WEC

Sportwagen-WM: Auftakt zur WEC

— 17.04.2016

Spektakulärer Crash von Porsche

Aud überquerte beim 6h-Rennen von Silverstone als Erster die Ziellinie. Heftig: Ein großer Porsche-Crash beim Überrunden. Toyota mit soliden Zeiten.

Ursprünglicher Rennbericht unten - So lief der Auftakt zur WEC:

Audi hat den ersten Schlagabtausch gegen Porsche in der Sportwagen-WM 2016 für sich entschieden. Nach einem spannenden Sechsstunden-Rennen in Silverstone triumphierten Andre Lotterer, Benoit Treluyer und Marcel Fässler im ersten Audi R18 vor dem Porsche mit Neel Jani, Romain Dumas und Marc Lieb und wiederholten damit ihren Sieg aus dem Vorjahr.

Audi war der strahlende Sieger bei den 6h Silverstone

Ein mehr als gelungenes Debüt für den nagelneuen Audi R18 mit etwa 1000 PS Systemleistung aus einem 4,0-Liter-V6-Diesel mit einfachem Hybridsystem. "Einfach unglaublich für uns", freut sich Fässler, der den Zielstint absolvierte. "Wir haben ein neues Auto hier und fahren ihn das erste Mal im Rennen. Gestern Pole, heute Sieg - das ist eine großartige Belohnung für Audi und für unsere Mechaniker und die Leute zu Hause. Der neue R18 ist konkurrenzfähig und wir sind sehr glücklich. Was für ein fantastischer Triumph für uns!"

Allein: Den Weg frei gemacht für den Audi-Sieg hat erst ein Unfall des führenden Porsche 919 Hybrid (ebenfalls mehr als 1000 PS dank eines 2,0-Liter-V4-Turbo mit doppeltem Hybridsystem) von den Weltmeistern Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley. Der Australier Hartley kollidierte beim Überrunden mit einem Porsche einer niedrigeren Kategorie und hätte sich fast überschlagen.
Probleme aber auch bei Audi. Lucas di Grassi musste den zweiten R18 während der Gelbphase mit einem Hybriddefekt abstellen. Der Brasilianer musste dabei sogar im Auto sitzen bleiben, ein Audi-Techniker wurde mit der entsprechenden Ausrüstung zum Auto geschickt. Weil sich immer mehr Qualm im Cockpit verteilte, aktivierte di Grassi den Feuerlöscher und sprang aus dem Audi.

Böser Abflug: Hartley warf Porsches Chancen weg

Ein Toyota im Pech, der andere im Glück: Das Fahrer-Trio rund um Ex-F1-Pilot Kazuki Nakajima verlor nach einem kapitalen Reifenplatzer am TS050 zwar Platz drei - geerbt wurde dieser jedoch vom Schwesterauto des japanischen Teams mit Sitz in Köln und den Fahrern Mike Conway, Kamui Kobayashi und Stephane Sarrazin. Ein überzeugender Einstand für den neuen Renner der Japaner mit akzeptablen Rundenzeiten.

Die neuen aber soliden Ford GTs kamen bei ihrem Debüt auf die Ränge vier und fünf in der Klasse GTE pro. Der Ferrari 488 von Davide Rigon und Sam Bird gewann dort souverän.

Rennergebnis 1. WEC-Lauf in Silverstone:

1. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18) 194 Runden
2. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) +46,065 Sek.
3. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) –1 Rd.
4. Imperatori/Kraihamer/Tuscher (Rebellion) – 11 Rd.
5. Heidfeld/Piquet/Prost (Rebellion) – 13 Rd.
6. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) – 15 Rd.
7. Cumming/Dalziel/Derani (Ligier-Nissan) – 15 Rd.
8. Berthon/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) – 15 Rd.
9. Lapierre/Menezes/Richelmi (Alpine-Nissan) – 16 Rd.
10. Kane/Leventis/Watts (Gibson-Nissan) – 17 Rd.

Autor: ABMS

Fotos: Audi / WEC / Eurosport

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