WEC

Sportwagen-WM: Audi im Pech

— 04.09.2016

Nächster Sieg für Porsche

In der Höhenluft von Mexico-City hatte Audi das schnellste Auto, aber erneut das Glück nicht auf der Seite. Porsche gewinnt ein hochturbulentes Rennen.

Dramatisches Sechs-Stunden-Rennen von Mexiko in der Sportwagen-WM: Wechselnde Bedingungen, Rad-an-Rad-Duelle und ein undurchsichtiger Rennverlauf – den Fans auf den Tribünen wurde Motorsport vom Feinsten geboten.

Die Weltmeister Webber, Hartley und Bernhard jubeln

Und am Ende hieß der strahlende Sieger wieder Porsche. Zum vierten Mal in den bisherigen fünf Saisonrennen. Und zum elften Mal seit dem Debüt des rund 1000 PS starken Porsche 919 Hybrid 2014 in seither 21 ausgefahrenen Rennen.

Siegreich waren wie schon am Nürburgring Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley, die sich damit auch noch Titelchancen wahren. Ihr Rückstand auf den Schwester-Porsche beträgt bei vier noch auszutragenden Rennen und 100 zu vergebenden Punkten 64,5 Zähler. Das Le-Mans-Siegertrio und Tabellenführer Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani landeten nur auf Rang vier.

Der große Pechvogel war Audi. André Lotterer schoss schon am Start von Rang drei aus an die Spitze, was bei einem fliegenden Start wie in der Langstrecken-WM ein wahres Kunststück ist. Allein: Der ehemalige Formel-1-Gaststarter war auf einer Reifenmischung unterwegs, die zu schnell abbaute und ihn viel zu früh in die Box zwang.
Später verloren er und Teamkollege Marcel Fässler noch Zeit an der Box, weil sie ohne Diesel ausrollten. Und schließlich gab es auch noch einen Defekt an der Bremsanalage, die sogar für einen kleinen Einschlag Lotterers in die Mauer sorgte.  Trotzdem wurden beide noch Zweiter.

Audi war auch in Mexiko wieder vom Pech verfolgt

Noch schlechter lief es für den zweiten Audi von Oliver Jarvis, Lucas di Grassi und Loïc Duval, die nach einem Crash Jarvis’ in Folge eines Radlagerschadens eine halbe Stunde Reparaturzeit verloren und am Ende nur auf Rang 15 landeten. Damit verloren sie Rang zwei in der WM an den Toyota von Kamui Kobayashi, Mike Conway und Stéphane Sarrazin, die auf Rang drei ins Ziel kamen. Ihr Rückstand auf den führenden Porsche: 41 Punkte.

In der LMP2-Klasse wurde René Rast wie schon am Nürburgring in Führung liegend von einem Defekt gestoppt. Der Sieg ging an den Lokalmatadoren Ricardo González, zusammen mit Bruno Senna und Filipe Albuquerque.

Die GT-Pro-Klasse entschied Aston Martin mit Darren Turner und Richie Stanaway für sich. Geholfen hat die Streckenspezifikation, die vor allem Ford bremste. Und eine lange Fahrt auf Slicks im Regen durch Stanaway. Die GT-Amateur-Klasse ging an Porsche.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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