Spyker C8 Aileron in Genf — 04.03.2009

Da geht die Düse

Der niederländische Autobauer Spyker zeigt auf dem Genfer Salon den serienfertigen C8 Aileron. Ein 400 PS starker Audi-V8 treibt das Geschoss in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, Spitze 300 km/h.

Beim Vorbeigehen auf dem Genfer Salon 2009 könnten ihn selbst Sportwagenfans glatt als alten Hut abstempeln: den Spyker C8 Aileron. Bereits 2008 präsentierte die niederländische Sportwagen-Manufaktur den Aileron, ebenfalls in Genf, als Prototyp. Jetzt hat der Supersportler allerdings den finalen Feinschliff für die Serie bekommen – mit kleinen äußerlichen Retuschen, die erst auf den zweiten Blick auffallen. "Aileron" kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Flügelspitze. Eindeutiger kann ein Tribut an die eigene, aeronautische Vergangenheit des Unternehmens kaum sein. Die Karosserie des C8 Aileron will und kann die Familienzugehörigkeit demnach nicht leugnen – zu ähnlich ist die Designsprache im Vergleich mit den beiden aktuellen Spyker-Baureihen. Der Radstand ist gegenüber C8 Laviolette und C8 Spyder jedoch um immerhin 150 Millimeter gewachsen. Spyker verspricht sich davon wesentliche Vorteile beim Fahrkomfort, trotz gewohnt hoher Dynamik. Vor allem für Fahrer und Beifahrer dürfte sich die ebenfalls vergrößerte Spurweite an Vorder- und Hinterachse positiv bemerkbar machen. Denn wer will schon in einem knapp 190.000 Euro teuren Wagen das Dasein einer Ölsardine fristen.

Hier geht es zur Sonderseite über den Genfer Salon

Dafür lieben wir Spyker: alles da, wo es hingehört. Und trotzdem herrlich unaufgeräumt.

Unter der mutig gestylten Aluminiumhülle arbeitet der (auch von anderen Herstellern gern geliehene) 4,2-Liter-V8 von Audi. Das Aggregat liefert solide 400 PS und maximale 480 Newtonmeter Drehmoment. Keine neuen Rekordwerte, aber dank des Leichtgewichts von gerade mal 1425 Kilo reichen 4,5 Sekunden bis Tempo 100. Maximal sollen 300 km/h drin sein. Geschaltet wird die Flunder aus Zeewolde über ein konventionelles Sechsganggetriebe. Gegen 6000 Euro Aufpreis darf man sich mit Lenkradwippen durch die sechs Gänge der automatisierten Schaltbox daddeln.

Die Turbine ersetzt den Propeller

Auch die 19-Zöller verweisen auf die Spyker-Geschichte. Deren Name "Rotorblade" ist übrigens markenrechtlich geschützt.

Apropos Daddeln: Spielchen treiben die Niederländer fast unentdeckt bei der Design-Philosophie. Wer genau hinguckt, erkennt statt der Propeller-Elemente der übrigen Spyker-Modelle beim C8 Aileron eine Turbine. Auch die Außenspiegel und die hübschen 19-Zoll-Felgen nehmen die Form des Düsenantriebs auf – so sieht Fortschritt aus. Bei den Außenfarben wählt man zwischen 16 unterschiedlichen Farbtönen, im Cockpit zeigt der Farbfächer 14 Nuancen. Wer hier nicht das Richtige findet, dem erfüllt Spyker auch Sonderwünsche – freilich gegen Aufpreis. Soundsystem, Navigation und iPod-Anschluss sind Serie. Die ersten Aileron will Spyker noch im Früjahr ausliefern. Im Spätsommer darf man mit dem offenen Spyder rechnen.

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige