SsangYong Korando: Fahrbericht

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SsangYong Korando: Fahrbericht

— 23.05.2011

So fährt sich das Korea-SUV

Mit dem neuen Korando wagt SsangYong den Neueinstieg in Europa. Der gefällig gezeichnete Crossover kommt mit 175 Diesel-PS und üppiger Ausstattung. Wie sich der Koreaner fährt, zeigt der erste Fahrbericht.

Mit dem gefällig gezeichneten Crossover Korando und frischem Geld vom neuen Merheitseigner Mahindra wagt SsangYong den Neueinstieg in Europa. Das Design stammt von Giugiaro, und die Italiener haben ihren Job gut gemacht. Der neue Korando fällt optisch nicht auf, eckt aber auch nicht an. Keine Selbstverständlichkeit bei den Koreanern: Mit Grausen erinnern wir uns an den Van Rodius, der die Geschmacksnerven auf eine harte Probe stellte und gnadenlos floppte – wie der Rest der SsangYong-Flotte. Dementsprechend bescheiden fallen auch die Absatzziele für den Korando aus: Bis Ende 2011 will man 1000 Fahrzeuge an den Kunden bringen, für 2012 sind 2000 Verkäufe geplant. Mittel zum Zweck: ein Kampfpreis von knapp 23.000 Euro, 175 Diesel-PS, üppige Serienausstattung plus optionaler Allradantrieb. Hat der Korando eine Chance?

SsangYong Korando: Preise und technische Daten

Mit 175 PS geht der Zweiliter-Diesel kräftig zur Sache, ist aber nicht der leiseste Vertreter seiner Zunft.

SUV-Freunde ohne Imagebrille oder Premiumansprüche finden mit dem Korando ein ordentlich verarbeitetes Auto mit gutmütigen Fahreigenschaften. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, die Materialien machen – bis auf die billig wirkenden Plastikeinlagen in der Türverkleidung – einen passablen Eindruck. Dazu kommen bequeme Sitze und ein überzeugendes Platzangebot, besonders im Fond. Abstriche müssen Korando-Fahrer beim Komfort machen. Der rappelige Zweiliter-Diesel stammt vom Motorenentwickler AVL und nervt im gesamten Drehzahlbereich mit hartnäckigem Nageln. Aus dem Stand geht er kernig zur Sache, nicht zuletzt dank des sehr kurz übersetzen ersten Gangs. Bei 4000 Touren endet der Vortrieb allerdings derart abrupt, als hätte der Korando den Anker gesetzt.

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Die Materialqualität im Cockpit ist ordentlich. Großzügiges Platzangebot, Leder in der Topversion "Sapphire" (ab 25.990 Euro).

Auch die Federung könnte komfortabler ausgelegt sein: Kurze Stöße gibt der Korando recht ungefiltert an seine Insassen weiter. Wer die Allradversion wählt (Version "Quartz" ab 26.490 Euro), kann den Kraftfluss bis 40 km/h manuell fest auf alle vier Räder verteilen und schon mal einen Abstecher auf die Pferdekoppel wagen. Alternativ zum manuellen Sechsganggetriebe bietet SsangYong eine Sechsstufen-Automatik, die gut mit dem Dieselmotor harmoniert. Anfang 2012 will der Hersteller einen Benziner mit 150 PS und einen schwächeren Einstiegs-Diesel nachschieben. Zusätzlich plant SsangYong einen  Nachfolger für den Pickup Actyon, ein neues SUV im D-Segment und ein kleineres Modell unterhalb des Korando. Das Netz der derzeit 40 Händler in Deutschland soll bis Ende 2011 auf 100 Betriebe anwachsen.

Autor: Jan Kretzmann

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