Frau beim Tanken

Spritpreise hoch wie nie

— 13.05.2008

Abgezockte Autofahrer

Super 1,51 Euro pro Liter, Diesel 1,45 Euro – das waren die Durchschnittspreise über Pfingsten 2008. An einigen Tankstellen war Diesel sogar drei Cent teurer als Benzin!

Nach diesem Pfingstfest reiben sich die Öl-Multis die Hände: Sie haben die Autofahrer geschröpft wie noch nie! Rund 670 Millionen Euro haben die Tankstellen am Wochenende mit dem Benzinverkauf eingestrichen, schätzt der Automobilclub von Deutschland (AvD). Rekord! Was die Autofahrer besonders wütend macht: Wieder einmal mussten sie die Zeche für die Preispolitik der Öl-Multis zahlen. Die Konzerne hatten pünktlich zu Pfingsten die Spritpreise auf neue Höchststände geschraubt: Super kostete im Schnitt 1,51 Euro/Liter, Diesel 1,45 Euro/Liter. An zahlreichen Tankstellen war Diesel sogar bis zu 3 Cent teurer als Benzin, unter anderem in Berlin und Kiel. Grünen-Chef Reinhard Bütikofer empört: "Es ist nicht das erste Pfingsten, das von den Konzernen zum Abzocken missbraucht wird."

Die Sprit-Abzocke – vor allem Familien mit Kindern trifft sie immer härter! Für die täglichen Besorgungen bleibt ihnen wegen der hohen Benzinpreise immer weniger Geld übrig, warnt Inflations-Experte Prof. Hans Wolfgang Brachinger: "Es ist zu befürchten, dass diese Familien in den nächsten Monaten bis zu 20 Prozent ihrer Konsumausgaben für Verkehr aufwenden müssen." Derzeit seien es schon 17 Prozent. Immer mehr Politiker und Experten rufen daher nach spürbaren Entlastungen für die Autofahrer. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) verlangte im "Tagesspiegel", die alte Pendlerpauschale "umgehend wieder einzuführen". Die FDP forderte die Abschaffung von Öko- und Kfz-Steuer. Der Autoclub AvD schlug vor, mit den zusätzlichen Einnahmen aus der Mehrwertsteuer die Mineralölsteuer zu drücken.

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