Spyker kauft Saab — 24.02.2010

Saab wechselt den Besitzer

Der Kaufvertrag zwischen GM und Spyker ist unterzeichnet. Saab wechselt den Besitzer. Jetzt soll die Produktion des 9-5 wieder anlaufen. Außerdem wollen die Niederländer einen Kleinwagen bauen.

(dpa/bp) Neuanfang für Saab: Der US-Konzern General Motors hat den schwedischen Autohersteller endgültig an den niederländischen Sportwagenbauer Spyker verkauft. Nun soll die Produktion wieder anlaufen. Unter anderem wolle man im Jahresverlauf den neuen Saab 9-5 ausliefern, kündigte Konzernchef Jan-Åke Jonsson an. Spyker-Chef Victor Muller nannte als Ziel für die kommenden zwei bis drei Jahre den Verkauf von jährlich mindestens 100.000 Autos. Er bestätigte in Stockholm die Unterzeichnung des seit Wochen fertig ausgehandelten Kaufvertrages mit GM. "Jetzt konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, Saab wiederzubeleben und in ein vitales, gewinnbringendes Unternehmen zu verwandeln", sagte der in Schweden nicht unumstrittene Niederländer. Zum zukünftigen Erfolg soll unter anderem ein neuer Lifestyle-Mini mit dem Codename "92" beitragen. Das erklärte Muller gegenüber dem britischen Magazin "Autocar". Wann das Auto auf den Markt kommen wird, ist jedoch noch unklar.

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Die Produktionsbänder sollen bald wieder anlaufen, damit der Saab 9-5 Mitte 2010 ausgeliefert werden kann.

Die Produktionsbänder sollen bald wieder anlaufen, damit der Saab 9-5 Mitte 2010 ausgeliefert werden kann.

GM-Vizepräsident John Smith erklärte: "Heute ist ein großer Tag für die Saab-Beschäftigten, die Händler und Lieferanten, aber auch für Millionen Saab-Kunden und -Fans." Muller wollte erneut die Finanziers hinter der ausschließlich durch Kredite finanzierten Übernahme nicht nennen. Vor allem wegen lange unsicherer Kredite durch die Europäische Investitionsbank (EIB) und Garantien durch Schwedens Regierung galt die Übernahme wochenlang als unsicher. Das schwedische Unternehmen beantragte ebenfalls am 23. Febraur 2010 bei Gericht die Aufhebung der im Januar eingeleiteten "freiwilligen Liquidation". Sie gilt als Voraussetzung für neue Zulieferungen und das Wiederanlaufen der fast völlig ruhenden Produktion in den kommenden drei bis vier Wochen.

Im Überblick: Alles News und Tests zu Spyker

Saab hatte im letzten Jahr nur noch knapp 40.000 Autos verkauft und als Tochter von GM seit 1990 fast ununterbrochen rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen beschäftigt 3500 Mitarbeiter. Spyker selbst stellt in den Niederlanden hochwertige Sportwagen in sehr kleiner Stückzahl her. Die neuen Besitzer wollen mit einer Jahresproduktion von 120.000 Autos die Gewinnzone erreichen. Muller bestätigte, dass der russische Spyker-Aufsichtsratschef Wladimir Antonow nach den Bestimmungen des Kaufvertrages mit GM sechs Jahre lang nicht an dem Geschäft mit Saab beteiligt werden darf. Gegen seine Mitwirkung hatte der US-Geheimdienst CIA bei GM interveniert, weil Antonow Verbindungen zu Mafiakreisen nachgesagt werden.

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Saab-Verkauf

Kommentare zum Artikel (2)

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Padras
24.02.2010, 21:12Uhr

Das 9-4X SUV ist nichts anderes als ein Chevrolet Equinox. Aber das ist gut so, denn dieser absolut gelungene Wurf fehlt schon längst in Europa. Dazu hebt es sich von den "Konkurrenten" schon vom Design her wohltuend ab. Wenn der Preis stimmt bin ich dabei.

Andreas
24.02.2010, 19:30Uhr

Bild 5 zeigt kein SUV, sondern einen Försterkombi. Eher Konkurrenz zum Audi A4 Allroad.

Seite 1

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