Sponsoren besetzen Cockpits

Sponsoren besetzen Cockpits

— 12.02.2003

Formel 1 besetzt – Sauber bedient

Jetzt haben auch die letzten Grand-Prix-Teams ihre Cockpits verkauft – oder ihre Qualität, wie Sauber.

Die wirtschaftliche Flaute in der Formel 1 sieht für das Schweizer Sauber-Teams so aus: Acht neue Sponsoren, Ausrüster oder anderweitige Partner haben sich mit dem WM-Fünften zusammengetan.

Namentlich herausragend: Puma (Sportartikel), MTS (Mobile TeleSystems), ein russischer Mobilfunknetzbetreiber, Swiss Com (Mobile Kommunikation), Cicso Systems (Netzwerk-Technologie) etc. Überdies verlängerte Energiedrink-Hersteller Red Bull sein Sauber-Sponsoring ins neunte Jahr. Damit rangiert das 2003 erste Formel-1-Team mit zwei deutschen Fahrern vom Budget her nahe der 100 Millionen-Dollar-Grenze, 20 Prozent über dem Minimum. Ziel: "Platz vier", hofft Teamchef Peter Sauber. Bei den Tests legte Heinz-Harald Frentzen beachtliche Zeiten vor, distanzierte Teampartner Nick Heidfeld im Schnitt um zwei, drei Zehntelsekunden. Beide Fahrer lobten die Zuverlässigkeit des neuen C 22, monierten aber das Tempo, das auch Toyota und Renault draufhaben.

Technikchef Willi Rampf glaubt, dass "wir gut entwickelt haben, manch anderer aber noch besser". Offenbar sind die Windkanalwerte des Autos auf der Strecke nicht reproduzierbar, trotz erbittertem Zweikampf der Fahrer. Rampf: "Heinz-Harald ist gegenüber früher nicht wiederzuerkennen, morgens meist als Erster an der Strecke." Nachsatz: "Seitdem kommt Nick dann auch eher zur Arbeit." Heidfeld sagt: "Wir verstehen uns gut und arbeiten daran, dass es so bleibt. Mit Heinz hat sich unser Entwicklungstempo spürbar erhöht."

Das gilt nicht für die beiden anderen F-1-Teams ohne Werkspartner: Jordan und Minardi. Die vergaben nun als letzte ihre Restplätze, wobei Formel-Nippon-Champion Ralf Firman bei Jordan spektakulär Mitbewerber Felipe Massa ausbremste. Firman wurde nach dem vorläufigen Rückzug von Kaufinteressent Red Bull von Jordan-Hauptsponsor Benson & Hedges gewünscht, hat auch – als Brite und Ire – die Unterstützung von Ford Irland. Massa übernimmt bei Ferrari den Testjob von Luciano Burti. Zuvor hatte sich Minardi mit Jos Verstappen vier Millionen Dollar der Rotterdamer Computerfirma Thrust gesichert, war eigens zur Vertragsunterzeichnung dorthin geflogen ...

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