Spritpreise auf Rekordniveau

Spritpreise auf Rekordniveau

— 02.08.2005

Gepfeffert, nicht geölt

An der Tankstelle jagt ein Preisrekord den nächsten. Schuld ist der Markt in Rotterdam – dazu kommt der Tod von (Öl-)König Fahd.

Diesel und Benzin waren in Deutschland im Juli 2005 so teuer wie nie zuvor. Ein Liter Superbenzin kostete im Monatsdurchschnitt 1,257 Euro – das waren fast vier Cent mehr als der bisherige Rekord aus dem Juni, berichtet der Mineralölwirtschaftsverband.

Der Verband nannte als Begründung für den Preissprung die ebenfalls kräftig anziehenden Produktkosten auf dem Benzinmarkt in Rotterdam – dort würden die entscheidenden Weichen für die Preise in Europa gestellt. Super wurde dort demnach elf Prozent teurer (jetzt 36 Cent pro Liter), Diesel kletterte um drei Prozent auf 39,5 Cent. Der Steueranteil liegt in Deutschland bei 83 Cent (Super) bzw. 66 Cent (Diesel).

Hinzu kommt der Tod des saudi-arabischen Monarchen Fahd – das hat die Energiepreise in ein Allzeithoch getrieben. "Die Rohstoffmärkte sind extrem nervös und reagieren äußerst sensibel auf jedes Ereignis", weiß Fadel Gheit, Fondsmanager bei Oppenheimer in New York. Zwar rechne niemand damit, daß sich die Machtverhältnisse in Saudi-Arabien grundlegend verschieben – allerdings ist das Land mit weitem Abstand der größte Ölexporteur und verfügt über die umfangreichsten Petroleumreserven der Welt. Täglich werden hier 9,5 Millionen Barrel gefördert, auf Platz zwei liegt Rußland (sieben Mio.), der drittplazierte Iran pumpt vier Millionen Barrel am Tag (1 Barrel = 159 Liter).

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