Speedart Macan SP-390M im Test

Speedart Macan SP-390M: Test

— 23.06.2016

Sound-Aktivist

Im Speedart Macan SP-390M sorgt erstmals bei einem Benziner ein Soundaktuator für frei modellierbaren Auspuffsound.

Downsizing. Der Inbegriff schlafloser Nächte aller Soundfetischisten. Weniger Zylinder, weniger Hubraum und dazu noch ein die Abgaspulsationen dämpfender Turbo. Ja, die Akustikingenieure haben es nicht leicht, den Sportwagen unserer Zeit Stimme zu verleihen. Mit sogenannten Soundaktuatoren wollen sie dem entgegenwirken. Die Hersteller verwenden dieses System aktuell ausschließlich bei Dieselmotoren, Tuner Speedart bestückt nun erstmals einen Benziner.

Ums Eck kann es der Macan besonders gut

Der Macan bringt querdynamisch schon alles mit – Speedart legt ihn lediglich ein wenig tiefer.

 • Längsdynamik Per Zusatzbox steigt die Leistung auf 390 PS und 540 Nm. Damit rennt der Macan dem Serienauto bis 100 km/h um 0,4 Sekunden davon; 5,1 Sekunden zeigt das Messgerät. Mit 19,5 Sekunden auf 200 km/h unterbietet der Speedart die Serie um 3,5 Sekunden. • Querdynamik Da der AMG GLA 45 im Prinzip mehr aufgebockte A-Klasse denn lupenreines SUV ist, darf sich der Porsche Macan Klassenprimus bei der Agilität sportlicher SUVs nennen. Entsprechend gering fällt der Optimierungsbedarf seitens Speedart aus. Die Tieferlegung senkt den Schwerpunkt und legt den Macan S satt auf die Straße. Auch die riesigen 22-Zoll-Räder funktionieren besser als zunächst erwartet.
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Der Aktuator bietet zwei verschiedene Klangmodi

Lieber ohne Aktuator: Das natürliche Klangbild der überarbeiteten Abgasanlage ist am besten.

 • Emotion Zwei verschiedene Modi für den Soundaktuator stehen zur Verfügung. In "Normal" klingt der Biturbo-V6 sehr tief und bassig, in "Sport" heftig kreischend und hochfrequent. Das natürliche Klangbild der überarbeiteten Abgasanlage ist und bleibt deutlich schöner als das durch den Aktuator manipulierte. Den extrovertierten Gesamtauftritt muss man mögen. • Alltag Hohe Bordsteine sollte man meiden, ansonsten gibt es keine Einschränkungen. • Preis und Leistung Mit allem Drum und Dran kostet der Macan S von Speedart über 78.000 Euro. Leider klafft zwischen Verarbeitungsqualität und Preis eine große Lücke. Die Folierung ist unsauber verklebt, der Heckspoiler schlecht verarbeitet.
Fahrzeugdaten Speedart Macan SP-390M
Motorbauart V6, Biturbo
Einbaulage vorn längs
Hubraum 2997 cm³
kW (PS) bei 1/min 287 (390)/5800
Literleistung 130 PS/l
Nm bei 1/min 540/3500
Antrieb Allrad
Getriebe 7-G.-Doppelkuppl.
Bremsen vorn 350 mm/innenbelüftet
Bremsen hinten 330 mm/innenbelüftet
Reifengröße vorn 295/30 ZR 22
Reifengröße hinten 295/30 ZR 22
Maße L/B/H 4675/1923/1619 mm
Messwerte
0-100 km/h 5,1 s
0-200 km/h 19,5 s
60-100 km/h 4,2 s (4. Gang)
80-120 km/h 7,8/11,8 s (5./6. Gang)
Bremsweg
aus 100 km/h kalt 33,2 m
aus 100 km/h warm 33,8 m
Vmax 260 km/h
Testverbrauch 14,3 l/100 km (Super Plus)
Leergewicht/Zuladung 2016/534 kg
Leistungsgewicht 5,2 kg/PS
Testwagenpreis 78.177 Euro

Autor:

André Aust

Fazit

Die Leistungssteigerung von Speedart zeigt Wirkung. Der Soundaktuator hingegen erweist sich als nette Spielerei, aber nicht mehr. Zudem ist die Verarbeitungsqualität von Folierung und Anbauteilen stellenweise meilenweit von dem entfernt, was ein fast 80.000 Euro teures Auto bieten sollte.

Stichworte:

SUV

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