Spyker zeigt Saab-Businessplan

Spyker zeigt Saab-Businessplan

— 04.02.2010

Die Zukunft von Saab

Nach der Saab-Übernahme hat Spyker jetzt Details für die Zukunft von Saab bekannt gegeben. Die Pläne umfassen auch überraschende Baureihen – vom Einstiegsmodell Saab 9-1 bis zum exotischen Aero X.

Spyker hat mit Saab viel vor. Der neue Eigentümer will an die goldenen Zeiten der Marke anknüpfen und bis 2013 eine Fülle neuer Modelle auf den Markt bringen. Fest eingeplant sind drei Modellreihen. Der 9-3 soll als Limousine, Kombi, Cabrio und Allradler im Programm bleiben. Die Produktion des Cabrios wandert von Magna in Österreich in das Stammwerk im schwedischen Trollhättan. Flaggschiff soll der auf der IAA 2009 vorgestellte 9-5 als Limousine, Kombi und als höhergelegtes Allradmobil 9-5X werden. Ergänzt wird die Palette durch das Kompakt-SUV 9-4X als Konkurrent zu BMW X3 und Audi Q5. 2012 soll dann ein komplett neuer 9-3 vorgestellt werden. Zusätzlich wird derzeit eine vierte Baureihe in Form eines kompakten Einstiegsmodells geprüft, die als 9-1 auf den Markt kommen könnte. Auf dem Genfer Salon 2008 gab die Studie 9-X bereits einen Vorgeschmack darauf.

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Spyker-Chef Victor Muller erwägt außerdem eine Kleinserienproduktion des Aero X. Die 2006 in Genf gezeigte Studie orientierte sich mit ihrer Kuppel am Design eines Kampffliegers. Ein Bioethanol-V6 liefert 400 PS. In Serie ging das spektakuläre Stück jedoch nie. Das könnte sich mit der Übernahme durch Spyker ändern.

Neuer Name: "Saab Spyker Automoblies NV"

Spyker will nach der vollständigen Übernahme von Saab seinen Namen in "Saab Spyker Automoblies NV" ändern. In dem neuen Konzern sollen die Bereiche Saab und Spyker-Sportwagen aber auch künftig getrennt voneinander arbeiten. Saab soll als Premiummarke gegen Audi und BMW positioniert werden, Spyker spricht von "leistungsorientierten Nischenautos" und einer "führenden Umwelttechnologie". Langfristig peilt Spyker eine Produktionskapazität von bis 125.000 Saab-Fahrzeugen jährlich an. Diese sollen im schwedischen Trollhättan vom Band laufen, einzig der 9-4X soll in Mexiko gebaut werden.

Spätestens 2012 soll Saab wieder Gewinn einfahren – es wäre das erste Mal seit dem Jahr 2000. Um den schwedischen Autobauer wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, sollen bis 2013 eine Milliarde US-Dollar investiert werden. 326 Millionen Dollar stammen vom früheren Saab-Eigner General Motors, 400 Millionen Dollar stellt die Europäische Investitionsbank bereit. Zurzeit versucht Spyker-Chef Victor Muller allerdings, die vereinbarte Barzahlung in Höhe von 74 Millionen Dollar (53,1 Millionen Euro) des Saab-Kaupreises für GM bei Banken zu leihen.

Autor: Stefan Voswinkel

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