Vorerst wird man den GT-R LM nicht mehr bei Rennen sehen

Sportwagen-WM: Nissan zieht GT-R LM zurück

— 11.08.2015

Rückkehr in die Testphase

Nissan wird bis auf weiteres keine Rennen in der Sportwagen-WM bestreiten: Zunächst sollen die technischen Probleme mit dem GT-R LM gelöst werden.

Wenn die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am letzten August-Wochenende auf dem Nürburgring ihre Sommerpause beendet, wird ein LMP1-Team nicht mit dabei sein, denn Nissan hat seine Teilnahme an den Rennen der WEC bis auf weiteres abgesagt. Erst wenn die technischen Probleme mit dem GT-R LM gelöst seien, will das Team zurückkehren. Ein konkretes Datum wurde dafür nicht in Aussicht gestellt. "Wir wissen, dass viele Leute enttäuscht sein werden, aber niemand ist mehr enttäuscht als wir", kommentiert Nismo-Präsident Shoichi Miyatani die Entscheidung. "Wir sind Racer und wollen Rennen fahren, wollen aber auch konkurrenzfähig sein. Deshalb haben wir beschlossen, unser Testprogramm zu verlängern, um den GT-R LM auf den harten Wettbewerb in der Langstrecken-WM vorzubereiten."

Neues Fahrwerk soll helfen

Rückkehr in die Testphase: Vorerst wird man den Nissan Nismo GT-R LM nicht mehr bei Rennen sehen

Bis dahin ist es für Nissan allerdings noch ein sehr langer Weg. Bei seinem ersten und bisher einzigen Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans war das ungewöhnliche Auto mit Frontantrieb und Frontmotor meilenweit davon entfernt, konkurrenzfähig zu sein. Aufgrund von Problemen mit dem Energierückgewinnungs-System (ERS) war Nissan in Le Mans nur mit dem Antrieb des Verbrennungsmotors gefahren, was weitere Probleme nach sich zog. Derzeit versucht das in Indianapolis beheimatete Team, diese Probleme in den Griff zu bekommen. Bei Testfahrten war in der vergangenen Woche zudem erstmals ein vernetztes Fahrwerk erprobt worden, mit dem das massive Untersteuern des Autos bekämpft werden soll.

Experten zweifeln am Konzept

"Wir müssen an vielen Bereichen arbeiten und vor allem sicherstellen, dass wir die beste ERS-Lösung finden", sagt Teamchef Bob Bowlby. "Die Liste der Punkte, die wir verbessern müssen, ist lang, aber das Team gibt auf der Rennstrecke, im Windkanal und in den verschiedenen Einrichtungen von Nismo alles." Obwohl Experten massiv bezweifeln, ob es überhaupt möglich ist, das exotische Fahrzeug auf ein konkurrenzfähiges Niveau zu bringen, will Nissan an dem ungewöhnlichen Konzept festhalten. "Wenn man neue Wege betritt, gibt man nicht an der ersten Hürde auf. Wir sind entschlossen, diese Herausforderung zu meistern", sagt Miyatani. Die Tests sollen vor allem, aber nicht ausschließlich, in den USA stattfinden.

Fotos: Picture-Alliance

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