Start in die Motorradsaison

— 18.03.2008

Rücksicht nehmen

Mit dem Beginn der Motorradsaison 2008 rollen wieder rund 3,7 Millionen Maschinen über Deutschlands Straßen. Auto- und Motorradfahrer sollten sich behutsam aneinander gewöhnen, rät der Automobilclub von Deutschland (AvD).



Das Motorradfahren verlernt man nicht, aber nach der Winterpause müssen auch geübte Fahrer erst wieder das richtige Gefühl für ihre Maschine entwickeln. Auch die Autofahrer müssten sich wieder neu auf die Zweiradfahrer einstellen, warnt der AvD. Motorräder können gut beschleunigen, werden leicht unterschätzt. Im Gegenverkehr ist ihre Silhouette oft nicht genau zu erkennen, deshalb fahren Motorräder mit Licht. Man sollte auf genügend Abstand beim Überholen achten, seitlich lieber eine Lücke lassen. Wegen der Schräglage in Kurven muss man gerade auf Landstraßen mit Motorrädern in der Fahrbahnmitte rechnen. Im Stau und an Ampeln sollte man sich nicht über Motorradfahrer ärgern, die sich trotz Verbot seitlich an den Wartenden vorbeischieben und leicht im toten Winkel übersehen werden.

Zigarettenkippen sind für Zweiradfahrer lebensgefährlich

Die Biker selbst sollten ebenfalls Rücksicht auf die Autos nehmen, die viel schlechter bremsen können. Motorradfahrer, die knapp vor Lkw einscheren und bremsen, sind in Lebensgefahr. Ganz wichtig: Die achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippe ist für Zweiradfahrer lebensgefährlich - ganz abgesehen davon, dass diese Entsorgung streng verboten ist. Auch vor dem Benutzen der Scheibenwischanlage sollte man sich vergewissern, dass kein Zweiradfahrer hinter oder neben einem ist. Das Spritzwasser setzt sich auf die Visiere der Motorradfahrer und brennt wegen der Reinigungsmittel in den Augen. Gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme hilft Unfälle vermeiden.

Die Motorrad-Stauhilfe ist wieder unterwegs, um schnell an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten im Ferien- und Feiertagsverkehr zur Stau-Ursache vorzudringen. Erste Hilfe leisten, Unfallstellen absichern und abräumen, Umleitungsempfehlungen geben, Pannenhilfe leisten und Hilfsmaßnahmen zu koordinieren, sind die wichtigsten Aufgaben der Fahrer auf ihren wendigen Maschinen. Die AvD-Stauhilfe funktioniert in enger Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfallhilfe, die speziell ausgebildete Fahrer für den Erste-Hilfe-Einsatz stellt. Die Stauhilfe-Kräder werden deutschlandweit in Großräumen mit dichtem Verkehrsaufkommen, an besonders belasteten Autobahnabschnitten, bei Großveranstaltungen und auf spezielle Anforderung im Einsatz sein.

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