Sprit günstig wie seit Jahren nicht

Spritpreise weiter gesunken

— 14.01.2016

Diesel unter einem Euro

Diesel ist derzeit so günstig wie seit Jahren nicht. Teilweise kostet der Liter weniger als 90 Cent. Grund sind die niedrigen Ölpreise.

(dpa/sb) Die fallenden Ölpreise drücken weiter auf die Spritpreise. Diesel ist derzeit so günstig wie seit Jahren nicht. An einigen Tankstellen kostete am 13. Januar 2016 ein Liter mit 0,899 Cent sogar weniger als 90 Cent, wie aus den Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bundeskartellamts hervorgeht. In vielen Orten mussten Autofahrer oft nur wenig mehr als 90 Cent für einen Liter Diesel bezahlen, es gab aber auch Tankstellen, an denen der Kraftstoff deutlich teurer war.
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Der niedrige Ölpreis drückt die Preise auch für Benzin deutlich nach unten.

Das liegt daran, dass es keinen einheitlichen Preis gibt. Die Literpreise schwanken nicht nur abhängig vom Wochentag oder der Region massiv, sie unterscheiden sich auch von Tankstelle zu Tankstelle. In Hannover etwa lag am 13. Januar 2016 der Dieselpreis an einigen Tankstellen bei 93 Cent, an anderen bei knapp 1,02 Euro. Um längerfristige Entwicklung abzubilden, erhebt etwa der ADAC einmal in der Wochen einen bundesweiten Durchschnittspreis. Inzwischen unterbietet der Dieselpreis dank der weiter fallenden Ölpreise auch im Bundesschnitt wieder die Marke von einem Euro, wie der Autoclub in München mitteilte. Laut ADAC kostet der Liter Diesel derzeit im Schnitt 99,8 Euro, 2,3 Cent weniger als vor einer Woche. Billiger war Diesel im Durchschnitt mit 99,6 Cent am 23. März 2009, also vor rund sechs Jahren. Auch Super E10 ist erneut billiger geworden und kostet derzeit 1,236 Euro je Liter (Stand 13. Januar 2016).

Die Preisunterschiede an verschiedenen Tankstellen sind immer noch groß. Am besten vergleichen.

Damit sind die Spritpreise weit von den Höchstständen entfernt, die 2012 die politische Debatte um die Benzin- und Dieselpreise angeheizt hatten. Zeitweise war der Preis für Super E10 damals auf über 1,70 Euro gestiegen. Doch seit Jahren geht es nach unten. 2015 war das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Spritpreisen – zumindest im Jahresdurchschnitt. Daraus ergibt sich ein interessantes Rechenbeispiel: So hätte ein Autofahrer am bisher teuersten Tag für eine Tankfüllung Diesel (50 Liter à 1,554 Euro, 26. August 2012) 77,70 Euro bezahlt, am 13. Januar 2016 wären es 49,90 Euro gewesen. Für Super E10 (50 Liter à 170,9 Euro, 13. September 2012) wären 85,45 fällig gewesen, am 13. Januar 2016 dagegen 61,80 Euro. Ein wichtiger Grund sind die niedrigen Ölpreise, die sich derzeit Ständen nähren, die seit vielen Jahren nicht erreicht wurden. Eine ähnliche Situation gab es zu Beginn des Jahres 2009. Am 12. Januar war der Preis für WTI-Rohöl sogar erstmals seit Dezember 2003 unter die Marke von 30 Dollar gefallen. Im Tief hatte er 29,93 Dollar gekostet. Experten gehen davon aus, dass der Preis weiter sinkt und sich 20 Dollar nähern könnte.

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