Spritverbrauch

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Spritverbrauch

— 01.07.2004

Damit können Sie rechnen

Neues Auto gefällig? Klar, bei den Preisen! Aber bitte ein sparsames. Hier sind die Knauser-Könige 2004.

Fahrspaß muss keine Spritschlacht sein

Auto kaufen – marsch, marsch! Schnäppchenjäger haben Hochsaison, preiswerter können Neuwagen kaum werden. Und wenn es noch 1000 Liter Sprit obendrauf gibt, muss der Konjunkturmotor doch endlich anspringen. Aber bitte den Überblick nicht verlieren.

Doch was nützt das im Jagdfieber erlegte Auto, wenn es einem später die Haare vom Kopf säuft? Schließlich endet auch ein 1000-Liter-Spritvorrat: bei einem Verbrauch von 8,3 Litern/ 100 km (Durchschnitt aller Neuwagen) zum Beispiel nach knapp 12.000 Kilometern. Fast 17.000 Kilometer werden erreicht, wenn sich das Auto mit 5,9 Litern begnügt (Golf TDI).

Damit der "geschenkte" Sprit möglichst weit reicht, stellen wir die Spritspar-Könige vor. Unsere Sparmeister, die vor allem eines beweisen: Der Fahrspaß muss kein Riesenloch im Tank haben. Denn in unserer Auswahl parken auch dicke, stark motorisierte Typen. Zum Beispiel der S 320 CDI. Seine 204 PS nippen gerade mal 8,4 Liter Diesel alle 100 Kilometer aus dem Tank.

Wer sparen will, braucht einen Diesel

Selbst der Porsche 911 (320 PS) findet sich in einer Sparrolle auf dem sechsten Platz der Sportwagen wieder. Weniger ist noch mehr? Bitte – knapp über drei Liter sind machbar, Herr Nachbar. Im 3-Liter-TDI-Lupo zum Beispiel: Der kommt mit 3,6 Litern über die 100-Kilometer-Runde.

Wichtig: Bei allen Werten handelt es sich nicht um die Werksangaben, sondern um den praxisgerechten AUTO BILD-Testverbrauch. Denn damit können Sie rechnen. Der kleine Lupo weist uns für den Autokauf in eine richtige Richtung: Wer sparen will, kommt kaum an einem Diesel vorbei.

Außerdem gilt bei der Bestellung: Weniger ist mehr. Etwas Bescheidenheit in puncto Ausstattung spart Gewicht und später teuren Kraftstoff. Es gilt die Faustformel: 100 Kilo weniger Luxus sparen alle 100 Kilometer einen Liter. Und nun ran an die Schnäppchen. Marsch, marsch!

Warum ist der Diesel eigentlich so sparsam?

Es war einmal ein lahmer Diesel ... Vergangenheit. Neuzeitdiesel sind kräftig wie Bullen, flink wie Benziner, überraschend laufruhig und echte Geizkragen. Dagegen sehen die Benzin-Brüder im Vergleich alt aus. Warum bringt der Selbstzünder so viel mehr Talent zum Sparen mit?

Aus Prinzip. Ein Diesel nutzt die Energie besser aus. Sein Wirkungsgrad liegt bei rund 35 bis 45 Prozent, Benziner erreichen 22 bis 35 Prozent. Grund: vor allem das höhere Verdichtungsverhältnis, das einen größeren Verdichtungsdruck und höhere Temperaturen erreicht. Es steht auch keine störende Drosselklappe in der Ansaugluft.

So ist der Motor aufgebaut: Eine Glühkerze ünterstützt den Kaltstart, die Einspritzdüse sprüht den Diesel fein zerstäubt in den Brennraum. Der Kolben hat einen speziell ausgeführten Boden, in dem sich verdichtete Luft und Kraftstoff mit einem besonderen Drall vermischen – Zündung.

Wie realistisch ist die Werksangabe?

Das hat jeder schon erlebt: Der Verbrauch des Autos stimmt nicht mit der Werksangabe überein. Kein Wunder. Die Werksangabe wird unter Laborbedingungen erfahren. Dabei sind die Angaben genauer geworden, der alte Drittelmix seit 1996 ad acta gelegt.

Heute gilt der NEFZ (neuer europäischer Fahrzyklus). Dabei beginnt die Prüfstandmessung mit kaltem Motor. Eine Überlandfahrt simuliert Beschleunigungen zwischen 50 und 120 km/h. Ermittelt wird der Verbrauch über CO2-Ausstoß. Mit der Praxis haben die Tests nicht viel zu tun. Deshalb dreht bei AUTO BILD jeder Testwagen eine genormte Verbrauchsrunde auf der Straße.

Wenn Sie den Verbrauch für Ihr Auto bestimmen: Tank randvoll füllen, Auto wippen, um Luftblasen aus dem Tank zu lassen. Beim nächsten Tankstopp wieder randvoll und nach der Formel "(getankte Liter : gefahrene Kilometer) x (100)" den Verbrauch auf 100 Kilometer rechnen. Tipp: Verbraucht das Auto deutlich zu viel (10 Prozent und mehr), kann gewandelt werden. Gutachten beim TÜV machen.

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