ADAC-Stauprognose: 12. bis 14. Juni 2015

Ranking der Stau-Hauptstädte

Stauprognose: aktuelle Staumeldungen

So umfahren Sie den Sommer-Stau

Die Staugefahr wird auf den Hauptreiserouten immer größer. Wer kann, sollte klassische Reisetage wie den Samstag meiden. Anti-Stau-Tipps und die aktuelle Stauprognose!
Achtung, Sommerferien: Am kommenden Wochenende (20. bis 22. Juli) werden die Staus laut ADAC noch einmal länger. Im Norden der Niederlande schließen die Schulen, für viele Skandinavier steht die Heimreise an. Gerade um Hamburg herum dürfte es eng werden, weil ein Teilstück der A24 bis zum 4. August voll gesperrt bleibt. Ein wenig Erleichterung verspricht nur das Lkw-Ferienfahrverbot, das ab 7. Juli samstags jeweils von 7 bis 20 Uhr für Brummis mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht gilt. Grundsätzlich sind die Straßen an Sonn- und Feiertagen für schwere Brummis von 0 bis 22 Uhr tabu. Wer um die schlimmsten Blechlawinen herumfahren will, sollte folgende Tipps beachten:
1. Antizyklisch reisen. Wer außerhalb der Zeiten fährt, zu denen das Staurisiko am größten ist, spart möglicherweise wertvolle Zeit. Vermeiden Sie die Spitzenzeiten: In der Ferienzeit drohen Stau-Spitzenzeiten freitags von 13 bis 20 Uhr, samstags von elf bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr.
2. Handy zur Navigation nutzen. Apps sind oft viel aktueller als feste Navis und bieten zeitig Alternativrouten an. Diese Apps sind empfehlenswert:
Google Maps: Über "Live Traffic" gibt es Verkehrsinformationen in Echtzeit. Dazu kommen präzise Vorschläge für Ausweichrouten. Bonus: Ein Fahrspurassistent für Autobahnkreuzungen in 15 europäischen Ländern.
Apple Maps: Apple Maps warnt vor Gefahrenstellen, zum Beispiel bei Unfällen. Mit der Menü-Option "Flyover" lässt sich das Verkehrsgeschehen in vielen Metropolen aus der Vogelperspektive beobachten.
Here WeGo:
Diese App ermöglicht es, weltweit kostenlos zu navigieren und Karten herunterzuladen, um Datenvolumen zu sparen. Außerdem fließen Fußwege, öffentliche Verkehrsmittel und Fahrdienste in die alternativen Routenvorschläge ein.
Waze:
Dank großer Community sind die Verkehrsmeldungen topaktuell. Leider hat Waze als reine Online-App den größten Datenhunger und besteht während der Fahrt auf ständiger Server-Kommunikation.
Nunav:
Auch hier sorgt die Community rund um die Uhr für aktuelle Meldungen. Darüber hinaus warnt Nunav vor Blitzern. Allerdings können Verkehrsstörungen nicht selbst gemeldet werden.
3. Push-Meldungen einschalten. Einige Apps schicken aktuelle Stauwarnungen aus bestimmten Regionen aufs Smartphone.
4. Den Stau nicht sofort umfahren. Manche Navis empfehlen die Ausweichroute viel zu früh. Wer hektisch auf die Ausweichstrecke fährt, verlagert das Problem statt es zu lösen.
5. Soziale Netzwerke checken. Auch bei Twitter, Facebook und Co kursieren Stauwarnungen. Mitreisende können das gegebenenfalls übernehmen.
6. Pausen einlegen. Zeichnet sich ein Stau ab, lohnt sich der Stopp auf einem Rastplatz. Das schont die Nerven – und das Problem löst sich möglicherweise von selbst.
Hier gibt's weitere Tipps zum Thema Anti-Stau-Apps!

Fünf kostenlose Navis gegen Stau

Wo die längsten Staus drohen – die Staustrecken von A1 bis A99

Hier sind die Staufallen im Sommer 2018.

Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee A1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg – Puttgarden A1/A3/A4 Kölner Ring A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig A1/A7/A23/A24 Großraum Hamburg A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg A7 Hamburg – Flensburg A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg A9 Berlin – Nürnberg – München A10 Berliner Ring A11 Berlin – Dreieck Uckermark A19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock A24 Berlin – Dreieck Wittstock/Dosse A45 Dortmund – Hagen – Gießen – Aschaffenburg A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen A93 Inntaldreieck – Kufstein A99 Umfahrung München.

Vollsperrungen und andere Hindernisse

Langfristig gesperrt sind die A20 (Stettin - Rostock) in beiden Richtungen zwischen Tribsees und Bad Sülze, die A62 (Landstuhl - Pirmasens) in beiden Richtungen zwischen Bann und Thaleischweiler-Fröschen und die A226 in Richtung Travemünde zwischen dem Dreieck Bad Schwartau und Lübeck-Dänischburg. Außerdem voll gesperrt: Der Hamburger Abschnitt der A24 zwischen dem Horner Kreisel und dem Kreuz Hamburg-Ost bleibt bis zum 4. August voll gesperrt. Grund ist eine geplante Fahrbahnsanierung. Als Umleitung sollen Pendler die weiter südlich verlaufende B5 nutzen.

Österreich und andere Nachbarländer

Auch in den Nachbarländern kann es zu zahlreichen Staus kommen. An den Grenzen dauert es länger.

Die Lage auf den Autobahnen: Auch im benachbarten Ausland kommt es für Autofahrer am Wochenende besonders dicke. Auf den Hauptrouten wird das Fortkommen in beide Richtungen immer beschwerlicher. Zusätzlich sorgen Bauarbeiten und hohes Verkehrsaufkommen an den Problemstellen der Ballungsräume für Verzögerungen. Bei gutem Wetter ist zudem mit Ausflugsverkehr zu rechnen, gerade durch Motorradfahrer.
Jenseits der Bundesgrenzen haben diese Routen das größte Staupotenzial: Österreich A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brenner- , A14 Rheintal- und A11 Karawankenautobahn, S16 Arlbergschnellstraße, B179 Fernpass-Route Schweiz A2 Luzern - Chiasso vor dem Gotthardtunnel, A1 St. Gallen - Zürich - Bern, A13 San Bernardino-Route Italien A22 Brennerautobahn, A23 Villach - Udine, A4 Verona - Venedig - Triest - Grenzübergang Dragonja (HR) sowie alle Fernstraßen in Küstennähe Slowenien A2 Karawankentunnel - Ljubljana - Zagreb, A1 Ljubljana - Koper, die Strecke Spielfeld (Grenzübergang von der österreichischen Pyhrnautobahn) - Maribor - Ptuj nach Macelj an der kroatischen Grenze Kroatien A1 Zagreb - Zadar - Split vor den Mautstellen, die Verbindungen Triest - Pula und Triest - Rijeka sowie die Küstenstraßen und die Straßen in der Region des Nationalparks Plitvicer Seen Frankreich Route über die A36/A39/A7 Mühlhausen - Dole - Lyon - Orange, die A9 Orange - Nimes - Montpellier - spanische Grenze und die A8 an der Côte d'Azur von Monaco nach Aix-en-Provence sowie die A6 Dijon - Lyon.
Situation an den Grenzen: An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich muss mit Wartezeiten gerechnet werden. Am längsten wird es voraussichtlich an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein - Rosenheim) dauern. Das Gleiche gilt für Österreichs Grenzen mit Ungarn, Slowenien und der Slowakei sowie für die Übergänge von Slowenien nach Kroatien. Länger werden Reisende voraussichtlich auch an den Grenzen nach Serbien, Bulgarien, Griechenland und in die Türkei brauchen.
Besonderheit in Österreich: Seit dem 1. Mai 2018 darf im Auto nicht mehr geraucht werden, wenn Personen unter 18 an Bord sind. Das Verbot gilt für den Fahrer genauso wie für alle Mitreisenden, bei geschlossenen wie geöffneten Fenstern. Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 1000 Euro.
Tipp vom ADAC: Wer sich vor der Fahrt über die Gesetzeslage im Urlaubsland informiert, erspart sich möglicherweise Ärger. In einigen Ländern muss zum Beispiel auch tagsüber das Licht eingeschaltet sein, in anderen kann man wegen fehlender Ausweispapiere böse Überraschungen erleben. Manche Nationen ahnden Verkehrsdelikte deutlich schärfer als Deutschland.

Die 50 besten Apps für Autofahrer

Wichtig für Frankreich-Urlauber: Seit 1. Juli 2018 dürfen Auto- und Motorradfahrer auf Landstraßen nur noch mit 80 (statt wie bisher 90 km/h) unterwegs sein. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen in Ortschaften, auf Schnellstraßen und Autobahnen ändern sich nicht.

Stichworte:

Autobahn Stau

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