Staubilanz Sommer-Saison 2012

Staubilanz Sommer-Saison 2012

— 24.09.2012

Leichter Rückgang

Auf den deutschen Autobahnen gab es im Sommer 2012 fast 2000 Kilometer weniger Staus als im Vorjahr. Mögliche Ursache: hohe Spritkosten und zeitlich stark versetzte Schulferien.

Vielleicht liegt es an den hohen Kraftstoffpreisen, dass die deutschen Urlauber in diesem Sommer nicht so häufig mit dem Auto in den Urlaub fuhren wie in den Vorjahren. In der Reisesaison 2012 registrierte der ADAC an den zwölf Ferienwochenenden vom 22. Juni bis 9. September nur 861 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr auf den deutschen Autobahnen. Im gleichen Zeitraum der Hauptreisezeit 2011 zählten die Verkehrsexperten 957. Und das, obwohl es in diesem Jahr elf Prozent mehr Baustellen gab. Insgesamt summierten sich die Blechkolonnen im Jahr 2012 zu einer Strecke von 11.187 Kilometern, 2011 waren es 13.115 Kilometer.

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Mit zu dem Rückgang dürfte aber auch beigetragen haben, dass der Sommerferien-Beginn im Norden Deutschlands sich nicht mit dem Pfingstferien-Ende im Süden überschnitt und in den drei bevölkerungsreichsten Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Schulen nicht beinahe gleichzeitig schlossen wie in 2011. Wie in den Jahren zuvor waren die heißesten Reisetage der Wochenenden mit insgesamt 440 Staus die Freitage. Auch die Tendenz, die sich bereits seit Jahren abzeichnet, dass der Sonntag als Reisetag immer beliebter wird, setzt sich fort: 212 der Staus entfielen auf diesen Tag. 216 Staus wurden an den Samstagen gezählt. Bei 71 Prozent aller Staumeldungen waren hohes Verkehrsaufkommen in Kombination mit Baustellen die Ursache. Für die restlichen 29 Prozent zeichneten Unfälle und defekte Fahrzeuge verantwortlich.

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Nichts Neues ergibt der Vergleich der Stau-Autobahnen: Seit Jahren führen die fünf "klassischen" Reiserouten A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg (146 Staus), A7 Flensburg - Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen (127), A9 Berlin – Nürnberg – München (115), A1 Köln – Bremen – Hamburg – Lübeck (105) und A3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg (96) die Hitliste an.

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