Sportwagen und Coupés auf der IAA 2005

Lamborghini Gallardo SE Lamborghini Gallardo SE

Sportwagen und Coupés auf der IAA 2005

— 09.09.2005

Frankfurter Extreme

Alle zwei Jahre dreht sich auf der IAA alles um die "Faszination Auto". Kein anderes Segment vermittelt die so extrem wie die PS-Giganten von Porsche, Lamborghini und Co.

Gallardo SE: Extremsportler für 164.140 Euro

Sportwagen und Coupés sind immer noch zwei der faszinierendsten Fahrzeuggattungen auf unserem Planeten. So lassen es sich die Hersteller auch zur diesjährigen 61. IAA nicht nehmen, uns wieder mit automobilen Leckerbissen zu versorgen.

Lamborghini erfreut uns mit einer auf 250 Fahrzeuge limitierten Version des Gallardo. Kürzere Übersetzungsverhältnisse der ersten fünf Gänge ermöglichen dem Gallardo SE noch bessere Sprinterqualitäten. Der Italiener beschleunigt nun in 4,0 Sekunden (Serie 4,2) auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit steigt um sechs km/h auf 315 km/h. Optisch ist die Sonderserie an der schwarzen Lackierung von Dach, Motorabdeckung, Front- und Heckspoiler sowie der Außenspiegel erkennbar. Für den auch im Innenraum farblich angepaßten Allrad-Renner aus Italien werden 164.140 Euro veranschlagt. Außerdem zeigt Lamborghini den Gallardo Spider.

Wenn es um sportliche Coupés geht, darf man BMW nicht aus den Augen lassen. Für Liebhaber des Z3 Coupé gibt es Hoffnung, denn Mitte 2006 steht der Nachfolger in Form des Z4 Coupé bei den Händlern. Im Gegensatz zum Vorgänger ist der Neue allerdings ein klassisches Fastback mit großer Heckscheibe und weit in die C-Säule hineinreichenden hinteren Seitenfenstern. Der bekannte 3,0-Liter-Benziner mobilisiert dann 272 PS. Eine M-Variante mit hochdrehendem Sechszylinder und etwa 340 PS ist ebenfalls in Planung.

Einen völlig neu entwickelten Achtzylinder erhält der BMW 650i, der den 645i ablöst. Das neue Triebwerk leistet 367 PS (vorher 333 PS) mit 490 Newtonmeter Drehmoment. Damit schnellt der Bayer in 5,4 Sekunden auf Tempo 100. Interessenten sollten mindestens 74.000 Euro bereithalten.

Porsche Cayman beißt erstmals öffentlich zu

Und was können wir vom Erzrivalen Audi erwarten? Durchaus möglich, daß die Ingolstädter die Plane vom nahezu fertigen TT-Nachfolger ziehen, der – größer, schneller und stärker – ab 2006 gegen die IAA-Premieren BMW Z4 Coupé, Porsche Cayman und Alfa Brera antreten soll.

Als sicher gilt hingegen, daß Porsche beim neuen Turbo der 997er-Generation tief in die Leistungskiste greift. So wird der stärkste lieferbare 911 ab Anfang 2006 über 490 PS (40 PS mehr als der bisherige Turbo S) verfügen. Seinen ganz großen Auftritt hat auf der IAA der Cayman, benannt nach dem südamerikanischen Kleinkrokodil. Die Coupé-Version des Boxster holt aus dem 3,4 Liter großen Sechszylinder 295 PS. Damit sprintet er in 5,4 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 275 km/h Spitze.

Langer Radstand, flach abfallende Heckpartie, große Klappe und kräftig geschwungene Kotflügel machen den Cayman optisch zu einem typischen Porsche, ohne daß er wie eine verkleinerte Kopie des großen Bruders 911 wirkt. Preislich reiht er sich ab November mit 58.925 Euro ziemlich genau zwischen Boxster S und 911 Carrera ein.

Studie im Coupéanzug zeigt neuen Mondeo

Im edlen Coupéanzug erscheint im zweiten Quartal 2006 der Jaguar XK mit einem 4,2-Liter-V8 und 298 PS. Später sollen in der Raubkatze ein 3,5-Liter-Achtzylinder und ein Kompressor-V8 mit mindestens 400 PS folgen. Gute Fahrleistungen dürfte die schicke, leichte Aluminiumkarosserie garantierten.

Zum Verkaufstart im Dezember wird das Peugeot 407 Coupé mit zwei Benzinern und einem Diesel zu haben sein. Der Common-Rail-Selbstzünder leistet 204 PS und sorgt dank zweier Turbolader für ein maximales Drehmoment von 440 Newtonmetern. Topmotorisierung ist der 3,0-Liter-V6 mit 211 PS, der für entsprechenden Vortrieb bürgt (null auf 100 km/h in 8,4 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 243 km/h). Er ist mit Schalt- und Automatikgetriebe erhältlich. Dagegen ist der Basisbenziner (163 PS) nur mit Sechsgang-Handschaltung und der Diesel nur mit Sechsgang-Automatik kombinierbar. Das diesmal hausgemachte Design mit kiemenartigen Luftschlitzen und großem Lufteinlaß im vorderen Kotflügel wirkt sehr progressiv.

Ein IAA-Highlight steht auch bei Ford. Mit dem viertürigen Coupé Iosis gewährt man einen ersten Ausblick auf den neuen Mondeo. Vor allem aber zeigt die Studie, die ganz ohne B-Säule auskommt, mit fließenden Linien die künftige Designsprache im Hause Ford.

Aus China kommt im Lauf des nächsten Jahres der Geely BO für rund 10.000 Euro nach Europa. Unter der Haube arbeitet wahlweise ein 1,3-Liter mit 86 PS oder ein 1,5-Liter mit 94 PS, die 170 respektive 180 km/h Höchstgeschwindigkeit erlauben.

Natürlich darf auch Ferrari nicht fehlen. Allerdings gibt es kaum Neuigkeiten. Der Über-Enzo FXX mit 850 PS steht nicht in Frankfurt und der F600 Imola erst 2006 in Detroit. Amateur-Rennfahrer erfreut man mit dem F430 Challenge, dessen 490 PS starker V8 nur 1250 Kilogramm Gewicht bewegen muß.

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