Sparsamer Zweisitzer von Elio

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Sparsamer Zweisitzer von Elio

— 08.10.2014

Amerikas neuer Dreiliter-Spatz

Aus dem Land von Vans und Pick-Ups kommt ein neuer Supersparer: Der Zweisitzer von Elio Motors soll maximal drei Liter auf 100 Kilometer verbrauchen und rund 5000 Euro kosten. 2015 beginnt die Serienfertigung.

Zwar ist der Achtzylinder noch immer das liebste Kind vieler Amerikaner und die Autos können den meisten Leuten gar nicht groß genug sein. Doch es gibt auch im Land der Fullsize-Trucks und Super-Pick-ups Menschen, die auf den Verbrauch achten. Die mussten bislang exklusive Elektriker wie den Tesla fahren oder bei den Großserienherstellern Stromer wie Prius, Chevrolet Volt oder Cadillac ELR kaufen – und fürs Sparen ziemlich tief in die Tasche greifen. Doch das geht auch anders. Sagt zumindest der ehemalige Automobilzulieferer Paul Elio. Er will seinen Landsleuten beweisen, dass sparsame Autos kein Vermögen kosten müssen und hat deshalb einen eigenwillig konstruierten Zweisitzer auf den Weg gebracht. Der verbraucht weniger als mancher Rasentraktor und soll kaum mehr kosten soll.

Drei Liter Verbrauch und ein Basispreis von knapp 5000 Euro

Schlichtes Cockpit, wenig Basisausstattung: Beim Elio haben die Entwickler darauf geachtet, Gewicht zu sparen.

Gezeichnet wie ein Flugzeug ohne Flügel, auf drei Räder montiert und von einem ganz konventionellen Benziner angetrieben, soll dieser nach seinem Entwickler Elio genannte Spatz nur drei Liter verbrauchen. Die Basisversion soll nicht viel mehr als 5000 Euro kosten. Auf exotische Materialien und aufwendige Technik hat Elio dabei verzichtet: "Das können wir uns nicht leisten, wenn wir den Preis so weit drücken wollen", sagt Chefverkäufer Branden Carey mit Blick auf die Kohlefaser-Konstruktionen europäischer Extremsparer.

Hintereinander angeordnete Sitze und stark reduzierte Basisausstattung

Der Elio fährt auf drei Rädern. Die eigenwillige Konstruktion senkt den Luftwiderstand.

Stattdessen praktiziert Elio die hohe Schule des Verzichts und orientiert sich an Wirtschaftswunder-Kleinwagen wie dem Messerschmitt Kabinenroller aus der alten Welt. Wie im Flitzer der Fünfzigerjahre sitzen die Passagiere hintereinander. Und genau wie damals wird bei der Ausstattung zumindest im Basismodell gegeizt. Zusammen mit der ebenso leichten wie windschnittigen Kunststoffkarosserie sinkt daher das Gewicht des Elio auf etwas mehr als 500 Kilogramm und macht die Sparzigarre zu einem Leichtgewicht unter den Wuchtbrummen auf Amerikas Straßen.

Ein 0,9-Liter-Dreizylinder treibt den Elio an – bis zu 160 km/h schnell

Entsprechend klein kann auch der Motor ausfallen: Ein winziger Dreizylinder von nur 0,9 Litern Hubraum und 55 PS reicht dem Elio für Fahrleistungen, die für den US-Verkehr vollkommen genügen: Von 0 auf 100 in weniger als zehn Sekunden und maximal 160 km/h – mehr braucht es nicht im Mutterland des Tempolimits.

Die Serienfertigung soll im kommenden Jahr starten

Mit dem 0,9-Liter-Dreizylinder und 55 PS erreicht der Elio eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Nachdem Paul Elio bislang rund 60 Millionen Dollar investiert hat und mit Banken, Investoren und der Regierung gerade über weitere 200 Millionen verhandelt, will er im kommenden Jahr mit der Serienfertigung beginnen. Dafür hat sich der Ingenieur aus der vorübergehenden Konkursmasse von General Motors ausgerechnet die Fabrik gesichert, in der bislang der Hummer und die großen Pick-Ups gebaut wurden. "Dort haben wir genügend Platz, um in zwei Schichten bis zu 250.000 Autos im Jahr zu bauen", erklärt Carey. Und Carey ist guter Dinge, dass sie diese Kapazität auch ausschöpfen werden. Denn erstens liegen bei Elio Motors bereits 35.000 Vorbestellungen. Zweitens warten Hunderte von Flottenkunden auf ihre ersten Testfahrten und drittens sei der Elio so billig, dass ohnehin niemand lange über eine Anschaffung nachdenken müsse. "Wer unser Auto als Zweitwagen neben seinem Pick-Up kauft, spart so viel Geld an der Tankstelle, dass sich die Anschaffung schon in einem Jahr amortisiert hat."

Acht Spartypen im Vergleich

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Autor: Thomas Geiger

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