verbraucht ein Diesel-X5 im Test nicht weniger als seine direkten Konkurrenten von Mercedes, Audi und Volvo. Nur unter Normbedingungen führt der BMW. Mehr über den BMW X5.

9. Platz: Mercedes ML 280 CDI (10,6 l/9,1 l). Als hätten sich die europäischen Hersteller großer Diesel-SUV auf einen Verbrauchswert geeinigt, kommt auch der 190 PS starke ML 280 CDI auf einen Testwert von 10,6 l/100 km. Sein Dieselbruder mit dem gleichen Dreiliter-Turbodiesel, aber mit 224 PS, nippt im Test 0,2 Liter mehr. Mehr über den Mercedes ML.

10. Platz: Volvo XC 90 2.4 D5 (10,6 l/10,0 l). Das große Schwedenmobil mit bis zu drei Sitzreihen erreicht den gleichen Testverbrauch wie seine deutschen Konkurrenten. Der vergleichsweise hubraumkleine Fünfzylinder-Turbodiesel hat ordentlich zu schleppen und kann daher auch nicht besonders sparsam sein. Mehr über den Volvo XC 90.

SUV über 60.000 Euro

Die Premium-SUV über 60.000 Euro führt der Range Rover Sport 3.6 TDV8 an.

1. Platz: Range Rover Sport 3.6 TDV8 (11,3 l/11,1 l). Dank seines relativ hubraumkleinen Turbodieselmotors gelingt dem Range Rover Sport in der Allrad-Luxusklasse der Sprung aufs Siegertreppchen der Spritsparer, trotz des hohen Gewichts. Ebenfalls löblich: Der vom Werk genannte Normverbrauch liegt nicht weit weg vom Testwert. Mehr über den Range Rover Sport.

2. Platz: Mercedes ML 420 CDI (11,5 l/11,3 l). Die stärkste Dieselversion der M-Klasse von Mercedes rückt dank nicht zu hohem Leergewicht und drehzahlsenkender Getriebeübersetzung der siebten Stufe nach vorn. Der ML 420 CDI ist ein starkes, ausgewogenes, komfortables und nicht zu großes Allradauto für jeden Einsatzzweck. Mehr über den Mercedes ML.

3. Platz: Mercedes GL 320 CDI (11,9 l/9,9 l). Dass ein kleinerer Motor nicht zwingend den vordersten Rang beim Spritsparen einbringt, zeigt der GL 320 CDI. Wegen des hohen Gewichts und der massigen Stirnfläche muss der Dreiliter-Turbodiesel richtig schuften — und verbraucht dadurch im Test auch deutlich mehr als im Normzyklus. Mehr über den Mercedes GL.

12,5 Liter verbrauchte der VW Touareg V6 3.6 FSI im Test und schafft es damit noch in die Top-10.

4. Platz: Audi Q7 4.2 TDI (12,0 l/11,1 l). Trotz Achtzylindermotor und hohem Gewicht zügelt der Q7 4.2 TDI seinen Verbrauch und schafft so Rang vier. Die relativ niedrige Karosserie mit guter Aerodynamik bringt einige Zehntelliter. Der riesige Audi ist der Sportlichste und Spurtstärkste der Luxusriege mit Allradantrieb. Mehr über den Audi Q7.

5. Platz: Range Rover 3.6 TDV8 (12,0 l/11,1 l). Der schwere Range Rover mit dem V8-Turbodieselmotor schlägt sich im Verbrauch wacker. Aber er konsumiert naturgemäß einige Zehntelliter mehr als sein gleich motorisierter, aber kleinerer und leichterer Bruder Range Rover Sport — auch wenn der Normwert Gleichstand signalisiert. Mehr über den Range Rover.

6. Platz: Mercedes GL 420 CDI (12,2 l/11,7 l). Der Test offenbart beim GL 420 CDI, dass auch ein wesentlich größerer und stärkerer Motor nicht automatisch wesentlich mehr verbraucht. Denn für den schwächeren GL 320 CDI verspricht Mercedes im Normwert 1,8 Liter Ersparnis/100 km. Im Test ließen sich aber nur 0,3 Liter sparen. Mehr über den Mercedes GL.

Streng verboten: Nur niedrige Drehzahlen drücken den Verbrauch.

7. Platz: Audi Q7 3.6 FSI (12,3 l/12,7 l). Weil es in dieser Preisklasse insgesamt wenige Autos gibt und erst recht wenige Diesel, rücken die ersten Benziner in der Liste nach vorn. Der Audi Q7 mit dem kleinsten Ottomotor kommt dank guter Aerodynamik und effizienter Direkteinspritzung auf diesel-ähnliche Verbrauchswerte. Mehr über den Audi Q7.

8. Platz: Porsche Cayenne (12,3 l/12,9 l). Nach Normwert soll der Porsche Cayenne etwas mehr verbrauchen als der 55 Kilogramm leichtere Audi. Dank drehzahlsenkender Gesamtübersetzung macht der Porsche dieses Handikap aber wieder wett und kommt so im Test auf den gleichen Verbrauch wie der Audi Q7 3.6 FSI. Mehr über den Porsche Cayenne.

9. Platz: Toyota Land Cruiser 4.5 V8 D-4D (12,3 l/10,2 l). Mehr als 2,8 Tonnen Leergewicht bringt der neue große Land Cruiser auf die Waage. Der Verbrauch bleibt dank des neuen V8-Turbodiesels manierlich, auch wenn sich im Test die viel zu optimistischen Normwerte nicht erreichen lassen. 2,1 l/100 km Abweichung sind einfach zu viel. Mehr über den Toyota Land Cruiser.

10. Platz: VW Touareg V6 3.6 FSI (12,5 l/13,6 l). Obwohl der Normwert dem Touareg V6 3.6 FSI einen deutlichen Mehrverbrauch gegenüber den praktisch gleich motorisierten Audi Q7 und Porsche Cayenne zugesteht, sind es im Test nur 0,2 l/ 100 km. Kein Wunder, denn die Leergewichte und Motoren sind fast identisch. Mehr über den VW Touareg.

Die Traditionalisten

Bei den Traditionalisten landet der Jeep Wrangler 2.8 CRD auf dem zweiten Rang.

1. Platz: Land Rover Defender 90 TD4 (10,1 l). Ford-Vierzylinder und Sechsganggetriebe haben den Defender kaum sparsamer gemacht. Trotzdem Platz 1. Mehr über den Land Rover Defender.

2. Platz: Jeep Wrangler 2.8 CRD (10,2 l/8,4  l). Der italienische Rappel-Diesel von VM drückt den Verbrauch. Aber nicht auf die von Jeep versprochenen 8,4 l/100 km. Mehr über den Jeep Wrangler.

3. Platz: Jeep Wrangler Unlimited 2.8 CRD (10,5 l). Der viertürige Wrangler namens Unlimited verbraucht wegen des höheren Gewichts etwas mehr als der kurze. Mehr über den Jeep Wrangler Unlimited.

4. Platz: Land Rover Defender 110 TD4 (11,2 l). 11,1 l/100 km verspricht Land Rover per Normverbrauch. Und die bestätigen sich auch fast beim Testverbrauch. Mehr über den Land Rover Defender.

5. Platz: Nissan Patrol 3.0 dCi (12,3 l). Der heftig nagelnde Vierzylinder-Turbodiesel bringt den guten alten Patrol auf Platz fünf. Normwert: 10,8 Liter. Mehr über den Nissan Patrol.

6. Platz: Mercedes G 320 CDI (12,6 l). Wirklich sparsam ist er nicht. Aber es gibt eben heutzutage nur noch wenige Traditionalisten unter den Allradlern. Mehr über den Mercedes G.


Die Pick-ups

Der Hilux 2.5 D-4D von Toyota führt das Pick-up-Segment an.

1. Platz: Toyota Hilux 2.5 D-4D (8,3 l). Der 120-PS-Turbodiesel des Toyota-Pick- ups schafft den Sieg, avisiert per Normverbrauch von 8,2 l/100 km. Mehr über den Toyota Hilux.

2. Platz: Toyota Hilux 3.0 D-4D (9,1 l). Auch der größere Hilux-Diesel mit 163 PS verbraucht weniger als manch kleinerer Motor der Konkurrenz. Mehr über den Toyota Hilux.

3. Platz: Isuzu D-Max 3.0 TD (9,4 l). Sparsam ist auch der in Thailand gefertigte D-Max mit 163 PS unterwegs. Isuzu verspricht 9,0 l/ 100 km. Mehr über den Isuzu D-Max .

4. Platz: Mitsubishi L 200 2.5 DI-D (9,4 l). Er kommt mit seinem 136-PS-Turbodiesel im Test auf den gleichen Verbrauch wie der Isuzu. Norm: 8,6 l/100 km. Mehr über den Mitsubishi L 200.

5. Platz: Ford Ranger 2.5 TDCi (9,6 l). 143 PS leistet der Turbodiesel des Ranger und verbraucht im Test 0,7 l/100 km mehr als per Norm angekündigt. Mehr über den Ford Ranger.

6. Platz: Nissan Navara 2.5 dCi (10,0 l). 171 PS holt Nissan aus dem 2.5-Turbodiesel. Der Testverbrauch liegt knapp über dem Normwert von 9,8 Liter. Mehr über den Nissan Navara.

Autor: Martin Braun

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