WEC

Sportwagen-WM: Lotterer auf Pole

— 16.04.2016

Audi schlägt Porsche

Audi hat sich die beste Startposition für den Saisonauftakt der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC im britischen Silverstone gesichert.

Die Sportwagen-Saison 2016 hat begonnen! Den ersten Schlagabtausch mit Porsche hat Audi dabei für sich entschieden. Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer starten morgen bei den sechs Stunden von Silverstone im neu entwickelten Audi R18 von der Pole. Es folgt der zweite Audi mit Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis vor dem bestplatzierten Porsche 919 Hybrid mit den amtierenden Weltmeistern Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber.

Jubel bei Audi über die erste Pole im neuen Jahr

Schnee am Vormittag und ein abgebrochenes drittes Freies Training, nasser Asphalt und sechs Grad kalte Bodentemperaturen zur Mittagszeit machten das Qualifying zum Balanceakt. Zunächst setzte sich André Lotterer im Audi mit der Nummer 7 auf Regenreifen an die Spitze. „Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet. Aber wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen und waren schnell genug“, sagte der Deutsche. Anschließend übernahm Marcel Fässler den Hybrid-Sportwagen. „Das Zeittraining hat Spaß gemacht. Das Auto gab uns sehr gute Rückmeldungen“, lobte der Schweizer. In der WEC zählt der Durchschnitt der jeweils schnellsten Runde von zwei Fahrern für die Startaufstellung.

Die zweite Startreihe geht geschlossen an Porsche. Hinter dem Weltmeistertrio sicherten sich Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb Startplatz vier. „Über ein Jahr lang - nämlich seit dem 2014er Finale in Brasilien - hatten wir jedes Mal die erste Startreihe komplett für uns“, zeigte sich Porsches LMP1-Leiter Fritz Enzinger enttäuscht. „Jetzt werden wir analysieren, warum es heute nur für die Plätze drei und vier gereicht hat. Für Morgen sind andere Wetterbedingungen angekündigt. Wir wollen im Rennen das maximal Mögliche für uns herausholen.“

Porsche kam nicht über die Plätze drei und vier hinaus

Sebastian Vettels ehemaliger Red-Bull-Teamkollege Mark Webber konstatierte: „Wir haben alles aus unserem 919 Hybrid herausgeholt, aber Audi war einfach etwas stärker als wir.“ Die beiden neuen Toyota TS050 Hybrid hatten auf den Plätzen sechs und sieben bereits mehr als fünf Sekunden Rückstand. In der GTE-Pro-Klasse erreichten die beiden neuen Werks-Ford GT unter anderem mit dem Berliner Stefan Mücke am Steuer die Plätze drei und vier.

Am Sonntag muss der neu konstruierte Audi R18 mit rund 1.000 PS Systemleistung sein Potenzial über eine Distanz von sechs Rennstunden beweisen. Porsche hat seinen ebenfalls mehr als 1000 PS starken 919 Hybrid nur im Detail weiterentwickelt und neue Aerodynamik-Konfigurationen gebracht. Der erste von neun Läufen zur FIA WEC beginnt am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit. Die Rennentscheidung ist auf Eurosport ab 17 Uhr deutscher Zeit live im Fernsehen zu sehen.

Ergebnis - Qualifying 6h Silverstone:

1. Fässler/Lotterer/Tréluyer (Audi R18) 1.53,204 Min.
2. Di Grassi/Duval/Jarvis (Audi R18) 1.53,308 Min.
3. Bernhard/Hartley/Webber (Porsche) 1.54,150 Min.
4. Dumas/Jani/Lieb (Porsche) 1.54,266 Min.
5. Conway/Kobayashi/Sarrazin (Toyota) 1.58,200 Min.
6. Buemi/Davidson/Nakajima (Toyota) 2.00,109 Min.
7. Rossiter/Trummer/Webb (CLM-AER) 2.08,332 Min.
8. Berthon/Rast/Rusinov (Oreca-Nissan) 2.08,479 Min.
9. Cumming/Dalziel/Derani (Ligier-Nissan) 2.09,632 Min.
10. Albuquerque/Gonzalez/Senna (Ligier-Nissan) 2.10,295 Min.

Autor: ABMS

Fotos: Audi / Picture-Alliance

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