Spritverbrauch: 1990 und heute — 16.11.2010
Der autobild.de-Verbrauchstest
Autos von heute sind schwerer und höher motorisiert als ihre Pendants von 1990. Verbrauchen sie deshalb auch mehr? autobild.de macht den großen Durstvergleich!
Früher war alles besser? Von wegen! Vor allem beim Verbrauch haben sich unsere Autos prima entwickelt. Um das genauer beurteilen zu können, haben wir vierzig Autos unter die Lupe genommen. Die meistgekauften Autos 2010 im Duell mit ihren Vorgängern mit vergleichbarer Motorisierung von 1990. Zwei Dekaden? Im Automobilbau ist das eine lange Zeit, in der sich viel verändert hat: Immer effizientere Einspritzanlagen, Leichtbauelemente, Spritsparreifen – die Hersteller haben viel investiert, um die Verbräuche zu senken. Das war auch nötig – immerhin haben sich unsere Autos parallel kräftig Pfunde angefuttert. Egal ob Sicherheitssysteme wie Airbags, hochfeste Stähle, ESP, ASR, ABS, Komfort- und Luxus-Helfer wie Massagesitze, Klima- und Multimediaanlagen und nicht zuletzt die gewachsenen Dimensionen – alles was das Autofahren angenehmer und leichter werden ließ, brachte zusätzliche Kilos ins Auto.
Ein
Golf II von 1990 brachte nur rund 845 Kilogramm auf die Waage, sein Pendant von heute, der
Golf VI, wiegt bereits 1217 Kilogramm. Kein Grund daran zu glauben, die Fahrzeuge müssten deshalb auch mehr verbrauchen. Wichtigstes Ergebnis unseres Tests: Die Verbräuche sind bis auf wenige Ausnahmen nicht gestiegen, sondern gesunken. Dabei haben alle modernen Autos nicht nur an Gewicht zugelegt und mehr Technik an Bord, ihre Motorleistung ist zumeist auch deutlich gestiegen. Ein Mercedes E 230 (118 PS) Baujahr 1990 genehmigte sich noch 10,4 Liter auf 100 Kilometern im AUTO BILD-Test – sein 2010er Nachfolger, der E 200 CGI (184 PS), begnügt sich mit 8,1 Litern.
Die Verbrauchsentwicklung der Top 20 in der KBA-Tabelle von August 2010 und ihrer Vorgängermodelle mit vergleichbaren Motoren von 1990 sehen Sie in unserer Bildergalerie.
Kommentare zum Artikel (45)
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Ich hatte den prius mal fuer ein WE.Auf der Autobahn bei 150 (normales Tempo in De) lag der verbrauch bei über 9 liter...Das ist steinzeit, jeder Tdi braucht 3 liter weniger...Und das der Prius in der Stadt 5 verbraucht , was sollts bei 2000km in Jahr Stadtverkehr und 20000 km Autobahn.Und wie der aussieht.....ne
Achtung, nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: bei der Herstellung Deiner Batterie, wird extrem die Welt versaut. Ich selbst fahre rein elektrisch, dagegen bist Du mit Deinem Prius ein richtiger Umweltsünder. Solange ich aber meinen Strom nicht CO2-neutral beziehe und meine Batterie ebenfalls die Welt versaut, käme es mir nie in den Sinn, die anderen zu beschimpfen.
... der Opel Kadett, damals wie heute unschön!
Beachtlich ist der Versuch, den faktisch nicht gesunkenen Verbrauch des Golf VI mit dem Mehrgewicht zu rechtfertigen. Da hat wohl VW andere Prioritäten gesetzt als z.B. Toyota - mit fortschrittlicher Hybridtechnik komme ich auf günstige 4,7l/100 km ohne mich in der Garage mit Dieselmief zu ersticken. Das ist Fortschritt, alles andere Shareholder Value und automobile Steinzeit aus dem letzten Jahrhundert. Natürlich bezieht sich das nur auf den Verbrauch, allerdings kann man auch mit lautlosem Fahren, Radar, Head Up und funktionierender Elektronik Spaß haben ohne zu rasen.
@IforDaimler: Turbo, Kompressor & Co. kannste sowieso knicken. Bei dauerhafter Beanspruchung (z. B. Außendienst, 50.000km / Jahr) ist dies das erste was kaputt geht. Da kann 10 mal BMW, Audi oder Mercedes vorne draufstehen = kein Unterschied, die kochen auch nur mit Wasser. Aber für jugendliche Prolls mag es noch reichen ;) Oder diese lächerlichen Downsize-Motoren... erbärmlich.
Hubraum ist durch nichts zu ersetzen! Außer durch... = noch mehr Hubraum!