Spritpreis-Umfrage Juni 2010

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Spritpreis-Umfrage Juni 2010

— 23.06.2010

Schmerzgrenze erreicht

Politiker fordern höhere Spritpreise für den Umweltschutz. Die Autofahrer aber sagen: Die Schmerzgrenze ist erreicht. Doch die Ferien nahen – und die Kraftstoffpreise steigen wie jedes Jahr.

Ferienzeit ist Hochpreiszeit – vor allem was die Kraftstoffpreise angeht. Binnen Wochenfrist ist der Preis für den Liter Superbenzin laut ADAC um 0,6 Cent auf durchschnittlich 1,436 Euro gestiegen. Noch stärker legte Diesel zu: um 0,9 Cent auf 1,245 Euro. Da scheint die Forderung aus der Politik, die Kraftstoffpreise zugunsten des Umweltschutzes noch weiter nach oben zu setzen, wie blanker Hohn. Denn die Schmerzgrenze der Autofahrer ist erreicht: Bei einer Umfrage der Meinungsforscher von TEMA-Q unter 1400 Fahrzeugbesitzern sprachen sich 86 Prozent gegen eine weitere Erhöhung der Spritpreise aus. Diese Haltung geht durch alle Bevölkerungsschichten, auch wenn die Zustimmung bei jüngeren Autofahrern etwas größer war als bei älteren. Selbst die Befragten, die kein Auto fahren, sprechen sich deutlich gegen höhere Spritpreise aus.

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38 Prozent der befragten Autofahrer geben an, dass sie aufgrund von weiteren Kraftstoffpreiserhöhungen ihr Fahrzeug häufiger stehen lassen würden. Weitere 13 Prozent würden zwar gerne auf das Auto verzichten, haben allerdings keine echte Alternative zum Pkw. Wobei besonders ältere Autofahrer, die für die Ausübung ihres Berufs kein Fahrzeug mehr benötigen Verzicht üben könnten. Auch Großstädter, die mit einem guten öffentlichen Nahverkehrsnetz gesegnet sind, können sich weniger Autofahrten vorstellen. Der Zusammenhang zwischen der jährlichen Fahrleistung und den Spritpreisen ist laut den Meinungsforschern gering: Während sich der Preis für einen Liter Super seit 1990 mehr als verdoppelt hat, ist die Fahrleistung pro Pkw und Jahr nur um circa zehn Prozent zurückgegangen. Hauptgrund: Es fehlen Alternativen. 77 Prozent der Befragten sagen, dass ein Umstieg für sie auf öffentliche Verkehrsmittel nicht in Frage kommt oder nicht möglich ist. Während in Großstädten fast die Hälfte der Befragten bei einer weiteren Erhöhung der Kraftstoffpreise einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel für möglich hält, sind es auf dem Land nur 18 Prozent.

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