Zubehör

Starterbatterie

— 20.06.2002

Feine Unterschiede

Wer die richtige Starterbatterie kaufen will, sollte auf ein paar feine Details achten.

Pole, Leiste, Höhe

"12 Volt" sollte draufstehen, die Länge in etwa stimmen. Ansonsten sind die Dinger eh gleich. Glaubt der Laie. Und offenbar mancher Verkäufer, wie ein Test zeigte. Von wegen. Allein der Bosch-Katalog listet über 100 verschiedene Pkw-Bleibatterien. Worauf ist zu achten?

Zunächst sind die Pole wichtig. Vorsicht bei Ford: Die hatten bis in die Neunziger eckige Laschen. Viele asiatische Kleinwagen haben dagegen winzige "Dünnpole". Oder normale Rundpole, beides übrigens innerhalb einiger Modelle und Baujahre gemischt. Also besser einmal mehr nachschauen. Gleiches gilt für die Platzierung: Minus rechts, Plus links oder umgekehrt – auf eine einheitliche Bauweise verzichten manche Fernost- Fahrzeuge. Umgekehrte Polanordnungen finden sich bei Lada und älteren Autos aus Frankreich.

Dann ist da noch die Sache mit der hohen Bodenleiste: Vor ein paar Jahren verbauten VW-Konzern-Marken sowie Porsche diese Besonderheit. Eine Batterie mit flacher Kante passt nur mit Adapterleiste. Ohne diese hat sie keinen festen Halt. Selbst die Höhe kann entscheidend sein. Ist ein 175-Millimeter-Akku vorgesehen, kann es mit einem 190-er nach oben hin eng werden. Beim Opel Corsa B etwa droht dann sogar ein Kurzschluss an der Motorhaube. Anders zahlreiche Japaner und Briten, für die schmale, 225 mm hohe Batterien vorgesehen sind. Alle sonstigen lassen sich nicht befestigen. Oder sind schlicht zu breit.

Normal ist meist genug

Generell gilt: Liegt der Einbauort (wie bei A-Klasse-Benz oder frühen Renault Scénic) im Innenraum, muss ein Entgasungsschlauch hinausführen. Ein defekter Lichtmaschinenregler kann sonst für die Bildung von Knallgas sorgen. Und ein kleiner Funke zur Katastrophe führen. Theoretisch jedenfalls. Die Praxis ist selten so dramatisch.

Auch bei Geländewagen, die teilweise ab Werk mit rüttelfesten Stromspendern bestückt sind. Wer nie "offroad" unterwegs ist, kann beim Ersatz sparen. Denn dann reicht eine normale Batterie völlig. Die auch für jeden Serien-Pkw genügt. Sicher, wer Stereo und Co kräftig aufrüstet, sollte in puncto Startleistung nachlegen. Empfehlungen stehen in den Zuordnungslisten, die jeder Händler bereithalten muss.

Weitere Info-Quellen: Bedienungsanleitung und Vertragshändler der Fahrzeugmarke. Der Griff zum riesigen Power-Paket nach dem Motto "Alles, was reinpasst" ist jedenfalls sinnlos. Und kostet doppelt extra: Reicht die Kapazität des Generators nicht, sinkt die Lebensdauer des teuren Trumms.

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