Steigerung um drei Cent pro Liter

Steigerung um drei Cent pro Liter

— 10.04.2002

Benzinpreis erreicht Jahreshoch

Die Ölkonzerne erhöhten die Preise am Dienstag (9.4.) um drei Cent je Liter Benzin und um zwei Cent beim Diesel.

Der Esso-Konzern machte am Mittwoch (11.4.) die weiter anziehenden Rohölpreise angesichts der Eskalation im Nahen Osten dafür verantwortlich. Bundesweit lagen die Preise durchschnittlich bei 1,09 Euro für Benzin, 1,11 Euro für Super, 1,15 Euro für Super Plus und 0,88 Euro für Diesel.

Erst in der vergangenen Woche hatten die Mineralölkonzerne die Preise für Benzin um drei Cent und für Diesel um zwei Cent angehoben. "Wir sind seit März den rasant gestiegenen Rohölpreisen hinterhergelaufen", sagte Esso-Sprecher Karl-Heinz Schult-Bornemann. Seit Anfang März habe der Preis für eine Tonne Benzin in Rotterdam um 47 Prozent zugelegt. Das Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in diesem Zeitraum um 4,50 US-Dollar auf zuletzt 26,12 Dollar.

Am Montag (8.4.) hatte der Irak einen einmonatigen Ölexport-Stopp angekündigt und damit die Furcht vor steigenden Ölpreisen weiter geschürt. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) distanzierte sich von diesem Vorhaben. Man sei an einem "stabilen Markt" für Öl und einer "stabilen Versorgun" der Kunden interessiert, sagte der saudi-arabische Erdölminister Ali Naimi der OPEC-Nachrichtenagentur OPECNA. Die OPEC plane, die Ölpreise zwischen 22 und 28 Dollar je Barrel stabil zu halten.

US-Finanzminister Paul ONeill begrüßte diese Haltung und sieht nach eigener Aussage "keine Gefahr eines übermäßigen Ölpreisanstieges". Unterdessen erwägt der weltweit achtgrößte Ölproduzent Mexiko nach eigenen Angaben, die Fördermenge zur Beruhigung des Preises zu erhöhen.

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